DARK NOVA – Sivilla (Black
Lotus/Soulfood)
Aufmerksamen Betrachtern der Metal-Szene wird
in den letzten Jahren aufgefallen sein, dass es in unser aller Traumurlaubsdestination
gehörig im Untergrund
brodelt. War es vor Jahren nur eingefleischten Fanatikern gewährt,
einen Einblick in besagte Szenerie zu erhalten, haben sich im Laufe der
Jahre sogar einige Plattenfirmen aus Zeus´ Heimat hier in unseren
Breitengraden einen guten Namen machen können. Als Beispiel seien
Black Lotus Records genannt, die mit ihrer breiten Palette an unterschiedlichen
Stilen für jeden Metaller etwas zu bieten haben sollten. Eine
der aktuellsten Veröffentlichungen aus deren Repertoire stammt von
der ebenfalls in Griechenland beheimateten Band DARK NOVA und wurde „Sivilla“ getauft.
DARK NOVA existieren schon seit langer Zeit und ließen bereits mit „The
Dark Rhapsodies“ (1993) und „1999…. A Step Beyond?“ (1999)
aufhorchen. Seit damals ist die Band zwar quasi „runderneuert“,
sprich mit Michael Choulakis (V) und Mary Tassouli (K) sind zwei neue Mitglieder
im Line-Up, an der stilistischen Ausführung hat sich aber nicht übermäßig
viel geändert. Noch immer offerieren DARK NOVA den Fans eine recht
anspruchsvolle Melange aus melodiösen und progressiven Metal-Elementen,
wobei aber nicht darauf vergessen wurde, den Songs ein gewissen „Ohrwurm-Charakter“ zu
verleihen. An Tempo- und Rhythmuswechseln wird ebenso wenig gespart wie
an ausgewogener Atmosphäre. Dazu verfügt Sänger Michael über
ein klares, aber dennoch recht kräftiges Organ, weshalb „Sivilla“ auch
uneingeschränkt allen Metaller zu empfehlen ist, die mit Melodien
frühstücken, ihr Mittagessen eher progressiv zu sich nehmen und
traditionelle Kost zum Abendbrot bevorzugen. In diesem Sinne: Mahlzeit!
Walter
THE LUST - My Dear Emptiness (Sleaszy Rider Records)
Von “Leere”, wie uns der Titel dieses Albums zu verstehen gibt,
ist auf dem zweiten Werk des russischen Quintetts THE LUST zum Glück
nichts zu bemerken. Eher versteht es die Band rund um das junge Sangestalent
Mirla (die Dame ist im zarten Alter von 16 Lebensjahren!) ihre dunkel gefärbten
gotischen Kompositionen mit einer Menge an atmosphärischer Dichte
zu füllen. Dabei verfallen die Russen/innen nicht in vor Weltschmerz
triefendem Pathos, sondern gehen eher den Weg in Richtung Kommerz. Was
jetzt nicht heißen soll, dass THE LUST irgendwelche „Größen“ der
Szene nachzuahmen versuchen, sondern, dass es der Band gelungen ist, trotz
künstlerischem Anspruch auch zwingende Hooks in ihre Songs zu verfrachten.
Als Beispiele seien der Titelsong oder das penetrant eingängige, wenn
auch eher romantisch angelegte „Half-Remembered“ genannt. Positiv
erwähnt werden muss auch die Tatsache, dass es sich die Formation
verkneift, in Richtung Finnland oder Norwegen zu blicken, denn da gäbe
es ja im Moment reichlich „Vorbilder“ zu finden, speziell wenn
man eine Sängerin in der Band hat. In die russische Szene an
sich habe ich leider keinen Einblick, weshalb es auch unmöglich abzuschätzen
ist, wie weit es THE LUST in ihrer Heimat bringen könnten. Mit dieser
Art von Musik, in vorliegender Qualität, sollte es aber kein Wunder
sein, wenn wir auch hierzulande demnächst mehr von THE LUST zu hören
kriegen würden.
Walter
OVERLOAD – Never Again (Sleaszy Rider Records)
Zunächst sei darauf hingewiesen, dass es sich bei vorliegendem Album
um eine Veröffentlichung der griechischen OVERLOAD handelt und nicht
um das aktuelle Werk der gleichnamigen Schweizer (ach, und wir alle dachten
schon.... *kopfwackel* Andi). Wer bei eventuellen Streitigkeiten die Nase
vorn behalten würde, kann ich nicht sagen, Tatsache ist jedenfalls,
dass drei Fünftel dieser Griechen bereits seit 1989 zusammen Musik
machen. Seit damals ist den Musikern wohl einiges an unterschiedlichsten
Einflüssen untergekommen, denn einfach zu beschreiben ist der Stil-Mix
auf „Never Again“ nicht. Nach einem eher belanglosen Intro
folgt „Trip To The Dreamland“, ein mit einem knackigen Riff
eingeleiteter Melodic Metal-Song, der vor allem von der abwechselnden Dominanz
von Gitarre und Keyboard lebt. In weitere Folge bekommen wir auch an STRATOVARIUS
erinnernde, symphonische Zitate geboten, wie in „Sirens“, oder
aber OVERLOAD gehen in klassischer Melodic Rock-Tradition ans Werk, nachzuhören
in „I Change“. Als Fazit sei festgestellt, dass OVERLOAD
zwar keinesfalls zu den innovativen Bands zu zählen sind, es allerdings
sehr schade wäre, würden sie - ihrem Albumtitel getreu - nie
wieder von sich hören lassen. Dazu ist „Never Again“ einfach
viel zu unterhaltsam und genau darin liegt doch immer des Pudels Kern im
Rock`n`Roll, oder (jaja, sicher, Walter, alles wird gut, Andi)?
Walter
CELESTIAL CROWN - The Embraced (Eigenproduktion)
Aus Estland, genauer gesagt aus der Stadt Taru, stammen CELESTIAL CROWN.
Die Band wurde 1999 von Sänger Denis Volynkin aus der Taufe gehoben,
da es der Knabe als persönliches Lebensziel betrachtete, in einer
Metal-Band zu singen (... Andi). Das Line-Up konnte sehr bald gefestigt
werden und schon kurze Zeit später gaben CELESTIAL CROWN ihre Konzertpremiere:
Man spielte für Freunde in einer Gargae bei freiem Eintritt (Wahnsinn
aber auch, Andi). Nach einem ersten Demo namens „Invasion Of Suicidal
Angels“ konnte ein Vertrag mit Doom Records eingefahren werden, doch
noch bevor „The Embraced“ veröffentlicht wurde, war das
Label wieder bankrott, weshalb die Band versucht, vorliegendes Album über
ihre Webpage zu verkaufen. Musikalisch bieten uns die Esten eine interessante
Mischung aus Doom, atmosphärischen Keyboard-Passagen und jeder Menge
symphonischer Elemente. Dazu gesellen sich die eher heisere, mitunter gar
ketzerische Stimme von Denis und die ab und zu eingesetzte Engelsstimme
von Diana Volkova. Mit der Bezeichnung „Atmospheric Blackened Doom
Metal“ trifft man die Musik von CELESTIAL CROWN ziemlich genau. Klar
erinnern manche Passagen an etablierte Szene-Größen, aber welche
Band kann denn heutzutage noch von sich behaupten, völlig eigenständige
Musik abzuliefern? Vor allem die Kombination der Doom-Anteile mit dem Gesang
machen „The Embraced“ zu einer sehr spannenden Angelegenheit.
Das Album ist für € 10,- über die Webpage (www.celestialcrown.com)
zu erwerben, dort wird auch das aktuelle Demo “Promo 2004” als
Gratisdownload angeboten.
Walter
ARENA - Live & Life (Verglas)
Im Lager der englischen Proggies von ARENA scheint
es zur Tradition geworden zu sein, ihre Fans in regelmäßigen Abständen mit Live-Alben
zu beglücken. Nach „Welcome To the Stage“ (1997) und „Breakfast
In Biarritz“ (2001) folgt nun „Live & Life“. Auffällig
ist die üppige Ausführung, denn die Erstauflage enthält
neben der Doppel-CD auch eine DVD. Mitgeschnitten wurde während der
letzten Tournee im Jahre 2003, was sich auch an der Setlist nachvollziehen
lässt. CD 1 enthält ausschließlich Stück vom damals
aktuellen Album „Contagion“, wobei das Songmaterial durch den
perfekt auf diesem Silberling verewigten Bühnensound noch ein wenig
an Intensität zulegen kann. Sänger Rob Sowden dürfte ebenfalls
in Topform gewesen sein und verdient besondere Erwähnung. Auf der
zweiten CD widmen sich ARENA dann ihrer Vergangenheit, denn es werden Songs
wie „Chosen“ (von „Immortal“) oder „Solomon“ (vom
1995er Debut „Songs from The Lion´s Cage“) geboten. Auf
der Bonus-DVD ist eine Tourdokumentation enthalten, die zeigt, dass es
Progger wie ARENA nicht nötig haben, irgendwelche „witzigen“ Einlagen
zu liefern, um etwas für ihr Image zu tun, sondern „nur“ ihre
Fans mit ihrer Musik zu unterhalten versuchen. „Live & Life“ ist
eine feine Scheibe geworden, die nicht nur für Fans Pflicht ist, sondern
sich auch ideal als „Einstieg“ in das Kapitel ARENA eignet.
Walter
KINO – Pictures (Inside Out)
Was wird wohl dabei herauskommen, wenn die Herren
John Mitchell (G, ARENA, hier auch für den Gesang zuständig), John Beck (K, IT BITES),
Pete Trewavas (B, MARILLION) und Chris Maitland (D; ex-PORCUPINE TREE)
gemeinsam ein Album aufnehmen? Klar, feinster Prog Rock, allerdings mit üppiger
Pop-Schlagseite, was vor allem die mitunter recht süßlichen
Melodien beweisen. Die Intention, dieses Projekt ins Leben zu rufen, stammt übrigens
von keinem der beteiligten Musiker, sondern von Inside Out-Mann Thomas
Waber, der hier als treibende Kraft fungierte und letztendlich wohl auch
für diese Truppe mitverantwortlich ist. Die Musik an sich darf getrost
als buntes Sammelsurium von Einflüssen der beteiligten Musiker bezeichnet
werden, denn die Songs sind sehr unterschiedlich gestaltet und verfügen
trotz dem Pop-Charakter über ausgetüftelte Arrangements, die „Pictures“ nie
langweilig werden lassen. „Swimming In Women“ kommt zwar mit
deutlicher IT BITES-Schlagseite daher, der Opener „Losers Day Parade“ dagegen
hätte aber auch auf älteren SPOCK`S BEARD–Alben gute Figur
abgegeben. Weiters sind zahlreiche melodische und symphonische Passagen
der YES-Güteklasse auszumachen, ebenso an alte GENESIS erinnernde
Teile. Die an KINO beteiligten Musiker lassen „Pictures“ zu
einem zukünftigen Referenzwerk des „kommerziell“ ausgerichteten
Prog Rocks werden und darauf hoffen, dass dieses KINO nicht frühzeitig
geschlossen werden muss.
Walter
DUNGEON - One Step Beyond (LMP)
Auch auf ihrem mittlerweile vierten Album, wobei
hier in Europa bislang nur der Vorgänger „A Rise To Power“ offiziell erschienen
ist, sind sich die Australier DUNGEON stilistisch treu geblieben. Das Quartett
rund um Sänger und Gitarristen Lord Tim ist tief im Power Metal verwurzelt
und offeriert auf „One Step Beyond“ insgesamt neun Kompositionen,
die vom Up-Tempo-Banger („Under the Cross“) über hymnenhaften
Melodic Metal („The Power Within“) bis hin zu eher getragenen
Epen („Against the Wind“) reichen. Musikalisch tendieren die
Aussies sowohl in Richtung der Staaten wie auch nach Europa, wodurch
die Musik von DUNGEON zu einer ausgewogenen Mischung gedeihen kann. Auch
der Sound geht in Ordnung, im Vorfeld war ja diesbezüglich von einigen
Unstimmigkeiten zu hören, weshalb der Veröffentlichungstermin
auch verschoben werden musste. Power, Melodien, gelungene Riffs, dazu eine
tighte Rhythmusfraktion und Tim´s Stimme sind dennoch nicht alles,
was an „One Step Beyond“ erwähnenswert erscheint. Besonders
hervorgehoben werden muss auch die Fähigkeit der Musiker innerhalb
einzelner Songs für Abwechslung zu sorgen. Auf aggressive Passagen
folgen, zumeist in den Refrains, höchst melodiöse Fragmente,
die mitunter gar poppig anmuten, um die Songs so zu „Ohrwürmern“ der
besonderen Art werden zu lassen. Für mich besteht kein Zweifel darin,
dass DUNGEON demnächst auch hierzulande auf ein großes Gefolge
blicken werden können.
Walter
DOMAIN - Last Days Of Utopia (LMP)
Vom eher simplen Hardrock ihrer Anfangszeiten hin
in Richtung eher metallischer Gefilde haben sich Mastermind Axel Ritt und
sein Gefolge ja bereits seit
der Reunion Anfang dieses Jahrtausends orientiert. Doch irgendwie scheinen
DOMAIN auch ein Faible für progressive, symphonische Kompositionen
entwickelt zu haben, was sich bereits auf der letzten Veröffentlichung „The
Sixth Dimension“ (2003) abgezeichnet hat. „Last Days Of Utopia“,
ein Konzeptalbum im Stile eines Heldenepos, klingt noch epischer (das hat
ein „Epos“ so an sich... Andi) und symphonischer als angesprochener
Vorgänger. Besonderes Augenmerk dürfte vor allem auf die Arrangements
gelegt worden sein, die orchestralen Parts und Chöre tendieren sogar
in nahezu RHAPSODY-mäßige Bereiche. Eigenständigkeit wird
aber dennoch problemlos bewahrt, was in erster Linie an den Riffs aus der
Feder von Axel liegt, aber auch Sänger Carsten Schulz zuzuschreiben
ist, der es mit seiner eher „erdig“ angelegten Stimme vermeidet,
in genannte Gefilde abzudriften. Die insgesamt elf Kompositionen, von denen
zwei kurze, instrumentale Zwischenspiele darstellen, überzeugen durch
hohes spielerisches Niveau und ungemein spannende Arrangements, klingen
aber trotz allem nie überladen. Ob und in welcher Form sich „The
Last Days Of Utopia“ auf der Bühne umsetzen lässt, weiß wohl
noch niemand. Lassen wir uns diesbezüglich überraschen...
Walter
FADING STARLIGHT - Timeless Fate (TTS Media/Al!ve)
Das deutsche Quintett mit Dame am Mikro setzt seinen
musikalischen Werdegang offensichtlich konsequent fort. Während man zu Zeiten des Debüts „Lost“ noch
recht deutlich an Vorbildern der Güteklasse BLIND GUARDIAN oder GAMMA
RAY orientiert war, schaffen es FADING STARLIGHT nicht zuletzt durch Sängerin
Inga Scharf, ihre eigene Nische zu finden. Die Songs an sich sind immer
noch höchst melodiös, egal ob dabei das Tempo forciert oder die
Handbremse angezogen wird. Die Wirkung der Songs auf den Zuhörer bleibt
unabhängig vom Tempo bestehen. Dabei fällt auf, dass es die Band
offensichtlich geschafft hat sich freizuschwimmen, denn Vergleiche zu größeren
Bands drängen sich nicht mehr auf. Eher ist man geneigt, FADING STARLIGHT
in Zukunft als Referenzband anzuführen, vor allem wenn es den Herrschaften
mit Dame gelingen sollte, weiterhin Qualitätsware wie das ungemein
penetrant eingängige „Disguised“ oder krachende Speedies
wie den Titelsong von sich zu geben. Da Metal mit Damengesang in
derart knackiger Form heutzutage leider absolut nicht mehr an der Tagesordnung
steht, hoffe ich für FADING STARLIGHT, dass ihnen die gebührende
Beachtung geschenkt wird. www.fadingstarlight.de
Walter
MASSIVE PUNCH - Dangerous (TTS Media/Al!ve)
Fünf junge Männer aus dem Saarland haben offensichtlich den Zeitgeist
erkannt und präsentieren uns auf vorliegendem Album einen bunten Strauß Melodien
in der Schnittmenge aus mehr oder weniger angesagten harten Rockbands wie
MONSTER MAGNET, 3 DOORS DOWN und NICKELBACK. Dazu gesellen sich zahlreiche
Ansätze die gut und gerne auch aus der Feder von AC/DC oder MOTÖRHEAD
stammen könnten, wodurch auch ein Verweis zur „alten Schule“ gegeben
ist. Doch Querverweise zu hippen oder immergrünen Kappellen allein
machen noch immer kein gutes Album aus, was sich auch hier wieder einmal
bestätigt. Leider sind weder die Kompositionen an sich zwingend, oder
gar dem Titel entsprechend „dangerous“, noch schafft es die
Band bei mireinen „massiven Punch“ zu hinterlassen. Gute
Ansätze sind aber in der Tat vorhanden, weshalb ich hoffe, dass die
Sache mit dem Einschlag beim nächsten Versuch klappen wird. www.massivepunch.de
Walter
ELVENPATH – Gateways (Eigenproduktion)
Aus Frankfurt stammen diese “Elfen” und der von ihnen eingeschlagene
Pfad sollte der richtige sein. Es gelingt der Band nämlich, auf den
fünf enthaltenen Songs trotz zahlreicher Querverweise an Szene-Größen
ihre eigene Duftnote zu hinterlassen. Auffällig ist die überaus üppige
Spielzeit der Songs, denn alle fünf Kompositionen bringen es auf über
7 Minuten. Offensichtlich haben sich die Herrschaften beim Songwriting
diesbezüglich besonders bemüht. Speziell auf Passagen, in denen
ELVENPATH in die Nähe von bekannteren Größen kommen, folgen
völlig unerwartete Teile. Der Opener „The Land That Could Not
Be“ lässt sich diesbezüglich als Paradebeispiel anführen.
Während der Beginn wie eine Mischung aus GAMMA RAY und IRON MAIDEN
bezeichnet werden kann, folgt am Fuß ein Instrumentalteil, der in
derlei Kompositionen nicht alltäglich zu hören ist. „Amazone
Queen“ erinnert von der Thematik und dem Text her an MANOWAR, ist
musikalisch aber eher „europäisch“ ausgeführt worden
und verfügt ebenfalls über einen spannend arrangierten Instrumentalpart.
Das balladesk beginnende „Winterland“ offenbart zwar die einzige
Schwachstelle der Band, nämlich den Gesang von Michael Petrick in
allzu luftigen Höhen, ist aber dennoch eine gelungene Komposition
und wird in weiterer Folge zu einem brachialen Up-Tempo-Banger. Der Rausschmeißer „The
Sacred Talisman“ beweist einmal mehr, wie abwechslungsreich eine
knapp 10-minütige Nummer gestaltet werden kann, ohne den berüchtigten „roten
Faden“ zu verlieren. Alles in allem ist „Gateways“ eine
ungemein abwechslungsreiche und empfehlenswerte Scheibe einer Band geworden,
die sich definitiv auf dem richtigen Weg befindet. Weiters sollte noch
erwähnt werden, dass in der Zwischenzeit drei neue Mitglieder ins
Line-Up integriert werden mussten, wodurch stilistische Änderungen
(in welcher Form auch immer) durchaus möglich wären und man deshalb
gespannt auf weitere Heldentaten dieser Elfen warten darf. www.elvenpath.com
Walter
SEASON´S END - The Failing Light (Eigenproduktion)
Fernab von jeglichem Klischee gelingt es dem britischen
Sextett SEASON`S END, ein Debüt voll gothischer Schönheit abzuliefern. Die im
Eröffnungssong „Touch“ entstandene Gänsehaut wird
der geneigte Zuhörer bis zu den finalen Tönen von „Celestia“ nicht
mehr los. Verantwortlich dafür sind in erste Linie die üppig
melancholischen Kompositionen, die sowohl von der perfekten Harmonie zwischen
Gitarre und Keyboard, als auch vom unter die Haut gehenden Gesang von Frontdame
Becki Clarke leben. Zwar ist Headbangen zur Musik der Briten nahezu unmöglich,
denn mit Ausnahme von „Nothing After All“, dem einzigen Song
im rockigen Gewand, gehen es SEASON´S END in Sachen Tempo eher gemächlich
an, was aber zu den gediegenen Kompositionen ohnehin besser passt. „The
Failing Light“ ist ein durchwegs gelungenes Album geworden und sollte,
wenn in diesem Business ein Hauch von Gerechtigkeit existiert, die letzte
Veröffentlichung in Eigenregie von SEASON´S END sein. www.seasons-end.com
Walter
ELLIPSIS - From Beyond Thematics (Adipocere Records)
Die Franzosen ELLIPSIS verstehen es gekonnt, ihre
Zuhörer zum Staunen
zu bringen. Auf vorliegendem Album verquickt das Quintett Stilmittel unterschiedlichster
Subgenres zu einer einzigartigen Melange. Die seit mehr als 10 Jahren existierende
Formation hat sich offenbar dem „progressiven“ Metal verschrieben,
wobei dieser an sich recht weit reichende Begriff auf „From Beyond
Thematics“ nahezu bis an die Grenze der Belastbarkeit des Zuhörers
beansprucht wird. Vor atmosphärischen und düster vorgetragenen
Passagen machen die Franzosen keinen Halt, wie auch ihre offenkundige Vorliebe
für melodiöse Parts und Refrains eindeutig zu erkennen ist. Der
Kompositionskunst der Herrschaften ist es zu verdanken, dass auf vorliegender
Scheibe trotz der mannigfaltigen Ideen und deren ungewöhnlicher Ausführung
dennoch ausreichend für Spannungsmomente gesorgt ist und die Gratwanderung
für den Zuhörer zwischen Stress und Genuss eindeutig für
Zweitgenanntes ausfällt. Wie für ein Album dieser
Machart fast schon üblich, handelt es sich bei „From Beyond
Thematics“ um ein Konzeptalbum, weshalb es kaum Sinn macht, einzelne
Songs gesondert zu erwähnen. www.ellipsis-music.com
Walter
SERAPHIM - Ai (Arise/Point)
SERAPHIM aus Taiwan beweisen den europäischen Fans, dass symphonischer
Metal im Moment an allen erdenklichen Ecken des Globus´ fabriziert
wird. Das Besondere an den Asiaten ist, dass sie mit Pay eine Sängerin
in der Band haben, die in sämtlichen Opernhäusern für Furore
sorgen müsste. Die NIGHTWISH–Klientel wird dabei zwangsläufig
hellhörig werden, wobei aber Vorsicht geboten ist. Zum einen, weil
die Qualität der Kompositionen der Finnen hier bei weitem noch nicht
erreicht wird, zum anderen, weil der Gesang mit jenem von Tarja ebenfalls
nicht konkurrieren kann, sondern lediglich in schwer verdaulichen Höhen
vorgetragen wird und dabei zu gekünstelt wirkt. Leider helfen auch
vereinzelte männliche Gesangsparts und die zweifelsfrei gelungenen
Arrangements nicht, diese Scheibe zu einem „Muss“ werden zu
lassen. Die genannte Zielgruppe kann ein Ohr riskieren, den Rest, wie auch
meine Wenigkeit, wird „Ai“ wohl eher unberührt lassen.
Walter
LYZANXIA - Mind Crimes (Reality Entertainment/Sony)
Die Band mit dem eigenwilligen, an Psychopharmaka
(klar, dass Du Dich damit auskennst... Andi) erinnernden Namen LYZANXIA
versteht es von Anfang an,
gehörigen Druck zu erzeugen. Eine sehr effektive und perfekt harmonierende
Rhythmusabteilung gibt dabei durchwegs den passenden Takt vor, über
den gnadenlos brutale Riffs auf den Zuhörer eindonnern. Die Kompositionen
werden dazu von Sänger David Potvin mit recht harschen, teilweise
sehr Death Metal-mäßigen Vocals ausgestattet. Der Grossteil
der 12 Kompositionen erinnert dezent an eine Mischung aus älteren
IN FLAMES, SCAR SYMMETRY und SOILWORK, ohne dabei die Klasse der genannten
Formationen zu erreichen. Dazu gesellen sich auch zahlreiche Thrash Metal-Versatzstücke,
die aus nahezu allen Epochen jenes Genres zusammengewürfelt erscheinen,
aber dennoch stimmig in die Songs integriert werden konnten. Einziges Manko
an dieser wahrlich nicht übel gewordenen, modernen Metal- Scheiblette
stellt die Tatsache dar, dass sich ein Teil der Kompositionen zu sehr ähneln,
weshalb sich auf Dauer ein gewisses Sättigungsgefühl beim Hörer
einstellt. www.lyzanxia.com
Walter
CP24 - World Between the Lines (TTS Media/Al!ve)
Betrachtet man die lediglich die Fakten, dass CP24
erst seit dem Jahre 2001 existieren und vorliegendes Album das Debüt des Quintetts darstellt,
besteht durchaus die Gefahr, diese Band zu unterschätzen. Die Herrschaften
sind nämlich keinesfalls Grünschnäbel, sondern schon längere
Zeit im Business aktiv und spielten teilweise in nicht einmal so unbekannten
Bands wie HALYCON. Lassen wir aber die Vergangenheit beiseite und wenden
uns der Gegenwart zu, die uns einen wahren Hammer beschert. Wie für
Veröffentlichungen aus dem Hause TTS Media fast schon obligatorisch,
erfolgt dieser in Form eines „Doppeldeckers“ mit einer „regulären“ CD
und einer Digital-Surround-DVD. „World Between The Lines“ besticht
geradezu durch seine durchwegs kraftvollen Kompositionen. Dazu haben CP24
mit Joachim Weber einen Sänger in der Band, der es auch in Übersee
problemlos zu Lob und Ehre bringen könnte. Was ich damit sagen will?
CP24 zelebrieren dezent Thrash Metal-lastigen Power Metal, wie wir ihn
aus den USA und Kanada zu schätzen wissen. Dabei geht das Quintett
völlig klischeefrei zu Werke und vermag trotz aller Härte auch
immer wieder begnadete Melodiereigen auf den Hörer loszulassen. Ehrlich
gesagt verwundert es mich ein wenig, bislang noch nicht mehr über
CP24 in einschlägigen Gazetten gelesen zu haben. Aber was nicht ist,
kann ja noch werden und mit einer Leistung wie auf vorliegendem Debüt,
MUSS das eigentlich so werden... www.cp24metal.de
Walter
THE ELYSIAN FIELDS - Suffering G.O.D. Almighty (Black Lotus Records/Soulfood)
Gut vier Jahre war es still um das griechische
Trio THE ELYSIAN FIELDS. Für Bands aus dem Mainstream-Bereich wäre diese Absenz wohl das
Ende jedes Erfolges gewesen, nicht so allerdings bei Formationen, die jene
Art von Musik von sich geben, wie sie uns von den Hellenen kredenzt wird.
Die Herren sind noch immer schwer im extremen Metal-Bereich unterwegs,
der zwischen ketzerischen Schwarzwurzel-Klängen und guttural intoniertem
Todesmörtel hin-und herpendelt. Dazu kommt, vielleicht gerade auf
Grund der Tatsache, dass die Drums bei dieser Band ohnehin von keinem natürlichen
Mitglied eingespielt werden, dass sich THE ELYSIAN FIELDS das Vermengen
der genannten Metal-Elemente mit elektronischen Parts zum Programm gemacht
haben. Aber keine Angst, die Basis und der Großteil der Songs bleiben
extremer Metal, die Electronica sind lediglich das Gewürz zum gelungenen
Menü. Summa summarum ergibt sich eine unverwechselbare
Mischung, die nicht nur im Metal-Lager für Furore sorgen sollte, sondern
auch in der aufgeschlossenen Elektronik-Gemeinde Anklang finden könnte.
Walter
ELWING – War (Black Lotus Records/Soulfood)
Der Titel „War“ scheint Programm zu sein auf der aktuellen
Veröffentlichung des griechischen Quartetts ELWING. Die Musik lässt
sich nämlich treffend mit der Bezeichnung „Battle Metal“ beschreiben.
Musikalisch wird demnach, wie nicht anders zu erwarten, traditioneller,
manchmal epischer Heavy Metal geboten. Die für diese Art von Musik
obligatorischen lyrischen Ergüsse wie „Marching To Glory“ oder „Blood
On My Hands“ sind dabei ebenso inkludiert, wie Schwertgeklimper in
Intros und zahlreiche Solo-Passagen, bei denen Gitarrist Panayiotis Roumeliotis
sein Können unter Beweis stellen kann. Positiv zu vermelden ist auch
der recht raue, in manchen Passagen angenehm hoch angelegte, Gesang von
Sakis Koutsasis, der mitunter an Rock´n Rolf zu seiner besten Zeit
(1876? Andi) erinnert. Für den Durchbruch fehlt eigentlich nur noch
das gewisse Quäntchen Unverwechselbarkeit, aber ich bin sicher, schon
mit der nächsten Veröffentlichung werden ELWING einen weiteren
Schritt in diese Richtung tun. Nach BATTLEROAR, die zugegebenermaßen
wesentlich epischer zu Werke gehen, schickt sich nun also abermals
eine griechische Metal-Formation an, in diesem Genre den Durchbruch zu
schaffen, was meiner Meinung nach mit Leistungen wie auf „War“ durchaus
möglich sein sollte. www.elwingband.cjb.net
Walter
SWAN CHRISTY - A Decent Album (Black Lotus Records/Soulfood)
Die Bezeichnung „progressiv“ ist in der Tat sehr schwer zu
definieren. Was uns unter diesem musikalischen Begriff offeriert wird,
sollte an und für sich „fortschrittlich“ oder „innovativ“ sein,
ist es aber leider nicht immer. Tatsächlich als „progressiv“ muss
vorliegendes Album bezeichnet werden, wenn gleich „Rock“ oder
gar „Metal“ hier definitiv Sendepause haben. Die Griechen SWAN
CHRISTY haben auf ihrem mittlerweile fünften vollständigen Album
eine musikalische Gratwanderung im Sinne der „Progressivität“ gewagt
und, um es vorweg zu nehmen, diese problemlos bewältigt. Wäre
der Versuch fehlgeschlagen, hätten sich SWAN CHRISTY in langweiliger,
musikalischer Belanglosigkeit wieder gefunden, was aber bei Gott keinesfalls
passiert ist. Schon beim sehr experimentell angehauchten Opener „Rehearsal
Recording“, der im Prinzip auf Wiederholungen eines Themas basiert
und es dennoch auf über 5 Minuten Spielzeit bringt, werden sich wohl
nervenschwächere Zuhörer verabschieden. Auch in weiterer Folge
werde ich das Gefühl nicht los, dass es die Band gewissermaßen
darauf anlegt, keinesfalls vom Durchschnittshörer konsumiert werden
zu können. „Who Knows?“ beispielsweise ist trotz minimalistischer
Instrumentierung mittels Piano alles andere als eine Kuschelballade geworden.
Da mit Ausnahme dieses Pianos aber kaum „natürliche” Instrumente
zu hören sind und ein Großteil der Kompositionen wohl den Computerprogrammen
der Herren Spiros Pagiatakis und Dimitris Georgiou entsprungen ist, bedarf
es wohl auch kaum einer weiteren Erklärung hinsichtlich eventueller
Metal–Anleihen. Diese wären auch eher unangebracht, denn Gitarren
würden meiner bescheidenen Meinung nach den Tiefgang von „„A
Decent Album“ eher stören. Dazu sei noch angemerkt, dass mit
Kostas Makris ein Sänger hier am Werk ist, der wohl in Bälde
in einem Atemzug mit Herren vom Schlage eines Devon Graves oder Maynard
James Keenan genannt werden wird. Als Fazit bleibt mir nur noch der Hinweis
darauf, dass es wohl auch in Zukunft noch Erweiterungen für das Genre
der so genannten „progressiven“ Musik geben wird – in
welche Richtung die Sache dabei gehen wird, bleibt allerdings abzuwarten.
Walter
V8 WANKERS - The Demon Tweak (Rude Records/Soulfood)
Hurra! Das Wetter passt wieder, der Frühling lässt dem Winter
nun endlich keine Chance mehr. Was tun? Wahlweise das Bike frisch aufpoliert
und ab auf die Piste, oder den fetten Ami-Schlitten wiederum gebrauchstauglich
gemacht und den Highway hinabgedonnert. Egal, welche Art von Fortbewegungsmittel
auch bevorzugt wird, den optimalen Soundtrack dazu bieten V8 WANKERS auf
ihrem aktuellen Silberling. „The Demon Tweak“ bietet die dreizehnfache
Vollbedienung in Sachen räudiger Straßenrock und sollte quasi
mit dem Service in den Werkstätten ausgeliefert werden. Die Musik
des Quintetts duftet gleichermaßen nach Öl und verbranntem Gummi,
die Gitarrenattacken haben die Kraft eines 8-Zylinders im oberen Drehzahlbereich
und Sänger Lutz Vegas versprüht den Charme eines eben überfallenen
Tankwarts (und um hier thematisch anzuschließen: man sollte den „Don`t
Drink And Drive!“-Slogan extra für Dich auf „Don´t
Drink And Write!“ ausbauen... Andi). „The Demon Tweak“ verlangt
zwar nach Vollgas, aber Vorsicht, bei schönem Wetter sind auch die
Herren in Uniform wieder gerne auf den Strassen…..www.v8wankers.com
Walter
RICOCHER – Chains (Eigenproduktion/Just for Kicks)
Verwirrend ist zu Beginn, dass laut Booklet eigentlich
nur 7 Songs auf „Chains“,
dem mittlerweile dritten Album der niederländischen Proggies RICOCHER,
verewigt sein sollten, der CD-Player aber 12 Songs anzeigt (Sakra! Andi).
Das Geheimnis daran ist, dass der Opener „Virtual Images“ und „Sand
In Your Eyes“ in jeweils drei Teilen vorgetragen werden, was aber
mein CD-Player nicht wissen kann. Dazu kommt noch das zweiteilige „Locked
Inside“ und schon ist die Verwirrung beendet (na ja... Andi). Auch
die Musik der Niederländer ist alles andere als verwirrend, sondern
perfekt strukturiert und arrangiert. Mit ihrem schwer britisch inspirierten
Prog-Rock, der bombastisch intoniert aus den Boxen tönt, sollte es
für dieses Quintett kein besonders großes Problem darstellen
in Kürze einen Deal bei einem einschlägigen Label zu ergattern.
Immer wieder erinnern mich RICOCHER an Bands wie ältere PENDRAGON,
IQ oder ARENA, was offensichtlich auch schon auf den mir leider (noch)
unbekannten Vorgängerwerken der Band der Fall war. Erwähnenswert
ist auch das ungemein schön gestaltete Booklet samt perfekt umgesetztem
Cover. Klarer Fall von „Muss“ für die Zielgruppe! www.ricocher.com oder www.justforkicks.de
Walter
AREA 54 - Beckoning Of the End (Casket Records/PHD)
Wer immer noch behauptet, dass aus dem vereinigten
Königreich kein
Nachwuchs für traditionellen Metal am Start wäre, sollte sich
umgehend mit dieser Band namens AREA 54 auseinandersetzen. Die drei Herrschaften
samt Dame am Bass kredenzen uns kraftvollen Metal mit viel Melodie, fernab
von eventuellen HELLOWEEN-Anleihen oder bombastischen Keyboardklängen.
Viel eher vermengen AREA 54 ihren melodiösen Metal mit harschen Thrash-Einflüssen
und in „Cancer Of the Mind“ gar mit Todesmörtel-lastigen
Gesangspassagen. Für jene konnte übrigens kein Geringerer als
der ehemalige AT THE GATES-Schreihals Tompa Lindberg gewonnen werden. So
eigenwillig diese Konstellation auch klingen mag, aber Tompa´s Stimme
harmoniert gar nicht schlecht mit melodiösen Gitarrenparts und ausgeklügelten
Arrangements. Ein wahres Meisterwerk ist den Briten schon einmal mit dem
knapp viertelstündigen Rausschmeißer „This Is The End
Of Everything“ gelungen. Auch ohne fremde Hilfe gelingt es hier AREA
54 unterschiedliche Atmosphären zu einer durchwegs gelungenen Komposition
zu verquicken ohne auch nur im Geringsten eintönig zu klingen. Kraftvoller
Metal im modernen Gewand darf also auch aus England wieder beklatscht werden! www.area54.co.uk
Walter
GHOST MACHINERY - Haunting Remains (Sound Riot/Twilight)
Trotz seines Engagements bei BURNING POINT scheint
Pete Ahonen (G, V) keine ausreichende Auslastung für seine Kreativität zu finden. Nicht
zuletzt deshalb hat der gute Mann zusammen mit den beiden WILDCARD-Musikern
Tapsa Pelkonen (B) und Jussi Ontera (D, K) GHOST MACHINERY ins Leben gerufen.
Im Gegensatz zu seinem anderen musikalischen Betätigungsfeld zeigt
sich Pete hier eher neoklassizistisch inspiriert, weshalb der höchstmelodiöse
Metal der Finnen auch näher an ihren berühmten Landsleuten von
STRATOVARIUS ist als an BURNING POINT. Die Songs flutschen quasi ins Gehör,
allerdings wirken sie dadurch stellenweise ein wenig zu poliert und von
jeglichen Kanten und Ecken befreit. Das Keyboard trägt sein Scherflein
zur Umsetzung der musikalischen Ideen bei und auch die Coverversion von
Gary Moore´s Hit „Out In the Fields“ passt prima ins
entstandene Gesamtbild. Nichtsdestotrotz kann mich Pete mit BURNING
POINT eher überzeugen, was in erster Linie an seinem Gesang liegen
dürfte, der dort doch wesentlich kraftvoller klingt als auf „Haunting
Remains“. www.ghostmachinery.com
Walter
BUTTERFLY NOIR - Lies Beneath The Illusion (Eigenproduktion)
Nach einem sehr atmosphärischen Instrumental mit dem Titel „Two
Steps Towards A Dark Reality…“ gehen die Italiener BUTTERFLY
NOIR im folgenden „….(To) Admire My Black Universe“ richtig
zur Sache. Über einem harschen Riffteppich kredenzt uns Sangesbarde
Luca Nepi mit seinem weinerlichen, elegischen Gesang offenbar sein Seelenleben.
Dieses scheint aber nicht nur von Trauer geprägt zu sein, sondern
es dürften sich auch reichlich Wut und Zorn aufgestaut haben. Immer
wieder wechselt Luca in Folge seinen Gesangsstil hin zu keifendem Gekreische.
Besonders erwähnenswert an BUTTERFLY NOIR ist der immer wieder stattfindende
Wechsel der Atmosphäre. Denn mit dem Gesang ändert sich zumeist
auch die Musik. „…(To) Admire My Black Universe“ ist
eher Thrash Metal-lastig und wütend, während die beiden nächsten
Nummern „Signs Of Chaos“ und „Requiem For A Dream (The
Betrayal Of Illusion)“ fast schon progressiv ausfallen, von immer
wieder kehrenden Tempo- und Stilwechsel leben und dabei trotz einer Spielzeit
von über 10 Minuten niemals langweilig zu werden drohen. Vor allem
letztgenannter Song entwickelt sich nach sehr ruhigem Beginn zu einer Komposition
der Extraklasse. Das abschließende „Believe In Suffering“ enthält
gar Black Metal-verdächtige Momente, vor allem was den Gesang betrifft.
Dabei schaffen es die Italiener aber. über die gesamte Spielzeit trotz
aller Wechsel nicht im Geringsten wirr zu klingen. „Lies Beneath
The Illusion“ ist zu einem sehr abwechslungsreichen Album geworden,
an dem es außer dem ein wenig dünn gewordenen Sound kaum Kritikpunkte
gibt. www.butterflynoir.it
Walter
THE FLAMING ARTS - The Hellish Arts Of Perversion
# 2 (The Flaming
Arts Mailorder)
Der weißrussische Mailordervertrieb THE FLAMING ARTS meldet sich
bereits zum zweiten Mal mit einem Sampler voll gepackt mit musikalischen
Auswüchsen unterschiedlichster Bands. Zwar musiziert der Großteil
der darauf verewigten Formationen im extremen Metal-Bereich, doch auch
melodiös vortragende Bands haben die Ehre. Grinder wie ONE STEP BEYOND
aus Australien dürfen ebenso bestaunt werden wie die amerikanischen
Todesgurgler LAW OF THE PLAGUE , die polnischen High-Speed-Frickel-Deather
NEOLITH oder die abgefahrenen Ungarn DARK CLOUDS. Exoten-Freaks bekommen
mit LITHAM (Death Metal-lastiger, experimenteller Doom) eine Band aus Algerien
aufgetischt, der eher traditionell veranlagte Metaller könnte an den
Niederländern HOT-WATT, deren Landsleuten IT LEAVES oder den Italienern
ANCESTRAL gefallen finden. Zugegeben, richtig „heiß“ machen
kann mich keine der enthaltenen Formationen, doch eine lohnende Investition
im Sinne eines Überblicks stellt dieser Sampler in jedem Fall dar.
Zu ebenso wie zahlreiche andere Veröffentlichungen, vor allem von
Bands aus den ehemaligen „Reformstaaten“, bei: THE FLAMING
ARTS RECORDS, Vadim Khomich, P.O.Box 40, Brest 224023, Belarus, vadimkhomich@mail.ru
Walter
LITANY - Solemn (Eat Metal Records)
Es gehört wohl eine Menge an Mut und Enthusiasmus dazu (Deine Reviews
Korrektur zu lesen. Richtig! Andi), in Zeiten wie diesen sein Debüt
in Form einer Single(!!) abzuliefern. Doch dem griechischen Quintett LITANY
schien eben diese Version als das Optimum, um ihre Songs an den Mann/die
Frau zu bringen (wahrscheinlich haben´s net mehr... Andi). Offensichtlich
orientiert man sich nicht daran, wie viele Exemplare in Umlauf gebracht
werden könnten, sondern legt Wert darauf einen elitären Zirkel
Auserkorener mit den Songs zu erquicken (pfh... Andi). Genau das ist den
Griechen auch mühelos gelungen. Der Titelsong (die A-Seite) besticht
durch weinerliches Riffing gepaart mit dem dazu gehörigen lamentierenden
Gesang, kurz gesagt mit Doom Metal in Reinkultur, der LITANY in die Nähe
von den „üblichen Verdächtigen“ aus diesem Genre
bringt. Die B-Seite „Plunder Thy Sons“ dagegen überzeugt
durch metallische Epik gepaart mit einer dezenten Temposteigerung. Nichtsdestotrotz
verbleiben die Griechen tief im Doom verankert und es würde mich auch
nicht wundern, wenn LITANY auf einem der kommenden „Doom Shall Rise“-Festivals
mit von der Partie sein würden. Schon vorher darf man aber voll
Freude auf den noch für 2005 angekündigten Longplayer warten
(vorausgesetzt, man gehört zu Eurem Super „elitären Zirkel
der Auserkorenen“... Andi). www.geocites.com/litanysite
Walter
CONCRETE COFFIN - Same (Eigenproduktion)
Aus San Francisco stammt das noch recht junge Quintett
CONCRETE COFFIN, das mit vorliegendem Demo mehr als nur eine Talentprobe
abgibt. Vom Opener „Stoned
To Death“ an legt die Formation recht hohes Tempo vor, welches gepaart
mit dem donnernden Groove und gelegentlich eingestreuten rasanten Hardcore-Einflüssen
feinen, in Tradition alter kalifornischer Helden wie EVILDEAD, HIRAX oder
EXODUS stehenden Thrash Metal ergibt. Auch was den Gesang von Joe betrifft
fällt die Ähnlichkeit zu EVILDEAD-Frontmann Phil Flores auf,
wodurch CONCRETE COFFIN vor allem für die Fraktion der alteingesessen
Thrasher interessant sein dürften. In weiterer Folge, wie in „Concrete
Coffin“ beweisen die Gitaristen Tito und Aki, das sie es auch
verstehen, knüppelnde Thrash-Songs mit melodischen Soli zu veredeln.
Neuzeitliche Einflüsse sucht man auf dieser Scheibe dagegen vergeblich,
wodurch mein Blick immer wieder unglaubwürdig auf das angegebene Veröffentlichungsjahr
fällt. www.concretecoffin.com
Walter
GLADIATORS OF METAL - Vol. VII (Eigenproduktion)
Enthusiasten, die bereit sind, für „ihre“ Musik alles
zu geben, existieren heutzutage in unserer Szene nicht unbedingt in großer
Zahl. Dadurch erscheint ein mit viel Hingabe zusammengestellter Sampler,
auf dem keine der vertretenen Bands einen Plattendeal besitzt, noch unterstützenswerter
als es die Ansammlung an metallisch tönenden Formationen ohnehin schon
ist. Was unter dem Titel GLADIATORS OF METAL auf den geneigten Fan zukommt,
kann sich wahrlich hören lassen. Insgesamt 26 Bands kann Martin Hasch,
Initiator und „Vater“ dieses Samplers (die ersten sechs Compilations
aus seinem Hause erschienen unter dem Titel „No Exit“) präsentieren,
wobei die stilistische Vielfalt von eher melodiösem Power Metal (INFEARIOR) über
Thrash in allen erdenklichen Formen (BITTERNESS, END OF MAN, CRUSHER) und
düsteren Stoff (ANGELS IN EXILE, ALTAIR) bis hin zu Speed (FROZEN
PARADISE), Death (MIDGARD UPGRADED) und atmosphärischem Black Metal
(ASMODEUS) reicht. Ebenso breit gefächert ist auch die Herkunft der
teilhabenden Formationen. Von Österreich über Deutschland und
Spanien bis nach Brasilien, in die USA und auf die Philippinen reicht der
geographische Exkurs, was den Abwechslungsreichtum noch unterstreicht.
Da der Sound je nach Aufnahmequalität (abhängig vom jeweiligen
Budget) der einzelnen Bands differiert, kann diesbezüglich kein Urteil
abgegeben werden, sehr wohl aber über das, ebenso wie die Zusammenstellung
an sich, in Eigenregie gefertigte „Warrior“-Cover, das zum
Titel dieses Samplers entsprechend umgesetzt wurde. GLADIATORS OF METAL
ist für € 10,- zu erhalten, für denselben Preis gibt es
auch noch Restexemplare der NO EXIT-Compilations #5 und #6. Interessenten
wenden sich vertrauensvoll an: Martin Hasch, Waldgasse 13, A – 7022
Loipersbach, Österreich, witchlord2000@gmx.at
Walter
DESTINY FAIRE - Same (Eigenproduktion)
Die Verschmelzung von konzeptionellen Geschichten
und Musik ist ja schon seit jeher in der Musikgeschichte gang und gebe.
Auch in der so genannten „U-Musik“ verarbeiten
Künstler seit langer Zeit gleichzeitig ihre lyrischen Ergüsse
in Form von durchgehenden Geschichten und der adäquaten Musik. Die
Rockmusik ist davon nicht ausgenommen. Man orientiert sich auch in dieser,
von der „breiten Masse“ teilweise immer noch nicht recht akzeptierten
Kunstform, an den Meisterwerken der klassischen Musik und versucht Rock
mit „E-Musik“ zu einer gefälligen Melange zu verbinden.
Einen Teil solcher Konglomerate künstlerischer Freiheit nennt man
im Volksmund „Rockopern“, wodurch wohl auch Skeptikern der
neuzeitlichen Unterhaltungsmusik ein wenig Zugang zu „unserer“ Liebe
ermöglicht werden sollte. Auch DESTINY FAIRE sollten diesbezüglich
etwas zur „Völkerverständigung“ beitragen können.
Der ebenso genannte Doppel-Decker darf getrost als Bindeglied von klassischem
und modernem Stoff bezeichnet werden. Laut eigener Bezeichnung nennt sich
die auf Silberlingen verewigte Musik „Theatrical Rock“, was
uns nun endlich zum eigentlichen Thema bringt („endlich“ ist
gut... Andi). DESTINY FAIRE sind das geistige Kind eines amerikanischen
Komponisten, Produzenten und Keyboarders namens Rick Barrack, der bereits
seit gut 10 Jahren an diesem Projekt feilt. Mit den Ideen für die
Umsetzung im Kopf wandte er sich an eine damals aufstrebende Formation
namens ZAXAS, die 1995 (nach einem Demo im Jahre 1993) auch bei uns mit
ihrem selbstbetitelten Debüt einige Achtungserfolge verbuchen konnte.
Mit von der Partie bei DESTINY FAIRE sind nun eben Mikki Suvia (G), Dale
Anthony (V, Texter) und Rik Veale (D, Songwriter), alle drei von
ZAXAS, sowie Caroline Nichols, eine Dame die sehr viel zum Konzept und
der Umsetzung beigetragen hat und Ronnie Sarkisian, ein Multiinstrumentalist,
der auch für die Produktion zuständig war und einige Gastvokalisten. Die
Geschichte an sich ist eine recht interessante und spannende. Dabei geht
es um ein kleines verschlafenes Küstenstädtchen namens Destiny
Faire und dessen Einwohner. Nach einer drei Jahre lang andauernden Dürreperiode,
in der die Bewohner in Harmonie zusammengelebt haben und ob der üblen
Umstände zu einer richtigen Gemeinschaft zusammengewachsen sind, erhalten
die Bewohner Besuch vom Unheil bringenden „Captain Of the Spirit
Ship“, der auf der Suche nach willigen Opfern ist, um seine Mission,
der Welt Gier, Hass und andere Untugenden aufzuzwingen, an jenem Hafen
vor Anker gegangen ist um die Einwohner aus jenem idyllischen Dörfchen
zu seinen Mitstreitern zu machen (Bist! Du! Gelähmt! Andi). Eine derartige
Geschichte verlangt auch nach der adäquaten Umsetzung, wobei die musikalische
Eigendefinition von DESTINY FAIRE den Nagel ziemlich auf den Kopf trifft.
Von den Arrangements her kann sich DESTINY FAIRE durchaus mit Großmeistern
wie Paul O´Neill/Jon Oliva oder Arjen Lucassen vergleichen lassen,
was die Musik betrifft fehlt noch ein wenig die Genialität. Zwar sind
die Kompositionen an sich gelungen und auch die immer wieder eingestreuten
instrumentalen Überleitungen verfehlen ihre Wirkung nicht, was aber
fehlt ist schlicht die Griffigkeit der Melodien. Dort wo die oben genannten
Herrschaften den Zuhörer mit grandiosen Songs zu fesseln wissen, herrscht
bei DESTINY FAIRE eher übertriebene Theatralik, die nicht unbedingt
für Eingängigkeit sorgt. Dieses, zugegeben aber doch recht irritierende
und somit den Kunstgenuss einigermaßen einschränkende Manko,
sollte Interessenten aber nicht davon abschrecken sich intensiv mit DESTINY
FAIRE zu beschäftigen. www.destinyfaire.com
Walter
CHAIN COLLECTOR - Forthcoming Addiction (Eigenproduktion)
Aus dem Hause Sound Riot dürfte wohl demnächst das eigentliche
Debüt dieser Kollaboration illustrer Gesellen wie Kjetil Nordhus (V,
GREEN CARNATION, TRAIL OF TEARS), Anders Kobro (D, GREEN CARNATION, CARPATHIAN
FOREST), und Goran Bomann (G, CARPATHIAN FOREST) auf uns zukommen. Vorher
gibt es noch „Forthcoming Addiction“, ein 4-Song-Demo, auf
dem uns die Herren beweisen, dass es sich bei den Songs um musikalische
Auswüchse handelt, die zu keinem ihrer Hauptbetätigungsfelder
passen würden. Schon der Opener „Wicked Mask“ zeigt die
Schweden von einer eigenwillig alternativ-rockenden, aber dennoch reichlich
Thrash Metal-inspirierten Seite. Das folgende „Winter Princess“ offenbart
dann ihre Liebe zu traditionellen Metal-Klängen, während vor
allem der Gesang in weiterer Folge gar in Richtung Death Metal tendiert.
Trotz dieser Mannigfaltigkeit haben die Songs aber sehr wohl etwas gemeinsam.
Es ist der Sucht-Faktor, der den Hörer immer wieder zur „Repeat-Taste“ greifen
lässt, weshalb der Albumtitel auch durchaus gerechtfertigt ist. Dieses
Demo ist zwar nicht für den Verkauf gedacht, aber in der Zwischenzeit
als Gratis-Download auf der Webpage der Band zu erhaschen!! www.chaincollector.com
Walter
FORCE OF EVIL - Black Empire (Escapi/Soulfood)
Den Herren Hank Shermann und Michael Denner dürfte die Pause bei MERCYFUL
FATE offensichtlich zu einem zusätzlichen Schub an Kreativität
verhelfen. Schon zum dritten Mal innerhalb von knapp zwei Jahren offerieren
sie uns unter dem Banner FORCE OF EVIL eine Veröffentlichung. Wie
schon auf dem selbstbetitelten Debüt (2003) und der folgenden DVD „Evil
Comes…Alive“ (2004), die einen Auftritt der Band im Vorprogramm
von TROUBLE und CANDLEMASS zeigt, machen die beiden Hauptkomponisten kein
Hehl daraus, dass ihre musikalischen Einflüsse seit jeher aus dem
Bereich des düsteren, kraftvollen und dennoch melodiösen Metal
stammen. Zusammen mit Martin Steene (V, IRON FIRE), Hal Patino (B, KING
DIAMOND) und ihrem langjährigen MERCYFUL FATE-Begleiter BjarneT. Holm
(D) haben die beiden Gitarristen mit „Black Empire“ wieder
einmal ein Album voll düsterer Metal-Kompositionen abgeliefert. Neben
den üblichen Riff-Attacken des Duos überzeugt auf diesem Album
in erster Linie Martin Steene mit einer mehr als nur respektablen Leistung.
Dazu kommt noch sein offensichtlich durch diverse Grusel-Filme inspirierter
Drang lyrische Ergüsse von sich zu geben, die perfekt mit der Musik
harmonieren. Dementsprechend klingen Songs wie „The Sinister Show“, „Dead
In Texas“ oder „Cabrini Green“ auch so, als ob ein musikgewordener
Horror-Streifen auf dem Programm stehen würde. So lässt
sich wohl jeder MERCYFUL FATE-Fan die Pause bis zum nächsten Album
seiner Favoriten gefallen. Ungeklärt bleibt für mich auch nach
mehrmaliger Einfuhr jenes Songs die Frage nach dem lyrischen Hintergrund
zu „Disciples Of The King“… (haha, Andi).
Walter
RAPID FIRE - Scream! (Steelheart Records)
Der klassische Heavy Metal scheint wohl in Italien
gerade eine Art Renaissance zu erleben. Immer mehr der dort ansässigen Formationen scheren sich
nicht darum, ob ihre Musik denn nun eventuell gerade „hip“ sein
würde, wie es ihren Landsleuten von RHAPSODY gelungen ist. RAPID FIRE
agieren in der traditionellen Besetzung mit zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug
und Sänger und kommen ohne weitere Hilfsmittel aus. Mit ihrer Melange
aus Einflüssen von Größen wie IRON MAIDEN oder JUDAS PRIEST
(a geh? Hätten wir bei dem Bandnamen nie vermutet. Andi) und ein wenig
melodiösem Metal der „neuzeitlichen“ europäischen
Machart, wissen die Italiener von Anfang zu überzeugen. Dabei beweisen
sie nicht nur mit gelungenen Eigenkompositionen wie „Mirage“ oder „Restless
Soul“ sowie in den zahlreichen Solo-Passagen ihr Handwerk, sondern
auch guten Geschmack was die Auswahl einer Cover-Version betrifft. Auf „Scream!“ wurde „Crazy
Doctor“ von der japanischen Legende LOUDNESS recht akzeptabel gecovert,
wobei der Gesang in japanischer Sprache beibehalten wurde. In wie fern
sich der Text mit jenem vom Original deckt, konnte allerdings leider nicht
in Erfahrung gebracht werden, tut aber der gelungenen Umsetzung ohnehin
keinerlei Abbruch.
Walter
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