WEEPING BIRTH - A Painting Of Raven And Rape (TwoFatMen/Twilight)
Bei WEEPING BIRTH handelt es um eines der zahlreichen Projekte eines
arbeitssüchtigen Schweizers mit Namen Vladimir Cochet. Zwar starte
der Mann dieses Projekt bereits 1999, doch auf Grund diverser Probleme
dauerte es recht lange bis „A Painting Of Raven And Rape“ fertig
gestellt werden konnte. Darauf präsentiert uns Vladimir eine recht
eigenwillige Mischung aus rasendem Death Metal, symphonischen Elementen
und jeder Menge ketzerischem Schwarzmetall. Er schafft es so zwar immer
wieder für düstere Atmosphäre und Abwechslung zu sorgen,
kann aber vor allem in den High-Speed-Passagen, die den Großteil
der Kompositionen beherrschen, nicht wirklich überzeugen. Als störend
wirkt sich auf „A Painting Of Raven And Rape” nämlich
die Tatsache aus, dass lediglich ein Computer für die Drums gesorgt
hat. Dadurch wirkt der Sound des Schlagzeugs sehr klinisch und unnatürlich
und, was noch schlimmer ist, die Geschwindigkeit harmoniert in manchen
Passagen nicht unbedingt mit jener der Gitarren. Vielleicht täte
Vladimir gut daran, für zukünftige Projekte auf einen Drummer
aus Fleisch und Blut zurückzugreifen (oder er lässt´s überhaupt
bleiben... Andi).
Walter
UNHOLY MATRIMONY – Misology (Melancholia
Records/Twilight)
Und nochmals hat sich Vladimir Cochet (nau geh... Andi), der im „Hauptberuf“ Student
der Philosophie ist (warum überrascht uns das jetzt nicht sonderlich?
Andi), mit einem Solo-Projekt in der Historie des Metalls verewigt. Unter
dem Banner UNHOLY MATRIMONY hat er ein in acht Teile gegliedertes Werk
namens „Misology“ im Alleingang nicht nur eingespielt und
produziert, sondern auch sämtliche anderen Arbeiten, wie das Erstellen
des Layouts, ohne fremde Hilfe erledigt. Hut ab erst mal, vor so einer
Leistung (jetzt such ma aber schon mit G´walt was Positives, hm,
Herr Kollege?! Andi). Was die Musik betrifft, dominiert der Black Metal
der alten schule, wobei aber durch zahlreiche Keyboard-Passagen gelungene Übergänge
und Melodien in den Sound integriert wurden, um nicht in planloser Raserei
zu enden. Leider harmoniert aber auch auf dieser Scheibe der Drumcomputer
nicht wirklich optimal mit den anderen Instrumenten. Auf „Misology“ hat
sich Vladimir diesbezüglich leider ein wenig im Sound vergriffen,
denn mitunter klingt das „Schlagzeug“ ganz und gar nicht
nach einem solchen. Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen und bei
aller Liebe zur modernen Technik: Ein „Kasterl“ wird NIE
dazu im Stande sein, einen richtigen Schlagzeuger zu ersetzen.
Walter
AGONY OF DECEIT – Affliction (TwoFatMen/Twilight)
Betrogen, im Sinne des Bandnamens, wird bei AGONY OF DECEIT definitiv
niemand; in Agonie verfallen dagegen dürften wohl nervenschwächere
Mitmenschen (wie ich nach Lektüre Deiner Reviews... Andi).„Affliction“ ist
nämlich ein recht deftiges Stück Thrash Metal geworden. Ganze
13 Songs hat das Quintett aus Seattle auf seinem Debüt verewigt,
bei denen dem Zuhörer keine Verschnaufpausen gegönnt werden.
Sogar die Instrumentaltracks „Entranched“ und „Pacifist“ fallen
sehr brutal aus und sind nicht wirklich zur Regeneration zu gebrauchen.
Die Amis dürften wohl Fans ihrer Landsleute von DARK ANGEL sein,
genauso aber auch brutalen Stoff aus der Bay Area zu schätzen wissen
und, wie manche Riffs nachhaltig beweisen, auch ein Faible für PANTERA
zur „Vulgar Display Of Power“-Phase haben. Mit anderen
Worten, AGONY OF DECEIT vereinen sämtliche Trademarks des Thrash
Metal und sollten in diesem Genre zu den heißesten Newcomern gezählt
werden!
Walter
ANCALAGON - First Age....Entering Legenda (Nihil Voices/Twilight)
Auch dieser Bandname stammt aus der Phantasiewelt des JRR Tolkien. ANCALAGON
lautet der Name des Mächtigsten der schwarzen Drachen, die als eine
der letzten Waffen von Morgoth eingesetzt wurden und bedeutet wörtlich übersetzt „schneller
Kiefer“, was sich Sänger Ajrarn offenbar zu Herzen genommen
haben dürfte, da er, ebenso wie seine Mitstreiter, immer wieder
recht hurtig zu Werke geht (bist du gelähmt... Andi). Die vier Franzosen
haben ihre Musik ähnlich schwarz gefärbt, wie es der Drache
selbst gewesen sein dürfte (Oida... Andi). Dabei verstehen es die
Herrschaften aber auch ungemein gut, Atmosphäre zu erschaffen und
Spannung aufzubauen. „First Age…Entering Legenda“ könnte
bei Verwendung von Sprachtexten auch durchaus als Soundtrack durchgehen.
Ein solcher würde sich geradezu anbieten, da auch die Texte von
Meister Tolkien inspiriert sind. Da dies aber nicht der Fall ist,
bleibt eine spannende Black Metal Scheibe, bei der sich Geschwindigkeit,
Brutalität und gefühlvolle, akustische Zwischenspiele, intoniert
mit Akustikgitarren und einem Klavier, abwechseln.
Walter
BETZEFER - New Hate (TwoFatMen/Twilight)
Der so genannte „Zeitgeist“ hat offensichtlich auch in Israel
seine Spuren hinterlassen. Besonders jene vier Herrschaften, die seit
1998 unter dem Namen BETZEFER zusammen musizieren, dürften einen
ordentlichen „Streifschuss“ davon abbekommen haben. Nach
einer Mini-CD im Jahre 2000 und ihrer ersten vollständigen Veröffentlichung
mit dem Titel „Some Tits, But No Bush“ (ein Schelm, wer Böses
denkt!) wurde im letzten Jahr mit „New Hate“ eine weitere
Mini-CD fertig gestellt. Dabei orientieren sich die Israelis recht deutlich
in Richtung der Vereinigten Staaten, oder besser gesagt, an der dort
gerade „angesagten“ Musik. In den knapp 22 Minuten Spielzeit
wird reichlich Druck gemacht, wobei Elemente des Hardcore genauso zu
vernehmen sind, wie KORN-mäßige Dynamik-Spielereien. „New
Hate“ ist ein bunter Eintopf sämtlicher aktueller (Ab)Arten
des Metals geworden, den uns BETZEFER zwar sehr energisch, aber noch
zu wenig eigenständig schmackhaft machen wollen.
Walter
DISGUISE - Human Primordial Instinct (TwoFatMen/Twilight)
Die italienischen Corpsepaint-Fetischisten von DISGUISE machen es dem
Hörer wahrlich nicht einfach. Generell dominiert der reißerische
Black Metal im Stile alter MARDUK oder DARK FUNERAL, wobei Sänger
Vastator Mentis abwechselnd kräht, keift oder grunzt.
So weit, so gut, allerdings können es sich die Italiener auf „Human
Primordial Instinct“ nicht verkneifen auf atmosphärische Keyboard-Passagen
zu verzichten. Da diese jedoch teilweise sehr langatmig geworden sind
und dadurch weder die nötige Abwechslung bringen, noch Atmosphäre
zu erzeugen im Stande sind, hofft der Hörer eher darauf, dass es
gleich wieder in ordentlichem Tempo zur Sache geht. Noch ist nicht alles
Schwefel, ähem, Gold, was DISGUISE angreifen, aber die Basis für
kommende „Höllen-Kommandos“ ist auf jeden Fall vorhanden,
vorausgesetzt der Einsatz des Keyboards wird reduziert.
Walter
FALLING SILENCE - Dog´s Life (VideoRadio/Twilight)
“
Crossover”, ein mittlerweile eher in die Jahre gekommener Begriff,
trifft als Bezeichnung für die Musik auf „Dog´s Life“ am
Ehesten zu. Das Quartett aus der Schweiz hat mit Lore noch dazu eine
Dame in ihren Reihen, deren Stimme in den härteren Gesangspassagen
an Sandra Nasic von den GUANO APES erinnert, die auch musikalisch ähnlich
zur Sache gehen. Was würde also gegen einen ähnlichen Erfolg
sprechen, den die GUANO APES seit einigen Jahren verbuchen können?
Zum einen wohl die Tatsache, dass der Grossteil der 15 Songs noch nicht
die nötige „Reife“ aufweist; sprich es fehlen die zwingenden,
mitreißenden Melodien, die aus einem Song einen „Hit“ machen. Zum
anderen hat es eventuell auch damit zu tun, dass FALLING SILENCE eben
doch nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort und bei der richtigen
Plattenfirma unter Vertrag waren, aber das ist eine ganz andere Geschichte.
Walter
MALEFICENTIA - Under The Banner Of Suffering (Melancholia Records/Twilight)
Irgendwo in der Schnittmenge der berührenden Atmosphäre von
symphonischem Black Metal und der opulenten Schönheit des Gothic
Metal gibt es immer wieder interessante Bands zu entdecken (das hast
Du aber schön gesagt... Andi). Exakt dort kann man auch die Franzosen
MALEFICENTIA antreffen. Auf „Under The Banner Of Suffering“ ist
es dem Sextett nämlich gelungen diese beiden Stilformen perfekt
zu kombinieren. Zugegeben, es dominiert die Schwärze, doch Songs
wie „Gods Of Lankhmar“ oder „The Ethereal Legion“ verlangen
förmlich nach Elfengesang um noch ein wenig atmosphärischer
zu klingen. Fast schon verträumte, zugleich aber auch ergreifende
Keyboardpassagen werden von heftigen Riffattacken abgelöst, wobei
aber die gnadenlos ketzerisch klingende Stimme von Daevhorn zu den letztgenannten
wesentlich besser passt. Um Breaks und Blastbeats ist die Band ebenfalls
nicht verlegen und weiß auch diesbezüglich zu gefallen. Als „reine“ Black
Metal Formation dürfen MALEFICENTIA aber keineswegs betrachtet werden,
denn dazu sind sie schlicht nicht primitiv genug. Und wer weiß,
vielleicht folgt ja auf der nächsten Veröffentlichung schon
das eine oder andere Gesangsexperiment mit einer Dame, die mir persönlich
auf diesem Album fehlt.
Walter
MONOLITHE – I (Appease Me/Twilight)
Der Bandname und auch der Titel des einzigen, wenn auch 52 (!!) Minuten
dauernden, Songs lauten MONOLITHE. Einem Monolith gleicht auch die auf
dieser Scheibe enthaltene Musik. Basierend auf hoffnungslos anmutenden
Riffs zaubert das französische Quintett auf ihrem Debut einen Sound,
der die Zuhörer zwischen Melancholie, Resignation und Trostlosigkeit
hin- und herpendeln lässt. Immer wieder weiß die Band den
Hörer mittels atmosphärischer Parts einzulullen, um ihn danach
von mächtig trägen Doom-Gitarren noch weiter in seine Hoffnungslosigkeit
zu treiben. Kurz: Die Musik von MONOLITH ist zum Sterben schön und
für nicht völlig depressive Zeitgenossen bestimmt ein feines
Werk zum Entspannen geworden. Der Genussspecht in mir empfiehlt
dazu schweren Rotwein. Aber Vorsicht, auf Grund der Länge des Songs,
sollte die Größe des Glases vorher gut durchdacht werden!!
Walter
M.T.F. – Wreckage (TwoFatMen/Twilight)
Trotz des recht eigenwilligen, eher an Hardcore oder Punk erinnernden,
Bandnamen M.T.F. haben diese vier Amis mit derlei Musik nichts am Hut.
Die neun Songs demonstrieren eher die Vorliebe des Quartetts für „modernen“ Thrash
Metal. Während der eher rumpelige Opener „Blood In Black & White“ mit
deutlicher PANTERA-Schlagseite daherkommt, ist vor allem in den melodiöseren
Kompositionen der Einfluss der NYC-Thrash-Kings ANTHRAX nicht zu überhören,
wobei in diesem Fall aber die groove-betonte Phase seit dem Einstieg
von John Bush gemeint ist. Trotz aller Anleihen verfügen M.T.F. – fragt
mich bitte nicht, was die Abkürzung bedeuten soll – aber über
genug Eigenständigkeit um nicht als Plagiat einer der genannten
Referenzbands bezeichnet werden zu müssen. Vor allem Sänger
Robert Maeder weiß mit seiner rauen, aber zu keinem Zeitpunkt unkontrollierten,
Stimme zu überzeugen. Schließlich ist er es auch, der die
melodiösen Parts zu wahren Leckerbissen veredelt und „Wreckage“ für
alle Thrasher interessant machen sollte.
Walter
STRAAHSA / NUMEROR - Split-CD (Melancholia Records/Twilight)
Den Anfang dieser Split-CD, die zwei recht interessante Newcomer-Acts
der französischen Metal-Szene vorstellt, machen STRAAHSA mit einem
siebenteiligen Konzeptwerk über „Varg The Seafarer“ (utzelglutzel,
Andi). Wie der Titel vermuten lässt, handelt es sich um dezent folkloristisch
angehauchten Viking Metal, den uns Bandleader Lord Barth und sein Kompagnon
Emperor Xaelis hier kredenzen. Die Umsetzung des lyrischen Konzepts kann
als durchaus gelungen bezeichnet werden, der Sound lässt dagegen
sehr zu wünschen übrig, denn eine Vielzahl der kompositorischen
Ideen geht leider im undifferenzierten Klangbrei unter. Anschließend
folgen NUMENOR, ein Projekt eines Musikers namens N. Sandoval, der auch
schon bei den Arrangements für STRAASHA seine Finger im Spiel hatte.
Die vier Songs überzeugen zwar durch musikalische Abwechslung, klingen
aber doch zu verworren, um einigermaßen nachvollziehbar zu sein.
NUMENOR erinnern ein wenig an VINTERSORG, ohne jedoch deren musikalische
Klasse zu erreichen, aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Walter
PROZACK STAPLE - The Calm Behind The Chaos (TwoFatMen/Twilight)
Von „Calm“ kann auf dieser Scheibe keine Rede sein, aber
auch „Chaos“ ist nicht der richtige Ausdruck für die
Musik des Quartetts von der amerikanischen Nordwestküste. Auf „The
Calm Behind The Chaos” regiert in erster Linie Emotionalität.
Der Grossteil der elf Songs basiert auf recht abgedrehtem Riffing, das
unterstützt vom dynamischen Spiel der Rhytmusfraktion durchaus zu
gefallen weiß. Über all dem thront aber Sänger Nate Thomas,
der mit seiner ungemein ausdruckstarken Stimme auch Vergleiche zum ehemaligen
ALICE ÌN CHAINS-Frontmann Layne Stayley oder zu TOOL-Barden Maynard
Keenan nicht zu scheuen braucht. Man spürt förmlich wie Nate
bei jeder Silbe sein Innerstes preisgibt. Aus all diesen Zutaten
ergibt sich eine gefällige Mischung aus harten, modernen Sounds
die in den Staaten auch einschlägigen Konzertveranstaltern nicht
verborgen blieb. So hatten PROZACK STAPLE bereits die Chance auf einigen
Konzerten unter der Obhut von „Jägermeister“ aufzutreten.
Ich bin ziemlich sicher, dass wir auch in unseren Breiten noch einiges
von dieser Band zu hören bekommen.
Walter
SHRINE OF SCARS - Violence Is The Answer (Disfigured Records/Twilight)
Im Infozettel der Plattenfirma werden als Vergleich das Frühwerk
von KREATOR, DARK ANGEL und VIKING herangezogen, womit der Verfasser
jener Zeilen verdammt Recht hat. Auch SHRINE OF SCARS aus Kalifornien
haben sich dem derben Thrash Metal verschrieben und wissen dabei zu gefallen.
Zwar existiert die Band in der aktuellen Besetzung erst seit 2002, doch
einige Musiker waren bereits zuvor unter dem Namen THIRSTY FOR BLOOD
aktiv und konnten sich in der Heimat einen guten Ruf erspielen, was offenbar
vor allem auf die Live-Shows der Amis zurückzuführen ist, die
mit jeder Menge „Beiwerk“ wie Feuer und Kunstblut aufgefettet
waren. „Violence Is The Answer“ überzeugt in erster
Linie durch brutales Riffing, mächtige Double-Bass-Attacken und
der zur Musik passenden deftigen Stimme von David Leyva, der auch für
die Death Metal Anteile verantwortlich zeichnet. Die lyrischen Ergüsse
sind zwar nicht gerade lebensbejahend, aber derlei musikalischen Brutalitäten
bedürfen geradezu ebensolcher Texte. Wer sich ein Werk im
Stil der genannten Formation zulegen möchte, ist hier bestens beraten.
Walter
DVD
IRON MAIDEN – The Early Days Part I (EMI)
Iron Maiden braucht man ja wirklich niemanden
vorstellen (Super Einleitung... Andi). Vor genau 25 Jahren unterschrieben
sie ihren ersten Plattenvertrag und das ist natürlich ein Grund zum
Feiern! Daher präsentieren den ersten Teil der unvergleichlichen
Iron Maiden History in Form einer Doppel DVD, die sich nur gewaschen hat.
Mit dieser hat man die Möglichkeit, die Band bei ihren ersten Gigs
und ersten Tourneen zu beobachten und das ganze in einer Bildqualität,
die ganz in Ordnung ist. Aber alles der Reihe nach.
Beginnen wir mit der ersten DVD, die ganz unter dem
Thema „Iron Maiden Live“ steht. Geboten werden ganz rare Konzertmitschnitte.
Mit dabei der erste offizielle Konzertmitschnitt in der Geschichte der
Band und zwar Live At The Rainbow 1981. Weiter geht es mit einem Auftritt
´82 in Hammersmith und wieder ein Jahr später in Dortmund.
Alle Konzertmitschnitte wurden natürlich nachbearbeitet und für
die Zeit, in der die Aufnahmen entstanden, ist dies wirklich gut gelungen.
Sehr stimmungsvoll natürlich auch, das Ganze. Mit dabei Hymnen wie
„Wrathchild“, „Transylvania“, „Iron Maiden“,
„Numer Of The Beast“ oder „Run To The Hills“.
Diese drei Konzerte stellen ein MUSS für jeden Maiden Fan der ersten
Stunde dar.
Wir sind erst bei der Halbzeit angelangt. Gehen wir
zur zweiten DVD über, die sich der Geschichte der Jungfrauen widmet.
Der wichtigste Punkt auf DVD 2 ist die Dokumentation „The Early
Days“, die in 90 Minuten ganz persönliche Eindrücke und
Erfahrungen aller bisherigen Maiden Musiker schildert und mit persönlichen
Erzählungen übersäht ist. Man beginnt mit der Gründung
1975 und geht bis 1983. Die frühen Tage waren kein Zuckerlecken,
das beweisen so manche wüsten Erzählungen samt Bildmaterial.
Und Bandmitglieder wurden gewechselt wie Unterhosen. Die Dokumentation
fällt mitreißend aus und versetzt einem regelrecht in die „gute
alte Zeit... Normaler Job, als Hobby die Band, am Wochenende 300 km für
einen Gig fahren, im tiefsten Winter im Auto übernachten und Tags
darauf natürlich wieder in die Arbeit…
Weiters auf DVD 2: Ein legendärer Amateur-Mitschnitt
mit einer Handkamera, direkt aus dem Publikum aufgenommen, vom Konzert
in Ruskin im Jahre Schnee. Dazu alle Video-Clips, die im Zeitraum dieser
History entstanden, also „Women In Uniform“, „Run To
The Hills“, „The Numer Of The Beat, The Trooper“ und
„Flight Of Icarus“. Plus die ersten TV Auftritte wie “Pop
Of The Pops”, ein Haufen Fotos, Tour Programme und und und.
Fazit: Eine Doppel DVD, die es in sich hat und wirklich
mit sehr viel Aufwand und Verliebtheit zum Detail produziert wurde. Ein
MUSS. Und eine schöne Gelegenheit, um wirklich alles über die
Entstehungsgeschichte von Iron Maiden zu erfahren und Konzertmaterial
zu genießen, welches das Flair der frühen Achtziger bei einem
kühlen Bier in die Wohnzimmer bringt.
Up The Irons!
www.ironmaiden.com
Dominik
CDs
BONEHOUSE – The Fuse Is Lit (Soulfood/Sony) Bonehouse kommen aus Deutschland, genauer gesagt
aus Kiel und existieren schon seit 1993. Veröffentlicht haben sie im
Laufe der Jahre einiges an Demos, LPs und... jetzt eben vorliegendes Werk.
Darauf versuchen sie, uns mit ihren Hardcore-Kompositionen zu überzeugen
und ich muss sagen, es gelingt ihnen ganz gut. Insgesamt haben es 14 Nummern
auf das neue Album geschafft. Auch an Spaß fehlt es nicht, lassen
sie zum Song „Bill Gates Is The Antichrist“ ihre Wut auf einen
der reichsten und sicher unbeliebtesten Personen der Welt raus. Dazu gibt’s
auch sehr kultige Shirts und eine witzige Zeichnung im Booklet. Zurück
zur Mucke: Die Band variert geschickt ihren HC mit Punk- und melodiösen
Einflüssen, die Songs sind sehr abwechslungs- und einfallsreich ausgefallen.
Core-Jünger sollten das Teil antesten!
www.bonehouse.de
Dominik |