KAMELOT - The Black Halo (SPV/edel)
Kamelot zählen seit Jahren zu den großen Hoffnungen des epischen
Power Metal, ohne den großen Durchbruch bislang auch nur annähernd
geschafft zu haben. Ein trauriges Schicksal, das sie mit zahllosen anderen
Bands teilen. Mit großem Ehrgeiz und der richtigen stilistischen
Mischung aus Metal, Prog-Einflüssen, Klassik und Bombast hat sich
die norwegisch-amerikanische Band um Gitarrist Thomas Youngblood und Sänger
Roy S. Khan (Ex- Conception) von Album zu Album weiterentwickelt. Beim
Nachfolger des 2003 erschienenen "Epica" wirken als Gäste
u.a. Shagrat (Dimmu Borgir), Jens Johansson (Stratovarius) und Simone Simons
(Epica) mit. "The Black Halo" ist der zweite und letzte Teil
der Epica-Story, die von Goethes "Faust" inspiriert wurde. Dem
Thema entsprechend klingt man nun ein wenig düsterer bzw. heavier,
ohne den typisch epischen Kamelot-Sound wesentlich modifiziert zu haben.
Gleich beim Opener "March of Mephisto" kommt es zur ersten stimmlichen
Konfrontation von Shagrat und Kamelot`s Khan. Hier haben wir es mit einem
Album zu tun, das den Hörer von der ersten bis zur letzten Minute
in seinen Bann zieht und mit jedem Durchlauf weiter Details offenbart.
Die Band überzeugt durch exzellentes Handwerk, monumentale Hymnen
und orchestrale Bombast-Power wie man sie sonst nur von den göttlichen
Savatage kennt. Es wäre vergebliche Liebesmüh hier einzelne Songs
hervorzuheben. Ich kenne nicht viele Alben, die es schaffen, den Zuhörer
auf eine derart intensive Reise voller Magie mitzunehmen und für zentimeterdicke
Gänsehaut zu sorgen. "The Black Halo" ist ein verdammt vielschichtiges,
weit über dem Durchschnitt liegendes Opus, das man als Liebhaber
von anspruchvollem melodischem Metal ganz einfach haben muß. Es müsste
schon Mephisto seine Finger im Spiel haben, wenn Kamelot mit diesem Meisterwerk
nicht zu Größen wie Iced Earth, Blind Guardian oder den bereits
zitierten Savatage aufschliessen könnten. Ich hoffe sehr daß man
diese großartige Band auch hierzulande endlich einmal zu sehen bekommt.
Ger-Hard
CRYPTIC WINTERMOON – Of Shadows...And
The Dark Things You Fear (Massacre/Soulfood)
Die Geschichte der deutschen Melodic-Death-Metaller Cryptic Wintermoon
geht ins Jahr 1993 zurück. Nach einigen Demos, Split CD’s und
wie überall, Line-Up Wechsel, gelang es ihnen erst im Jahre 2000,
ihr erstes full-length Album „A Coming Storm“ zu veröffentlichen,
aber gut Ding braucht Weile. Diesen Satz würde die Band mit Sicherheit
unterschreiben, denn erst jetzt gibt es den neuesten und zweiten Silberling
aus dem Hause Cryptic Wintermoon, der „Of Shadows...And The Dark
Things You Fear“ getauft wurde. Beginnend mit einem netten, düsteren
Intro (sehr nett immer, diese düsteren Intros... Andi), folgt der
Opener „The Dark Things You Fear“, der sich einerseits sehr
rau, aber auch melodiös in das Trommelfell verankert. Sehr interessant
ist der Beginn von „Bonegrinder 1916“ – männlicher
Operngesang. Der Einsatz des Pianos erzeugt eine sehr angenehme,
mystischeAtmosphäre. Fazit: Alle Fans des bodenständigen,
unkommerziellen Melodic-Death Metals sollten dieses Album anchecken!
Dominik
EQUILIBRIUM – Turis Fratyr (Black Attakk)
Ehrlich gesagt habe ich noch nie etwas von der Band gehört, geben
tut es Equilibrium allerdings schon seit Sommer 2001. Das erste und letzte
Demo der Band gab es 03, denn kurz danach unterzeichneten die Deutschen
einen Vertrag bei Black Attakk. Folglich habe ich nun das erste full length
Album der Band vorliegen. Dieses gestaltet sich sehr vielseitig und abwechslungsreich.
Equilibrium haben in „Turis Fratyr“ einen Haufen an verschiedenen
Elementen wie Viking, Heathen, Black Metal, Melodic Metal eingebaut und
das Ganze umrahmt von tiefen und hohen growling Vocals. Alles zusammen
ergibt sehr interessante Songs und einen Mix aus Bands wie Finntroll, Turisas
und sämtlichen Black Metal Partien. Alle 10 Songs (inklusive Outro)
verfüguen über ein sehr hohes musikalisches Niveau und machen
Spaß. Alle Freunde vielseitiger Metal Musik können hier bedenkenlos
zugreifen. www.equilibrium-metal.de
Dominik
AYREON - Actual Fantasy (SPV/InsideOut)
"
Actual Fantasy" war die zweite Ayreon-CD und verkaufte sich von allen
bisherigen Veröffentlichungen am schlechtesten. Macht es in so einem
Fall Sinn, dieses Album, wenngleich in überarbeiteter Form, neu zu
veröffentlichen? Die Frage lässt sich in diesem Fall mit einem
klaren JA beantworten. Seinerzeit waren bei "Actual Fantasy" lediglich
drei Sänger (Robert Soeterboek, Edward Reekers, Okkie Huysdens) dabei,
die sonstigen Instrumente spielte Arjen fast komplett im Alleingang ein.
Für die vielen spacigen Keyboardparts holte er sich seinerzeit die
beiden Ausnahmekönner Cleem Determeyer & Rene Merkelbach mit ins
Boot. Mit enormem Aufwand wurde nun aus einer virtuellen Band eine reale
gemacht. Drums (Ed Warby) und Bass (Peter Vink) wurden für die 2004er
Version neu aufgenommen, Ewa Albering haucht den vormals synthetischen
Flötenklängen neues Leben ein
und auch bei den Gitarrenparts nutzte Lucassen die Gelegenheit für
eine deutliche Überarbeitung. All diese Schönheitskorrekturen
haben "The Actual Fantasy Revisited" hörbar gut getan. Ein
kleiner aber feiner Unterschied zu den späteren Werken besteht darin,
dass "Actual Fantasy" ausdrücklich nicht als Konzept-Album
bzw. Rock Oper aufgebaut ist, sondern vielmehr als ganz normales Rock bzw.
Metal Album. Songmäßig vielleicht nicht ganz so stark wie die
Hammerwerke "Into The Electric Castle" oder "The Human Equation" bietet "Actual
Fantasy Revisited" dennoch den für Ayreon typischen hymnischen
Bombast mit gelungenen Melodien inklusive spaciger Gitarrenriffs. Für
mich das Album, das sich am stärksten an Pink Floyd bzw. Elektroniksounds
ala Jean Michel Jarre oder Vangelis orientiert. Neben erweitertem Booklet
wartet die Wiederveröffentlichung des erstmalig 1996 erschienenen
Werkes mit einer Bonus-DVD auf, die neben einem Dokumentationsvideo über
den Aufnahmeprozess und dem Videoclip zu "The Stranger From Within" auch
eine aufpolierte Version des Albums im 5.1.-Soundgewand beinhaltet. Klingt über
die Heimkinoanlage mörderisch gut (Angeber! Andi). Auch die 1996er
Version ist vollständig auf der DVD digitalisiert sodass man beide
Versionen direkt miteinander vergleichen kann. Untermalt von Computeranimationen
werden zudem in Echtzeit die Texte auf die Mattscheibe projiziert. Aufgrund
der fetten Extras ist eine erneute Anschaffung durchaus gerechtfertigt.
Für Einsteiger in Sachen Ayreon sowieso.
Ger-Hard
ARENA - Pepper & Ghost (SPV/edel)
Seit zehn Jahren sind die englischen Prog-Rocker mittlerweilen im Geschäft.
Thematisch entführt man den Hörer ins London des späten
19. Jahrhunderts, in dem die Bandmitglieder als victorianische Comic-Helden
existieren (super... Andi). Musikalisch bieten Arena seit Jahren eine pathosbeladene
Mischung aus Neo-Prog und Mainstream-Rock. Die Einflüsse von großen
Vorbildern wie Genesis, Yes oder Marillion sind nicht zu überhören.
Im Vergleich zu den Vorgängerscheiben geht`s diesmal etwas härter
zur Sache.Der Opener "Bedlam Fayre" rockt ganz ordentlich. Die
insgesamt sieben Stücke haben alles was ein eingefleischter Progfan
zu schätzen weiß. Ausufernde Keyboardsequenzen voller Bombast,
ausgefeilte Gitarrensoli, komplexe Arrangements und massenhaft Rhythmus-
und Melodiewechsel. Highlight des Albums ist fraglos das Finale mit dem
13minütigen Monumentalwerk "Opera Fanatica", in welchem
Clive Nolan & Co alle Register ihres Könnens ziehen. Es wird jede
Menge Abwechslung auf einem in sich geschlossenen Album geboten. Die Erstauflage
kommt als aufwändig gestaltetes Digibook im Comic-Stil mit zahlreichen
Illustrationen vom angesehenen Grafiker David Wyatt, der auch für
zahlreiche Kinderbücher und Tolkien-Zeichnungen verantwortlich ist. Prog-Rocker
werden mit Sicherheit ihre helle Freude an diesem Album haben.
Ger-Hard
CRYSTAL BLAZE – Dreams (Eigenproduktion)
CRYSTAL BLAZE stammen aus Helsinki und existieren mittlerweile bereits
seit gut zehn Jahren. Allerdings war man bis 2001 unter dem Banner GUARDIAN
FORCE aktiv. Unter diesem Namen wurde 2002 das 2-Song-Demo „Land
Of Magic“ eingespielt, welches auf der Webpage der Finnen ebenso
als Gratis-Download zur Verfügung steht wie „Dreams“.
Gemäß der Bandhistory hat sich das Sextett für den Namenswechsel
deshalb entschieden, da es sich vom damals fabrizierten Power Metal einigermaßen
entfernt hat und einen Neubeginn wagen wollte. Allzu weit davon sind CRYSTAL
BLAZE aber nicht entfernt, denn die drei Tracks von „Dreams“ strotzen
nur so vor Kraft. Zugegeben, durch das häufig in den Vordergrund tretende
Keyboard tendieren CRYSTAL BLAZE eher in Richtung Melodic Metal, allerdings
lassen es sich die beiden Gitarristen Mikael Grönroos und Lauri Koskenniemi
nicht nehmen in den Solo-Parts ordentlich Gas zu geben und dazu auch das
eine oder andere Twin-Solo vom Stapel zu lassen. Sänger Max Obstbaum
kann ebenfalls überzeugen und weiß vor allem beim leicht experimentellen
Abschlußtrack „Mirror“ durch seinen emotionalen Gesang
zu gefallen. Die Möglichkeit, diese drei Songs für lau
aus dem Netz zu saugen, sollten Fans von melodiösem, kraftstrotzenden
Metal auf jeden Fall nutzen. Käuflich zu erwerben ist die Scheibe
im Moment nur für Fans aus der Heimat der Band.
www.crystal-blaze.com
Walter
BENEATH A BLEEDING SKY - Convulsion Hymns (Eigenproduktion)
Die Band mit dem recht poetisch klingenden Namen BENEATH A BLEEDING SKY
stammt aus den Vereinigten Staaten, genauer gesagt aus Fremont, Californien.
Aktiv sind die Amis erst seit dem Jahre 2000 und nach einem selbstbetitelten
Demo im Jahre 2002 liegt nun ihr aktueller Output in Form deiner 5-Song-CD
vor. Musikalisch orientiert sich das Quintett klar an der schwedischen
Melodic Death-Szene, wobei allerdings der auf der CD zu hörende Sänger
Joel Ferry, der inzwischen von Matt Liles abgelöst wurde, durch seine
recht keifenden Gesangsstil auch für zahlreiche Querverweise zum Schwarzmetall
sorgt. In jüngeren Jahren dürften die Gitarristen aber auch ihren
Landsleuten genau zugehört haben, so könnte beispielsweise das
Riffing in „Of Stained Glass And Stone“ auch aus der Feder
eines Kerry King stammen. Die Rhythmusabteilung versteht es ebenfalls für
ordentlich Druck zu sorgen, weshalb BENEATH A BLEEDING SKY für Fans
in der Grauzone Death/Thrash/Black-Metal mit Sicherheit einen Gewinn für
das heimische Archiv darstellen. www.thebleedingsky.com.
Walter
HATESPHERE - The Killing EP (Steamhammer)
Zu Einladungen nimmt man für gewöhnlich Präsente mit, so
schickt es sich wohl auch im Musikbusiness. Die dänischen Durchstarter
von HATESPHERE haben ihrem neuen Geschäftspartner Steamhammer zum
Einstand drei neue Songs und ein geniales Cover des SUICIDAL TENDENCIES-Gassenhauers „Trip
At the Brain“ mitgebracht. Diese Songs werden nun von ihrem neuen
Label unter dem Titel „The Killing EP“ als Einstiegsgeschenk
an die Fans weitergegeben. Die drei Eigenkompositionen stammen aus
den Aufnahmen zu „Ballet Of The Brute“, klingen aber keineswegs
nach Ausschussware, sondern können den von den Dänen bekannten
Standard problemlos halten. Ich bin schon neugierig wie weit es diese
fünf Herren mit ihrer brachialen Mischung noch bringen werden. Im
Moment scheinen die Zeichen voll auf Erfolg zu stehen, was auf Grund der
Intensität ihrer Live-Auftritte aber nicht verwunderlich ist.
Walter
SAGITTA - Bad Signs (Eigenproduktion)
Die Brasilianer SAGITTA waren zuletzt dadurch aufgefallen, einen Song namens „Satori“ in
japanischer Sprache aufgenommen zu haben. Da dieser offensichtlich als
Dankeschön für ihre japanischen Fans gedacht ist, liegt es wohl
auf der Hand, dass sich die fünf Südamerikaner im Land der aufgehenden
Sonne bereits ein beachtliches Gefolge erspielen konnten. Obwohl Japaner
nicht immer geschmackspolizeilich empfehlenswertes konsumieren (im Gegensatz
zu den Österreichern... Andi), muss man den Asiaten, was SAGITTA betrifft,
zugestehen, diesbezüglich wahrlich feine Ware zu sich zu nehmen. Nach
einem kurzen Instrumental, dass als eigener Song zwar auf dem Cover nicht
einmal erwähnt ist, aber sehr wohl für Verwirrung sorgt, da der
CD-Player fünf Tracks anzeigt, steigt das Quintett mit „Take
On“ in ein Sammelsurium an feinen Melodic Metal-Songs ein. Egal ob
eher heftig wie im genannten Opener, ein wenig getragener wie in „Angel
Guide“ oder gar balladesk wie in „With Or Without You“ (nö,
definitiv keine Coverversion (gottseidank, Andi)), SAGITTA überzeugen
durch ihre ausgewogene Mischung aus feinstrukturierten Gitarrenläufen
und der dazupassenden Keyboarduntermalung. Gitarrist Jean Silvestro scheint
zudem recht gerne DREAM THEATER zu hören, denn so manche Passagen
scheinen doch recht deutlich von John Petrucci inspiriert worden zu sein.
Dazu passend verfügt Sangesbarde Ricky Wychovaniec über ein sattes
Organ (ähm... Andi), das sowohl in mittleren Tiefen wie auch in den
vereinzelt vertretenen Höhen passabel klingt (kicher... Andi). „Bad
Signs“ ist mit Sicherheit demnächst über die Webpage der
Band zu erhalten, da ein Online-Store im Moment gerade eingerichtet wird. www.sagittametal.com
Walter
TWILIGHT ODYSSEY - Same (Eigenproduktion)
Die Odyssey nach einem geeigneten Plattenvertrag hat für diese Amis
zwar in der Zwischenzeit ein Ende gefunden, darf man doch in wenigen Monaten
mit einem Debüt über Steelheart Records rechnen, dennoch kommt
der geneigte US-Metal-Freak an dieser mittlerweile schon fast zwei
Jahre alten CD nicht vorbei. Die drei Songs des Quintetts aus New York überzeugen über
die gesamte Spielzeit mit alljenen Attributen, die wir seit jeher von amerikanischen
Metal-Bands zu schätzen wissen. Angefangen bei der druckvollen und
zugleich aber auch einfühlsamen Gitarrenarbeit des Duos Dan Castro
und Ben Asaro, über die zwingenden Hooks, die Songs wie „Gettysburg
(The Blue And The Gray)“ oder „Defiler“ zu wahren Ohrwürmer
gedeihen lassen, bis hin zur prachtvollen Stimme von Pamela Berlinghof
stimmt an dieser Scheibe einfach alles. Der Opener „Gettysburg“ (ja,
mit diesem Thema befassen sich auch andere amerikanische Musiker, nicht
nur Jon Schaffer) überzeugt mit seinen zahlreichen Gitarrenduellen,
die zwar mitunter an IRON MAIDEN erinnern, aber dennoch genügend Eigenständigkeit
beweisen. In weiterer Folge darf ebenfalls zu feinen US-Metal-Granaten
gebangt werden, wobei „Defiler“ offenbar ein besonderer Ohrwurm
sein muss, denn immer wieder erwische ich mich mit dieser Melodie auf den
Lippen (aha... Andi). Besonders schwer fällt es, Pamela´s Stimme
zu beschreiben, da sie an keine der bekannten Sängerinnen im Metal-Bereich
erinnert, was aber nur für sie spricht und der Band zusätzlich
an Originalität einbringt. Bleibt nur zu hoffen, dass die „Irrfahrt“ tatsächlich
ein Ende und es TWILIGHT ODYSSEY gelingen wird den ihnen zustehenden Erfolg
auch einfahren zu können. www.twilight-odyssey.com
Walter
BLACK SUN - The First Years (Eigenproduktion)
BLACK SUN zählen wahrscheinlich mit zu den bekanntesten Formationen
im griechischen Underground. Die Band ist bereits seit 1993 aktiv und mit
ihren vier Eigenveröffentlichungen eventuell sogar hierzulande in
einigen Haushalten vertreten. Die aktuellste, nunmehr fünfte Scheibe
nennt sich „The First Years“ und beinhaltet, welch´ Wunder,
die ersten beiden Demos. „Black Sun“ nannte sich das
Debüt im Jahre 1994 und ließ bereits den Weg, welchen die Band
in ihrer weiteren Karriere musikalisch beschreiten würde, erkennen.
Fünf Songs, deren Tempo im gemächlichen Bereich gehalten wurde,
konnte man der Öffentlichkeit preisgeben, wobei die Truppe rund um
Gitarristen Minas Papadopoulos und Drummer Anthony Argyropoulos zumeist
sehr episch zur Sache ging. Auf dem 1996er Demo „Through The Strom“,
dessen drei Songs ebenfalls auf „The First Years“ verewigt
wurden, lassen sich stilistisch keine Unterschiede ausmachen, sehr wohl
aber Fortschritte in Sachen Songwriting erkennen. So zählen „Dreamland“ und „Wings
Of Eternal Mourning“ mit Sicherheit zu den Highlights des bisherigen
Schaffens der Griechen. Der Grund für die Neuauflage dieser
beiden Veröffentlichungen liegt auf der Hand: Die beiden Musiker,
die immer noch das Herz von BLACK SUN bilden, sind im Moment dabei neue
Mitstreiter zu suchen um ihren epischen Heavy Metal weiter zelebrieren
zu können. Viel Glück meine Herren! www.blacksun.gr
Walter
BENEATH - Time Hysteria (Eigenproduktion)
Aus Fallköping in Schweden stammt das Quintett BENEATH, das mit „Time
Hysteria“ ihr bisher fünftes Demo aufgenommen hat. Stilistisch
ist ab den ersten Sekunden klar wo es lang geht. BENEATH brettern im Up-Tempo-Bereich
los und kredenzen uns „Time Hysteria“, ein Album voller Aggression.
An Einflüssen steht nahezu die gesamte „alte Schule“ parat,
angefangen bei den frühen METALLICA, über die Bay Area zu ihrer
Blütezeit, bis hin zu SLAYER lassen sich zahlreiche Querverweise an
diverseste Genre-Größen heraushören. Auch Sänger Hebbe
scheint in diesem Bereich seine Vorbilder zu haben, nur vereinzelt kombiniert
er die klassische Thrash-Röhre mit Death Metal-Growls. Um Monotonie
zu vermeiden, wissen die Gitarristen durch geschickt eingesetzte Breaks
und Akustikpassagen für Abwechslung zu sorgen. Talentscouts
der Labels, wo seid ihr? Es gibt da eine weitere Band aus Schweden, die
es anzuchecken gilt. http://welcome.to/beneath
Walter
MYTHOLIC - Ethereal Hunter (Eigenproduktion)
Gegen Ende des 20. Jahrhundert begann die Historie dieses Sextetts. Nach
einigen Besetzungswechseln und den üblichen Anfangsschwierigkeiten
kristallisierte sich die derzeitige Besetzung als Optimum für MYTHOLIC
heraus. Nach einem 4-Tracker namens „Limited Edition“, der
im Jahre 2002 eingespielt wurde, liegt nun „Ethereal Hunter“ vor,
um die Welt von der Qualität der Band zu überzeugen. Der Opener
und Titeltrack ist ein eingängiger Power Metal Song geworden, der
vor allem vom perfekten Zusammenspiel der beiden Gitarren und des Keyboards
lebt. Einziges Manko ist die eher kurze Ausführung mit knapp drei
Minuten, da hätte sich bestimmt noch ein längerer Soloteil unterbringen
lassen. Daran anschließend folgt „The Dark Side Of The Hill“,
das mit MAIDEN-lastigen Melodien gesegnet ist. Dazu passend erinnert Sänger
Willy Van De Kaa bei dieser Nummer dezent an Bruce Dickinson. Höhepunkt
der Scheibe ist aber das abschließende „Aeons“, bei dem
abermals das Zusammenspiel der Instrumentalisten fein strukturiert wurde
und dem auch die gewisse Eingängigkeit nicht fehlt. Alles in allem
erinnert der Song ein wenig an eine melodiösere Ausgabe älterer
ICED EARTH, vor allem hinsichtlich der Atmosphäre. www.mytholic.com
Walter
AGONIZER - World Of Fools (Eigenproduktion)
Sehr fleißig scheint dieses finnische Sextett zu sein, denn seit
1999 haben es AGONIZER bereits geschafft, fünf Demos aufzunehmen (wos
soi ma da oben auch sonst tuan den ganzen (finsteren) Tag lang...? Andi).
Das aktuellste stammt aus dem Vorjahr und wurde „World Of Fools“ genannt.
Die darauf verewigten vier Songs, die allesamt im Melodic Metal anzusiedeln
sind, zeichnen sich in erster Linie durch ihre zwingende, fast schon penetrante
Eingängigkeit aus. Was die Musik betrifft, können die Finnen
ihre Herkunft wohl nur schwer verleugnen, denn mitunter haben sich einige
thrashige Elemente in die Musik eingeschlichen, die hinsichtlich der Gitarrenarbeit
entfernt an Alexi Laiho erinnern. Die Stimmung auf „World Of Fools“ ist
dagegen alles andere als finnisch-melancholisch. Viel eher erinnern der
Titeltrack oder „Say Love“ an thrashigere Versionen der PRETTY
MAIDS, die ja nicht gerade als „Langweiler“ bekannt sind. Alles
in allem also eine gelungene Melange aus Melodien, Härte und Eingängigkeit,
die der Band den noch ausstehenden Plattendeal einbringen können sollte.
http://agonizer.org
Walter
ANCESTRAL - Breed Of Chosens (Eigenproduktion)
Sehr üppig arrangierte Bombast-Melodic-Epen offeriert uns das italienische
Quintett ANCESTRAL auf ihrem, bereits einige Zeit erhältlichen Debüt.
Die Band existiert erst seit 1999 und hat neben diesem Werk ein Demo mit
dem Titel „Travel in A Forgotten Time“ sowie zwei Sampler-Beiträge
vorzuweisen. Parallelen zu BLIND GUARDIAN, HELLOWEEN oder auch RHAPSODY
sind in allen vier Songs zu vernehmen, Sänger Mirko Olivo kann mit
seinem einprägsamen Organ aber durchaus Akzente setzen, um ANCESTRAL
nicht zu einer Kopie der genannten Referenzformation verkommen zu lassen.
Leider lässt er es sich aber auch nicht nehmen, damit zu übertreiben.
Für „Höhenlagen“ ist seine Stimme einfach noch nicht
ausgereift genug. Wenn Mirko diesbezüglich an sich und die Band
eventuell ein wenig am Sound, der etwas dünn geraten ist, arbeitet,
kann ich mir durchaus vorstellen, ein weiteres Album von ANCESTRAL demnächst über
ein Label zu erhalten. www.ancestral.it
Walter
KNIGHTS OF TETHYS - Demo Crusades (Eigenproduktion)
Auch in den Vereinigten Staaten gibt es noch ausreichend Newcomer-Bands,
die sich dem traditionellen Metal verschrieben haben. Eine solche stammt
aus dem Bundesstaat Colorado und wurde auf den Namen KNIGHTS OF TETHYS
getauft. Auf ihrem 3-Track-Demo zeigen sich die Jungs gleichermaßen
vom europäischen wie vom US-amerikanischen Metal beeinflusst. Musikalisch
ist dabei schon fast alles im grünen Bereich, wie auch die Arrangements
bereits zu überzeugen wissen. Allerdings hapert es noch deutlich an
der Gesangsleistung. Beim Opener „Orion, The Hunter“ und beim
Rausschmeißer „Summoning The White Knight“ übernimmt
Gitarrist Ryan Darnell den Gesang, kann dabei aber nicht unbedingt überzeugen.
Für diese kraftvollen Kompositionen wirkt seine Stimme noch zu dünn.
Besser klingt in meinen Ohren das von Bassisten „Wraithchild“ gesungene „When
Lightning Strikes In A Snowstrom“ (heißt der Song wirklich
so oder will uns hier jemand verscheissern?! Andi), bei dem er beweist,
dass er mit einem satten Organ (... Andi) gesegnet ist. Leider überschätzt
er sich und seine Stimme bei seinen unsäglichen Versuchen, hoch zu
singen... Abgesehen von diesen Gesangsproblemen merkt man KNIGHTS OF TETHYS
ihr musikalisches Potential und ihre immense Spielfreude aber deutlich
an, was das Interesse auf weitere Alben weckt! www.geocities.com/knightsoftethys
Walter
REVIER - Osiris Eyes (Eigenproduktion)
Schon der Opener und Titelsong dieser Scheibe verheißt Gutes. Das
niederländische Quintett dürfte sich im melodiösen Power
Metal geradezu pudelwohl zu fühlen. Neben MAIDEN-verdächtigen
Rhythmen sind auch Einflüsse des US-amerikanischen Metals herauszuhören,
wobei es REVIVER allerdings auch verstehen ihre eigene Duftnote zu versprühen.
Durch den Einsatz von verzerrten Sprecheinlagen wird noch dazu ein Hauch
Düsternis versprüht, was „Osiris Eyes“ noch ein wenig
interessanter erscheinen lässt. Das folgende „Another Day“ erinnert
vom Aufbau her ebenfalls dezent an die eisernen Jungfer, vor allem hinsichtlich
der Bassläufe und der zwingenden Hooks. Das abschließende „Garden
Of Eden“ dagegen ist ein melodiöser Stampfer in bester US-Metal
Manier geworden und überzeugt ebenso wie die beiden anderen Songs.
Da „Osiris Eyes“ nicht mehr ganz frisch ist - die Songs wurden
bereits 2003 eingespielt - und REVIVER in der Zwischenzeit einen Vertrag
bei Remedy Records unterzeichnen konnten, nehme ich an, dass wir schon
sehr bald über ein weiteres, qualitativ hoffentlich ebenso hoch stehendes,
Album von REVIVER berichten können. www.reviver.nl
Walter
DAUNTLESS - Ruins MMIV (Eigenproduktion)
Mit ihrem mittlerweile sechsten Demo versuchen die Finnen DAUNTLESS, die
sich offenbar in ihrer Heimat bereits ein recht gutes Gefolge erspielen
konnten, auch hierzulande Fuß zu fassen. Auf „Ruins MMIV“ fällt
zunächst einmal das Tempo auf, mit welchem das Quintett zur Sache
geht. Allerdings vermeidet es vor allem die Rhythmusfraktion durch gekonnt
eingeflochtene Breaks, in Geholze zu verfallen. Die Basis stellt grober
Thrash Metal dar, der immer wieder gen Death Metal orientiert ist, wobei
Sänger Ari Nieminen in beiden Genres eine recht gute Figur abzugeben
im Stande ist. Mit Sicherheit erfinden DAUNTLESS diesen Sound nicht neu,
aber die Jungs verstehen es nicht nur für ordentlichen Druck zu sorgen,
sondern ihre Songs so zu gestalten, dass man „Ruins MMIV“ immer
wieder gerne in den CD-Schacht legt. www.dauntlessdeath.com
Walter
THE HEAVILS – Heavilution (Metal Blade/NSM)
Die Umschreibung „Schräg, schräger,
THE HEAVILS“ scheint wohl dem Stil dieser Herrschaften am ehesten
gerecht zu werden. Nicht nur, dass die Jungs ihre Instrumente zum Teil
selbst herstellen - so sind für den Bau ihrer „Meanies“
genannten Gitarren unter anderem Kloschüsseln verwendet worden -
diesen obskuren Musikinstrumenten werden ebensolche Klänge entlockt.
An musikalischen Einflüssen ist von völlig abgedrehten Frickeleien
im Stile älterer PRIMUS oder gar MR. BUNGLE über derbe CROWBAR-Anleihen
bis hin zu Hardcore-Versatzstücken so ziemlich alles vorhanden, was
im Volksmund als „schwerverdaulich“ bezeichnet werden kann.
Darüber hinaus schaffen es die Amis aber auch sehr eingängige
Songs zu komponieren, wie das poppige Punk-Nümmerchen „Space
Heater“ beweist. Ebenso ungewöhnlich und beim Erstkontakt völlig
unpassend wirkt auch die eigenwillige Neueinspielung von „Just Got
Back“ von CHEAP TRICK, bei dem Rick Nielsen und dessen Sohn Miles
mitwirken. Als besonderes „Bonbon“ darf der knapp 18minütige
Rausschmeißer namens „Kadigimonk“ bezeichnet werden,
der aus allerlei Geräuschen und eigenwilligen Klängen besteht,
allerdings mit dem was sich der Fan unter einem „Song“ vorstellt
nicht wirklich etwas gemeinsam hat.
Walter
DVDs
EVANESCENCE - Anywhere But Home (Epic/Sony) DVD+CD
Mit "Bring Me To Life", ihrem Beitrag zum Soundtrack zu "Daredevil",
wurden Evanescence quasi über Nacht zu Superstars. Ob es Sinn macht
nach nur einem, wenngleich mulitplatin veredelten Album, gleich eine Live-CD
nachzuschieben, sei dahingestellt. Aber warum nicht? Kohle lässt sich
damit bestimmt machen (a geh – Andi). Was definitiv Sinn macht, ist
die beigepackte Bonus-DVD. Denn somit kann man den Live-Mitschnitt
aus dem Zenith in Paris nun auch als audiovisuelles Vergnügen geniessen.
Neben fast allen Titeln von "Fallen" (nur "Hello" fehlt)
spielt man mit "Breathe No More" und "Farther Away" auch
zwei ältere Songs, die bislang wohl nur Insidern bekannt waren sowie
ein Cover von Korn´s "Thoughtless". Das mir völlig
unbekannte "Missing" ist nur auf der CD, keine Ahnung warum dieser
Titel auf der DVD fehlt. Was die Bilder betrifft ist der Auftritt perfekt
in Szene gesetzt. Mit 14 Kameras gefilmt, aufwendige Lichtshow, zahlreiche
Schwenks ins Publikum, die Live Atmosphäre ist perfekt. Unverständlicherweise
ist der Sound auf CD wesentlich besser als auf DVD (normalerweise umgekehrt).
Dafür lässt der Bonusteil keine Wünsche offen. Hier finden
sich die Videoclips zu "My Immortal", Everybody`s Fool", "Bring
Me To Life" und "Going Under". Das absolut Highlight ist
allerdings die knapp einstündige "Behind The Scenes"-Doku,
welche sich in die Kapitel "Life On The Road", "Showtime", "Bloopers" und "Unleashed" unterteilt.
Vor allem die beiden Letzteren sind überaus unterhaltsam und vermitteln
einen rundum sympathischen Eindruck von Amy & Co. Da dieses Package
zum Preis einer Normalo-CD erhältlich ist, kann man hier eine uneingeschränkte
Kaufempfehlung aussprechen.
Ger-Hard
ILL NINO - Live In The Eye Of The Storm" (Roadrunner/edel)
Während Sepultura immer mehr in der Bedeutungslosigkeit zu versinken
drohen, scheinen die aus den unterschiedlichsten südamerikanischen
Regionen stammenden Ill Nino kurz vor dem großen Durchbruch zu stehen.
Ill Nino steht für eine brodelnde Mixtur aus exotischen Rhythmen,
harten Riffs und einem ausgeprägten Gespür für eingängige
Refrains. Ein unablässiges Wechselbad aus Melodie und Härte,
dem der Wechsel zwischen den Spanisch und Englisch gesungenen Lyrics einen
zusätzlichen Reiz verleiht. Nun wurde es natürlich Zeit für
die heutzutage unumgängliche erste DVD. Zuallererst stellt sich die
Frage, wo finde ich was?! Als besonders übersichtlich kann man
die Menüführung nicht bezeichnen. Hat man sich erstmal orientiert,
kann man unter "Ill Nino`s Real World" einen knapp 40minütigen
Blick in den Backstagebereich der Latino Metaller riskieren. "Scandalous
Confessions" enthält Interviews mit den einzelnen Musikern. Beides
leider ohne Untertitel. Der Link zu "Vampire Baby" führt
ins Leere, in "Caught on Tape" sind alle 5 bislang erschienenen
Videoclips versteckt und mit "Ill Nino Ravages Cities" sind wir
endlich bei dem auf dem DVD-Cover groß angekündigten "A
Full Concert" angelangt. Das mit knapp 40 Minuten etwas dürftig
ausgefallen ist. Was sich hinter "Spic-tacular Photo Gallery" verbirgt
ist wohl unschwer zu erraten. Für Fans der Band, trotz einiger Mängel,
ein definitives MUSS. Obwohl hier definitiv mehr möglich gewesen wäre.
Ger-Hard
V.A. - Roadrage 2004 (Roadrunner/edel)
Bereits zum dritten Mal rollt der "Roadrage"-Monstertruck durch
die Regale der DVD-Shops. Das Konzept „viel Musik für wenig
Geld“ sei zur Nachahmung wärmstens weiterempfohlen. Hier finden
sich so ziemlich alle "Roadrunner-Combos" die derzeit angesagt
sind. Wessen Herz für Slipknot, Killswitch Engage, Crazyfists, Ill
Nino, Soulfly, Machine Head, Fear Factory, Chimaira oder Hatebreed schlägt,
sollte sich diese Teil nicht entgehen lassen. Ausserdem sind noch Devildriver,
Red Tape, Dirty Americans, Everytime I Die, Scarlet, Stone Sour, Murderdolls,
From Autumn To Ashes, 40 Below Summer, To My Surprise, Twelve Tribes, Thornley,
E-Town Concrete und Nickelback vertreten. Obwohl der Schwerpunkt eindeutig
bei Nu-Metal und seinen Begleiterscheinungen liegt, sollten auch Traditionalisten
ein Auge bzw. Ohr riskieren. Aufwendige Specials sucht man vergebens, das
kann man bei 26 Clips zu einem Preis von knapp 10 Euro aber locker verschmerzen.
Sofern man den neu-metallischen Urgewalten zumindest ein bißchen
zugetan ist, kann man mit "Roadrage" eigentlich nichts falsch
machen.
Ger-Hard
LETZTE INSTANZ - Live (Soulfood)
Vor knapp einem Jahr ist die Letzte Instanz quasi in ihre Einzelteile
zerfallen als Robin (Gesang), Tin (Gitarre) und FX (Bass) überraschend ihren
Ausstieg verkündeten. Deshalb dürfte das vorliegende, im November
2003 im Kesselhaus/Berlin aufgenommene Konzert wohl einen der letzten Auftritte
der Ur-Formation dokumentieren. Leider lässt sich die magische Atmosphäre,
die einen bei den Gigs der Instanz stets gefangennahm, nur vage wiedergeben.
Ausserdem waren Spielzeiten von weit über 2 Stunden obligat, somit
bekommt man hier mit spärlichen 74 Minuten nur einen unzureichen Eindruck
dessen vermittelt, was sich normalerweise auf als auch vor der Bühne
abspielte. Es ist eine Tatsache, das die "Instanzler" live wesentlich
mehr zu fesseln wussten als auf Tonträger. Diese einzigartige Mischung
aus Rockknallern, Techno-Elementen, Folk, Metal, Hip-Hop-Anleihen und exzessivem
Cellospiel war schlichtweg genial. Es macht ganz einfach Spaß an
dieser Stelle nochmal den nachdenklich bis lustigen Texten zu lauschen
und sich an übermütigen Mitgröhlrefrains und Stampf- und
Klatschorgien zu erfreuen. Höhepunkte sind natürlich "Rapunzel", "Ganz
oder gar nicht" sowie das "6 in 1" Medley. Im Bonusteil
findet sich das bislang unveröffentlichte BACH-Programm, hier werden
25 Minuten lang Werke des Meisters interpretiert. Nicht eben leichtverdaulichl
aber in keinster Weise uninteressant. Im finalen "Inside" stellt
sich die Band persönlich vor und gestattet uns einen amüsanten
Blick hinter die Kulissen des Touralltags. Alles in Allem eine gelungene
Rundschau über die 8 ersten (und wahrscheinlich auch letzten) Karrierjahre
der Band. Denn ohne den charismatischen Frontman Robin kann ich mir die
Letzte Instanz ganz einfach nicht vorstellen. "Jeder Irrtum bringt
uns an ein neues Ziel und jeder Augenblick ist ein Teil vorn Dir, wie alles
begann das weiß keiner mehr, am klügsten ist man doch immer
hinterher." Kopfkino 2001.
Ger-Hard |