CDs & DVDs
Dez 2004

Weitere Reviews >>> REVIEW ARCHIV

WEEPING BIRTH - A Painting Of Raven And Rape (TwoFatMen/Twilight)
Bei WEEPING BIRTH handelt es um eines der zahlreichen Projekte eines arbeitssüchtigen Schweizers mit Namen Vladimir Cochet. Zwar starte der Mann dieses Projekt bereits 1999, doch auf Grund diverser Probleme dauerte es recht lange bis „A Painting Of Raven And Rape“ fertig gestellt werden konnte. Darauf präsentiert uns Vladimir eine recht eigenwillige Mischung aus rasendem Death Metal, symphonischen Elementen und jeder Menge ketzerischem Schwarzmetall. Er schafft es so zwar immer wieder für düstere Atmosphäre und Abwechslung zu sorgen, kann aber vor allem in den High-Speed-Passagen, die den Großteil der Kompositionen beherrschen, nicht wirklich überzeugen. Als störend wirkt sich auf „A Painting Of Raven And Rape” nämlich die Tatsache aus, dass lediglich ein Computer für die Drums gesorgt hat. Dadurch wirkt der Sound des Schlagzeugs sehr klinisch und unnatürlich und, was noch schlimmer ist, die Geschwindigkeit harmoniert in manchen Passagen nicht unbedingt mit jener der Gitarren.  Vielleicht täte Vladimir gut daran, für zukünftige Projekte auf einen Drummer aus Fleisch und Blut zurückzugreifen (oder er lässt´s überhaupt bleiben... Andi).
Walter
 
 
UNHOLY MATRIMONY – Misology (Melancholia Records/Twilight)
Und nochmals hat sich Vladimir Cochet (nau geh... Andi), der im „Hauptberuf“ Student der Philosophie ist (warum überrascht uns das jetzt nicht sonderlich? Andi), mit einem Solo-Projekt in der Historie des Metalls verewigt. Unter dem Banner UNHOLY MATRIMONY hat er ein in acht Teile gegliedertes Werk namens „Misology“ im Alleingang nicht nur eingespielt und produziert, sondern auch sämtliche anderen Arbeiten, wie das Erstellen des Layouts, ohne fremde Hilfe erledigt. Hut ab erst mal, vor so einer Leistung (jetzt such ma aber schon mit G´walt was Positives, hm, Herr Kollege?! Andi). Was die Musik betrifft, dominiert der Black Metal der alten schule, wobei aber durch zahlreiche Keyboard-Passagen gelungene Übergänge und Melodien in den Sound integriert wurden, um nicht in planloser Raserei zu enden. Leider harmoniert aber auch auf dieser Scheibe der Drumcomputer nicht wirklich optimal mit den anderen Instrumenten. Auf „Misology“ hat sich Vladimir diesbezüglich leider ein wenig im Sound vergriffen, denn mitunter klingt das „Schlagzeug“ ganz und gar nicht nach einem solchen. Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen und bei aller Liebe zur modernen Technik: Ein „Kasterl“ wird NIE dazu im Stande sein, einen richtigen Schlagzeuger zu ersetzen.
Walter
 
 
AGONY OF DECEIT – Affliction (TwoFatMen/Twilight)
Betrogen, im Sinne des Bandnamens, wird bei AGONY OF DECEIT definitiv niemand; in Agonie verfallen dagegen dürften wohl nervenschwächere Mitmenschen (wie ich nach Lektüre Deiner Reviews... Andi).„Affliction“ ist nämlich ein recht deftiges Stück Thrash Metal geworden. Ganze 13 Songs hat das Quintett aus Seattle auf seinem Debüt verewigt, bei denen dem Zuhörer keine Verschnaufpausen gegönnt werden. Sogar die Instrumentaltracks „Entranched“ und „Pacifist“ fallen sehr brutal aus und sind nicht wirklich zur Regeneration zu gebrauchen. Die Amis dürften wohl Fans ihrer Landsleute von DARK ANGEL sein, genauso aber auch brutalen Stoff aus der Bay Area zu schätzen wissen und, wie manche Riffs nachhaltig beweisen, auch ein Faible für PANTERA zur „Vulgar Display Of Power“-Phase haben.  Mit anderen Worten, AGONY OF DECEIT vereinen sämtliche Trademarks des Thrash Metal und sollten in diesem Genre zu den heißesten Newcomern gezählt werden!
Walter
 
 
ANCALAGON - First Age....Entering Legenda (Nihil Voices/Twilight)
Auch dieser Bandname stammt aus der Phantasiewelt des JRR Tolkien. ANCALAGON lautet der Name des Mächtigsten der schwarzen Drachen, die als eine der letzten Waffen von Morgoth eingesetzt wurden und bedeutet wörtlich übersetzt „schneller Kiefer“, was sich Sänger Ajrarn offenbar zu Herzen genommen haben dürfte, da er, ebenso wie seine Mitstreiter, immer wieder recht hurtig zu Werke geht (bist du gelähmt... Andi). Die vier Franzosen haben ihre Musik ähnlich schwarz gefärbt, wie es der Drache selbst gewesen sein dürfte (Oida... Andi). Dabei verstehen es die Herrschaften aber auch ungemein gut, Atmosphäre zu erschaffen und Spannung aufzubauen. „First Age…Entering Legenda“ könnte bei Verwendung von Sprachtexten auch durchaus als Soundtrack durchgehen. Ein solcher würde sich geradezu anbieten, da auch die Texte von Meister Tolkien inspiriert sind.  Da dies aber nicht der Fall ist, bleibt eine spannende Black Metal Scheibe, bei der sich Geschwindigkeit, Brutalität und gefühlvolle, akustische Zwischenspiele, intoniert mit Akustikgitarren und einem Klavier, abwechseln.
Walter
 
 
BETZEFER - New Hate (TwoFatMen/Twilight)
Der so genannte „Zeitgeist“ hat offensichtlich auch in Israel seine Spuren hinterlassen. Besonders jene vier Herrschaften, die seit 1998 unter dem Namen BETZEFER zusammen musizieren, dürften einen ordentlichen „Streifschuss“ davon abbekommen haben. Nach einer Mini-CD im Jahre 2000 und ihrer ersten vollständigen Veröffentlichung mit dem Titel „Some Tits, But No Bush“ (ein Schelm, wer Böses denkt!) wurde im letzten Jahr mit „New Hate“ eine weitere Mini-CD fertig gestellt. Dabei orientieren sich die Israelis recht deutlich in Richtung der Vereinigten Staaten, oder besser gesagt, an der dort gerade „angesagten“ Musik. In den knapp 22 Minuten Spielzeit wird reichlich Druck gemacht, wobei Elemente des Hardcore genauso zu vernehmen sind, wie KORN-mäßige Dynamik-Spielereien.  „New Hate“ ist ein  bunter Eintopf sämtlicher aktueller (Ab)Arten des Metals geworden, den uns BETZEFER zwar sehr energisch, aber noch zu wenig eigenständig schmackhaft machen wollen. 
Walter
 
 
DISGUISE - Human Primordial Instinct (TwoFatMen/Twilight)

Die italienischen Corpsepaint-Fetischisten von DISGUISE machen es dem Hörer wahrlich nicht einfach. Generell dominiert der reißerische Black Metal im Stile alter MARDUK oder DARK FUNERAL, wobei Sänger Vastator Mentis abwechselnd kräht, keift oder grunzt.
So weit, so gut, allerdings können es sich die Italiener auf „Human Primordial Instinct“ nicht verkneifen auf atmosphärische Keyboard-Passagen zu verzichten. Da diese jedoch teilweise sehr langatmig geworden sind und dadurch weder die nötige Abwechslung bringen, noch Atmosphäre zu erzeugen im Stande sind, hofft der Hörer eher darauf, dass es gleich wieder in ordentlichem Tempo zur Sache geht. Noch ist nicht alles Schwefel, ähem, Gold, was DISGUISE angreifen, aber die Basis für kommende „Höllen-Kommandos“ ist auf jeden Fall vorhanden, vorausgesetzt der Einsatz des Keyboards wird reduziert.
Walter
 
 

FALLING SILENCE - Dog´s Life (VideoRadio/Twilight)

“ Crossover”, ein mittlerweile eher in die Jahre gekommener Begriff, trifft als Bezeichnung für die Musik auf „Dog´s Life“ am Ehesten zu. Das Quartett aus der Schweiz hat mit Lore noch dazu eine Dame in ihren Reihen, deren Stimme in den härteren Gesangspassagen an Sandra Nasic von den GUANO APES erinnert, die auch musikalisch ähnlich zur Sache gehen. Was würde also gegen einen ähnlichen Erfolg sprechen, den die GUANO APES seit einigen Jahren verbuchen können? Zum einen wohl die Tatsache, dass der Grossteil der 15 Songs noch nicht die nötige „Reife“ aufweist; sprich es fehlen die zwingenden, mitreißenden Melodien, die aus einem Song einen „Hit“ machen.  Zum anderen hat es eventuell auch damit zu tun, dass FALLING SILENCE eben doch nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort und bei der richtigen Plattenfirma unter Vertrag waren, aber das ist eine ganz andere Geschichte.
Walter
 
 
MALEFICENTIA - Under The Banner Of Suffering (Melancholia Records/Twilight)
Irgendwo in der Schnittmenge der berührenden Atmosphäre von symphonischem Black Metal und der opulenten Schönheit des Gothic Metal gibt es immer wieder interessante Bands zu entdecken (das hast Du aber schön gesagt... Andi). Exakt dort kann man auch die Franzosen MALEFICENTIA antreffen. Auf „Under The Banner Of Suffering“ ist es dem Sextett nämlich gelungen diese beiden Stilformen perfekt zu kombinieren. Zugegeben, es dominiert die Schwärze, doch Songs wie „Gods Of Lankhmar“ oder „The Ethereal Legion“ verlangen förmlich nach Elfengesang um noch ein wenig atmosphärischer zu klingen. Fast schon verträumte, zugleich aber auch ergreifende Keyboardpassagen werden von heftigen Riffattacken abgelöst, wobei aber die gnadenlos ketzerisch klingende Stimme von Daevhorn zu den letztgenannten wesentlich besser passt. Um Breaks und Blastbeats ist die Band ebenfalls nicht verlegen und weiß auch diesbezüglich zu gefallen.  Als „reine“ Black Metal Formation dürfen MALEFICENTIA aber keineswegs betrachtet werden, denn dazu sind sie schlicht nicht primitiv genug. Und wer weiß, vielleicht folgt ja auf der nächsten Veröffentlichung schon das eine oder andere Gesangsexperiment mit einer Dame, die mir persönlich auf diesem Album fehlt.
Walter
 
 
MONOLITHE – I (Appease Me/Twilight)
Der Bandname und auch der Titel des einzigen, wenn auch 52 (!!) Minuten dauernden, Songs lauten MONOLITHE. Einem Monolith gleicht auch die auf dieser Scheibe enthaltene Musik. Basierend auf hoffnungslos anmutenden Riffs zaubert das französische Quintett auf ihrem Debut einen Sound, der die Zuhörer zwischen Melancholie, Resignation und Trostlosigkeit hin- und herpendeln lässt. Immer wieder weiß die Band den Hörer mittels atmosphärischer Parts einzulullen, um ihn danach von mächtig trägen Doom-Gitarren noch weiter in seine Hoffnungslosigkeit zu treiben. Kurz: Die Musik von MONOLITH ist zum Sterben schön und für nicht völlig depressive Zeitgenossen bestimmt ein feines Werk zum Entspannen geworden.  Der Genussspecht in mir empfiehlt dazu schweren Rotwein. Aber Vorsicht, auf Grund der Länge des Songs, sollte die Größe des Glases vorher gut durchdacht werden!!
Walter
 
 

M.T.F. – Wreckage (TwoFatMen/Twilight)

Trotz des recht eigenwilligen, eher an Hardcore oder Punk erinnernden, Bandnamen M.T.F. haben diese vier Amis mit derlei Musik nichts am Hut. Die neun Songs demonstrieren eher die Vorliebe des Quartetts für „modernen“ Thrash Metal. Während der eher rumpelige Opener „Blood In Black & White“ mit deutlicher PANTERA-Schlagseite daherkommt, ist vor allem in den melodiöseren Kompositionen der Einfluss der NYC-Thrash-Kings ANTHRAX nicht zu überhören, wobei in diesem Fall aber die groove-betonte Phase seit dem Einstieg von John Bush gemeint ist. Trotz aller Anleihen verfügen M.T.F. – fragt mich bitte nicht, was die Abkürzung bedeuten soll – aber über genug Eigenständigkeit um nicht als Plagiat einer der genannten Referenzbands bezeichnet werden zu müssen. Vor allem Sänger Robert Maeder weiß mit seiner rauen, aber zu keinem Zeitpunkt unkontrollierten, Stimme zu überzeugen. Schließlich ist er es auch, der die melodiösen Parts zu wahren Leckerbissen veredelt und „Wreckage“ für alle Thrasher interessant machen sollte.
Walter
 
 
STRAAHSA / NUMEROR - Split-CD (Melancholia Records/Twilight)
Den Anfang dieser Split-CD, die zwei recht interessante Newcomer-Acts der französischen Metal-Szene vorstellt, machen STRAAHSA mit einem siebenteiligen Konzeptwerk über „Varg The Seafarer“ (utzelglutzel, Andi). Wie der Titel vermuten lässt, handelt es sich um dezent folkloristisch angehauchten Viking Metal, den uns Bandleader Lord Barth und sein Kompagnon Emperor Xaelis hier kredenzen. Die Umsetzung des lyrischen Konzepts kann als durchaus gelungen bezeichnet werden, der Sound lässt dagegen sehr zu wünschen übrig, denn eine Vielzahl der kompositorischen Ideen geht leider im undifferenzierten Klangbrei unter.  Anschließend folgen NUMENOR, ein Projekt eines Musikers namens N. Sandoval, der auch schon bei den Arrangements für STRAASHA seine Finger im Spiel hatte. Die vier Songs überzeugen zwar durch musikalische Abwechslung, klingen aber doch zu verworren, um einigermaßen nachvollziehbar zu sein. NUMENOR erinnern ein wenig an VINTERSORG, ohne jedoch deren musikalische Klasse zu erreichen, aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Walter
 
 
PROZACK STAPLE - The Calm Behind The Chaos (TwoFatMen/Twilight)
Von „Calm“ kann auf dieser Scheibe keine Rede sein, aber auch „Chaos“ ist nicht der richtige Ausdruck für die Musik des Quartetts von der amerikanischen Nordwestküste. Auf „The Calm Behind The Chaos” regiert in erster Linie Emotionalität. Der Grossteil der elf Songs basiert auf recht abgedrehtem Riffing, das unterstützt vom dynamischen Spiel der Rhytmusfraktion durchaus zu gefallen weiß. Über all dem thront aber Sänger Nate Thomas, der mit seiner ungemein ausdruckstarken Stimme auch Vergleiche zum ehemaligen ALICE ÌN CHAINS-Frontmann Layne Stayley oder zu TOOL-Barden Maynard Keenan nicht zu scheuen braucht. Man spürt förmlich wie Nate bei jeder Silbe sein Innerstes preisgibt.  Aus all diesen Zutaten ergibt sich eine gefällige Mischung aus harten, modernen Sounds die in den Staaten auch einschlägigen Konzertveranstaltern nicht verborgen blieb. So hatten PROZACK STAPLE bereits die Chance auf einigen Konzerten unter der Obhut von „Jägermeister“ aufzutreten. Ich bin ziemlich sicher, dass wir auch in unseren Breiten noch einiges von dieser Band zu hören bekommen.
Walter
 
 
SHRINE OF SCARS - Violence Is The Answer (Disfigured Records/Twilight)

Im Infozettel der Plattenfirma werden als Vergleich das Frühwerk von KREATOR, DARK ANGEL und VIKING herangezogen, womit der Verfasser jener Zeilen verdammt Recht hat. Auch SHRINE OF SCARS aus Kalifornien haben sich dem derben Thrash Metal verschrieben und wissen dabei zu gefallen. Zwar existiert die Band in der aktuellen Besetzung erst seit 2002, doch einige Musiker waren bereits zuvor unter dem Namen THIRSTY FOR BLOOD aktiv und konnten sich in der Heimat einen guten Ruf erspielen, was offenbar vor allem auf die Live-Shows der Amis zurückzuführen ist, die mit jeder Menge „Beiwerk“ wie Feuer und Kunstblut aufgefettet waren. „Violence Is The Answer“ überzeugt in erster Linie durch brutales Riffing, mächtige Double-Bass-Attacken und der zur Musik passenden deftigen Stimme von David Leyva, der auch für die Death Metal Anteile verantwortlich zeichnet. Die lyrischen Ergüsse sind zwar nicht gerade lebensbejahend, aber derlei musikalischen Brutalitäten bedürfen geradezu ebensolcher Texte.  Wer sich ein Werk im Stil der genannten Formation zulegen möchte, ist hier bestens beraten.
Walter

DVD

IRON MAIDEN – The Early Days Part I (EMI)
Iron Maiden braucht man ja wirklich niemanden vorstellen (Super Einleitung... Andi). Vor genau 25 Jahren unterschrieben sie ihren ersten Plattenvertrag und das ist natürlich ein Grund zum Feiern! Daher präsentieren den ersten Teil der unvergleichlichen Iron Maiden History in Form einer Doppel DVD, die sich nur gewaschen hat. Mit dieser hat man die Möglichkeit, die Band bei ihren ersten Gigs und ersten Tourneen zu beobachten und das ganze in einer Bildqualität, die ganz in Ordnung ist. Aber alles der Reihe nach.

Beginnen wir mit der ersten DVD, die ganz unter dem Thema „Iron Maiden Live“ steht. Geboten werden ganz rare Konzertmitschnitte. Mit dabei der erste offizielle Konzertmitschnitt in der Geschichte der Band und zwar Live At The Rainbow 1981. Weiter geht es mit einem Auftritt ´82 in Hammersmith und wieder ein Jahr später in Dortmund. Alle Konzertmitschnitte wurden natürlich nachbearbeitet und für die Zeit, in der die Aufnahmen entstanden, ist dies wirklich gut gelungen. Sehr stimmungsvoll natürlich auch, das Ganze. Mit dabei Hymnen wie „Wrathchild“, „Transylvania“, „Iron Maiden“, „Numer Of The Beast“ oder „Run To The Hills“. Diese drei Konzerte stellen ein MUSS für jeden Maiden Fan der ersten Stunde dar.

Wir sind erst bei der Halbzeit angelangt. Gehen wir zur zweiten DVD über, die sich der Geschichte der Jungfrauen widmet. Der wichtigste Punkt auf DVD 2 ist die Dokumentation „The Early Days“, die in 90 Minuten ganz persönliche Eindrücke und Erfahrungen aller bisherigen Maiden Musiker schildert und mit persönlichen Erzählungen übersäht ist. Man beginnt mit der Gründung 1975 und geht bis 1983. Die frühen Tage waren kein Zuckerlecken, das beweisen so manche wüsten Erzählungen samt Bildmaterial. Und Bandmitglieder wurden gewechselt wie Unterhosen. Die Dokumentation fällt mitreißend aus und versetzt einem regelrecht in die „gute alte Zeit... Normaler Job, als Hobby die Band, am Wochenende 300 km für einen Gig fahren, im tiefsten Winter im Auto übernachten und Tags darauf natürlich wieder in die Arbeit…

Weiters auf DVD 2: Ein legendärer Amateur-Mitschnitt mit einer Handkamera, direkt aus dem Publikum aufgenommen, vom Konzert in Ruskin im Jahre Schnee. Dazu alle Video-Clips, die im Zeitraum dieser History entstanden, also „Women In Uniform“, „Run To The Hills“, „The Numer Of The Beat, The Trooper“ und „Flight Of Icarus“. Plus die ersten TV Auftritte wie “Pop Of The Pops”, ein Haufen Fotos, Tour Programme und und und.

Fazit: Eine Doppel DVD, die es in sich hat und wirklich mit sehr viel Aufwand und Verliebtheit zum Detail produziert wurde. Ein MUSS. Und eine schöne Gelegenheit, um wirklich alles über die Entstehungsgeschichte von Iron Maiden zu erfahren und Konzertmaterial zu genießen, welches das Flair der frühen Achtziger bei einem kühlen Bier in die Wohnzimmer bringt.
Up The Irons!
www.ironmaiden.com
Dominik

CDs

BONEHOUSE – The Fuse Is Lit (Soulfood/Sony)
Bonehouse kommen aus Deutschland, genauer gesagt aus Kiel und existieren schon seit 1993. Veröffentlicht haben sie im Laufe der Jahre einiges an Demos, LPs und... jetzt eben vorliegendes Werk. Darauf versuchen sie, uns mit ihren Hardcore-Kompositionen zu überzeugen und ich muss sagen, es gelingt ihnen ganz gut. Insgesamt haben es 14 Nummern auf das neue Album geschafft. Auch an Spaß fehlt es nicht, lassen sie zum Song „Bill Gates Is The Antichrist“ ihre Wut auf einen der reichsten und sicher unbeliebtesten Personen der Welt raus. Dazu gibt’s auch sehr kultige Shirts und eine witzige Zeichnung im Booklet. Zurück zur Mucke: Die Band variert geschickt ihren HC mit Punk- und melodiösen Einflüssen, die Songs sind sehr abwechslungs- und einfallsreich ausgefallen. Core-Jünger sollten das Teil antesten!
www.bonehouse.de
Dominik


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