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Oktober 2004

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STEEL DAWN - Demo CD (Eigenproduktion)
STEEL DAWN stammen aus Frankfurt/Main und existieren bereits seit Anfang der 90er Jahre. Im Jahre 1994 kam es zu einer Vertragsunterzeichnung beim seinerzeit recht umtriebigen Label Long Island Records. Im selben Jahr wurde auch das Debüt der Band namens „Mirror Images“, mit niemand Geringerem als JADED HEART- Frontmann Michael Bormann am Produzenten-Sessel eingespielt und veröffentlicht. Leider ging auch diese Plattenfirma alsbald den berüchtigten Bach hinunter und mit ihr auch die Pläne für die Veröffentlichung eines weiteren, bereits aufgenommenen Albums. Aber STEEL DAWN haben sich nicht unterkriegen lassen und sind in einer runderneuerten Besetzung seit dem Jahre 2000 wieder voll aktiv. Abermals mit Herrn Bormann wurden in der aktuellen Besetzung auch die vier Songs der vorliegenden Demo-CD eingespielt. Der Opener „Shadow Games“, ein gnadenloser Ohrwurm, zeigt uns deutlich, dass die Moderne keinerlei Einfluss beim Songwriting hatte. Die Herrschaften sind viel eher im melodiösen Heavyrock beheimatet, wie er uns zwar bereits seit gut 20 Jahren bekannt ist, wir ihn aber auch seit genauso langer Zeit zu schätzen wissen. Irgendwo in der Schnittmenge älterer PRETTY MAIDS -  vor allem die Hymne „The Headbangers Ball“ klingt nach den Dänen - oder der Frühphase von PINK CREAM 69 lassen sich die Kompositionen von STEEL DAWN einordnen. Die abschließende Halbballade „Burning Bridges“ hätten auch Bands wie WHITE LION seinerzeit nicht besser hinbekommen, weshalb die vorliegende Scheibe auch uneingeschränkt für Fans genannter Stilrichtung zu empfehlen ist. www.steeldawn.de
Walter
 
 
NERONIA – Nerotica (Eigenproduktion)
Bei NERONIA handelt es sich um die Nachfolgeband der Proggies ULYSSES, deren einziges Album „Neronia“ im Jahre 1993 vom Erfolgsduo Karl Groom und Clive Nolan produziert wurde. Heutzutage scheint wohl das Budget ein wenig geringer zu sein, denn „Nerotica“ wurde in Eigenregie eingespielt. Auffällig ist vor allem die Gitarrenarbeit von Mirko Rudnik, der zwar immer wieder brillante Soli einstreut, es jedoch gekonnt vermeidet, in reine Griffbrettwichserei zu verfallen. Die neun Songs lassen sich grob zwischen Prog und Melodic Rock einordnen, wobei leider mit Ausnahme von „Fast Way“ ein wenig darauf vergessen wurde, so etwas wie zwingende Melodien in die Songs einfließen zu lassen. Genau darin sehe ich auch das größte Problem für die Band: Der Melodic Rocker wird sich wohl an den mangelnden Hooks stoßen, während die Prog-Fraktion das Songmaterial eher zu wenig abgedreht finden wird. Mit „Nerotica“ sitzen NERONIA offensichtlich genau zwischen den Stühlen, was allerdings einen hohen Wiedererkennungswert und die damit verbundene Einzigartigkeit der Band mit sich bringt. www.neronia.org
Walter
 
 
RAISING FEAR – Promo 2003 (Eigenproduktion)
Bandnamen lassen sehr häufig bereits erste Rückschlüsse auf den Stil einer Band zu. Auch im Falle der Italiener RAISING FEAR bewahrheitet sich diese Theorie wieder einmal. Power Metal, und zwar in schwer US-amerikanischer Prägung, ist es, den uns das Quintett in seinen fünf Songs offeriert. Die Formation besteht aus nicht ganz unbekannten Musiker, so sind (waren?) Gitarrist Yorick und Bassist Frana bei HELREIDH aktiv, während Sänger Rob Della Frera bei den ebenfalls schwer US-Power Metal-lastigen DEADLINE das Mikro schwang. Musikalisch ist also geklärt, womit es der Interessent zu tun bekommt. Was die Texte betrifft, haben sich die Italiener auf geschichtlich-mythologische Themen spezialisiert (mal ganz was Neues... Andi). Der Opener „Gilgamesh“ basiert auf dem gleichnamigen sumerischen Epos, während das folgendene „Theseus“ von eben jenem Griechen handelt, der den Minotaurus besiegen konnte. „Morgana“ handelt nicht etwa von schwedischen Schluckspechten, sondern von der Halbschwester von König Arthus und wurde mit einem monströsen Kanongesang zu Beginn des Stückes ausgestattet. „Amon Ra“ wiederum war bekanntlich der Sonnengott der alten Ägypter und „Phoenix“ ist ohnehin der mittlerweile häufigst besungene Vogel der Geschicht (bist du gelähmt... Andi). Als einziger Kritikpunkt einer wahrlich feinen Scheibe bleibt eigentlich nur der Sound, der vor allem was die Drums betrifft eine Ecke druckvoller hätte ausfallen können.  Ansonsten aber beide Daumen gen Himmel gereckt für RAISING FEAR. www.raisingfear.com  (noch nicht fertig gestellt)
Walter
 
 
MORNING – Inside (Eigenproduktion)
Als „Dream Metal“ bezeichnet diese niederländische Band ihren Stil und trifft damit den Nagel ziemlich exakt auf den Kopf. Basierend auf gothisch anmutenden Kompositionen, deren Atmosphäre in erster Linie von Keyboarder Stijn Bannier aufgebaut werden, verquickt das Sextett allerlei Einflüsse des Pop mit dezenten Anleihen aus dem Metal-Bereich. Nicht zuletzt durch die einfühlsame Stimme von Frontfräulein Saskia Van Heugten drängen sich Vergleiche zu anderen niederländischen Formationen regelrecht auf. In den stilleren Momenten, derer es nicht wenige auf „Inside“ gibt, fallen mir THE GATHERING ein, während die metallisch dröhnenden Gitarren eher an ORPHANAGE erinnern. Genau daran stoße ich mich aber ein wenig, denn die Gitarren klingen in manchen Passagen einfach zu heftig um sich in das Gesamtbild einzufügen. Auf das branchenübliche Wechselspiel am Mikro wird verzichtet, was sich bei einer Stimme, wie jener von Saskia, aber auch als unnötig herausstellen würde. Musik für die Seele sozusagen, wenn auch gleich noch nicht ganz so harmonisch um in Träumen zu schwelgen. „Inside“ ist für € 10,- über die Homepage zu beziehen. www.morning.nl
Walter
 
 
 
EVERLOUD – Same (Eigenproduktion)
„ En-Dessous“, der Opener dieser Scheibe, erinnert vom Aufbau an Thrash Metal der technisch ausgefeilten Machart. Vor allem die immer wieder eingestreuten Breaks machen aus dieser Komposition ein Stück Musik mit sehr hohem Wiedererkennungswert. Nach dazu, wo es die Franzosen, so wie zahlreiche ihrer musizierenden Landsleute, bevorzugen, in der Muttersprache vorzutragen. Beim folgenden „Les Pilleurs“ werden dann erstmals Erinnerungen an die guten alten IRON MAIDEN deutlich, was vor allem auf die Gitarrenarbeit zutrifft. Auch das folgende „La Colère De Nyarlatothep“ fällt im Vergleich zu den vorherigen Songs nicht ab, abermals überzeugen die Franzosen mit exquisiter Gitarrenarbeit. Höhepunkt der Angelegenheit ist aber das mehr als nur anspruchsvolle „Prophétie“, das zwar weniger heftig ausfällt, aber beweist, wie weit diese Band bereits in Sachen Songwriting ist und Kompositionskunst bereits ist.  Da scheint ein sehr interessanter Act heranzureifen... www.everloud.com
Walter
 
 
PARADICE - Sex, Lipstick & Rock´N´Roll (Eigenproduktion)
Es ist schon ein wenig merkwürdig (was Du so schreibst, haha, Andi), wenn in einer Band mit Frontdame eben diese wohl die geringste Menge Make-Up aufträgt. Was soll´ s, Optik und Image passen perfekt zur vorgetragenen Musik. Diese erinnert an eine Mischung aus FASTER PUSSYCAT, POISON, alten MÖTLEY CRÜE (das klingt alles wie eine ganz, ganz schlimme Drohung... Andi) und den restlichen Combos, die uns vor zig Jahren mit ähnlich gestaltetem harten Rock (hart? Andi) das Leben zu versüßen versuchten. Magdalena, so der Name der Sängerin, fügt sich mit ihrer „dreckigen“ Stimme, die als Nina C. Alice in „Light-Version“ – im Sinne von nicht ganz so rau -  durchgehen könnte, perfekt ins Gesamtbild ein. Die Schweden kümmern sich einen feuchten Kehricht darum, wie angesagt ihre Musik im Moment gerade ist. Schon allein diese Tatsache macht die Band sympathisch. Ihr Handwerk versteht die Dame genau so wie die Herren in der Band, weshalb die ohnehin nicht gerade in einer Veröffentlichungsflut unterzugehen drohenden Anhänger der oben genannten Formationen mit dem Erwerb dieser Scheibe ihre Sammlung bereichern können. www.paradice.tk
Walter
 
 
 
NOCTA - Come Out Wherever You Are! (Eigenproduktion)
Mit einem markigen „Welcome You Metal Worshipers“ begrüßt uns die Webpage der griechischen Band NOCTA. Ehrlich gesagt wird man dadurch eher ein wenig fehlgeleitet, denn mit dem erwarteten True Metal haben die 4 Songs dieser CD sehr wenig am Hut. Viel eher wird dem Zuhörer Song für Song klar, dass die Griechen zahlreiche Einflüsse aus den 70er und 80er Jahren zu einer sehr eigenwilligen, ja fast schon obskuren Melange verarbeiten. Der Opener „Wicked Woman“ hätte auch als BLACK SABBATH-Song der OZZY-Ära durchgehen können, während Sänger Stavros J. in „Beam Of Light“, einem weiteren eher klassisch orientierten Rocksong, die Querflöte ausgepackt, was unweigerlich an JETHRO TULL erinnert. Die doppelläufigen Gitarrenspielereien der Herren Ares und Kostas versprühen ein wenig den Charme von raueren THIN LIZZY, was aber kein Novum in der Szene mehr darstellt. Dazu gesellen sich aber nicht nur Elemente aus dem Heavy Rock der 80er, sondern auch eine Menge Anleihen aus dem traditionellen Metal. „Come Out Wherever You Are!“ ist somit eine sehr abwechslungsreiche Zeitreise in die Historie der Rockmusik geworden, wobei der Metal-Anteil aber doch so groß ist, dass die Begrüßungsworte der Webpage doch wieder Sinn machen…. www.nocta.org
Walter
 
 
NAMELESS CRIME – Same (Nocturnal Music)
Die Gründung dieser italienischen Band liegt zwar erst sechs Jahre zurück, dennoch ist der Bandname in Underground-Kreisen bereits durchaus bekannt und geschätzt. Der Grund dafür liegt in erster Linie an einer bereits vor drei Jahren veröffentlichten Demo-CD, die einen sehr positiven Eindruck hinterlassen hatte; klang der Silberling doch stark nach JAG PANZER und ähnlich tönenden Formationen. Mit dieser, ebenfalls selbstbetitelten CD liefern NAMELESS CRIME nun also ihre erste vollständige Scheibe ab, auf der aber recht schnell  deutlich wird, dass sich die Band vom Power Metal der Vergangenheit einigermaßen verabschiedet hat. Der Großteil der Kompositionen klingt viel eher nach dezentem Thrash Metal, was vor allem an den harschen Riffs aus der Feder des ehemaligen LANDGUARD-Gitarristen Marco Ruggiero liegen dürfte. Aber keine Angst, NAMELESS CRIME gehen zwar einigermaßen heftiger ans Werk als vor drei Jahren, schaffen es aber dennoch problemlos mit melodiösen Hooks und grandiosen Melodiebögen aufzuwarten. Auch Sänger Fabio Manda vermag seine variable Stimme im richtigen Moment einzusetzen und veredelt so die Songs.  Macht in Summe eine ausgewogene Mischung aus Melodien, Thrash und Power Metal. Bei Interesse versucht es am besten direkt über die Band, da von Nocturnal Music keine Kontaktadresse in Erfahrung zu bringen war. www.namelesscrime.com
Walter
 
 
MORTAL TERROR - We Set Your Thoughts On Fire (Eigenproduktion)
Ob da nicht noch viel mehr in absoluter Brandgefahr ist?  Nicht nur die Gedanken werden von dieser CD entflammt, auch die Musikabspielgeräte, welcher Form auch immer, werden mehr als nur „heiß“ laufen. Die deutsche Underground-Institution MORTAL TERROR, die seit den späten 80er Jahren immerhin schon sechs Demotapes, zwei EPs bzw. zwei CDs veröffentlicht hat, überzeugt auch auf ihrem aktuellsten Werk mit heftigsten Klängen und „brennenden“ Gitarrenläufen. Wer sich eine Mischung aus Thrash Metal amerikanischer Prägung, dezenten Death Metal-Anleihen und einer gehörigen Portion Groove, sowie Rock´n´Roll der MOTÖRHEAD-Schule vorstellen kann, der/die weiß, welch´ „brandgefährliche“ Mischung ihn erwartet.  In diesem Sinne: Lasst euch entflammen, so lange der Thrash Metal von MORTAL TERROR heiß ist und ruft gegebenenfalls gleich die Feuerwehr (und den Notarzt für Dich)... Für € 12,50 bekommt ihr brandgefährlichen Stoff frei Haus geliefert. www.mortalterror.de
Walter
 
 
HANK - What´s Up? (TTS / Al!ve)
„ What´s Up?“ fragen mich Band und das nicht gerade gepflegt wirkende Maülchen, das sich mir beim Anblick des Covers bietet.  Na, was wohl? Nach der Einfuhr dieser CD sollte ich in bester Party-Stimmung sein. Die drei Herrschaften, die allesamt „Hank“ als Vornamen ihrer Pseudonyme gewählt haben, spielen sehr punkigen, harten Rock, der jede Fete auf Vordermann bringen sollte. Ähnlich wie bei ihren Landsleuten von THE TRACEELORDS werden auch hier Anleihen aus sämtlichen Subgenres vom sleazigen Glamrock bis hin zum Hardrock „geborgt“. Der Grossteil der Songs läuft allerdings innerhalb kurzer Zeit ein wenig an mir vorüber und auch die zwingenden Ohrwürmer, die diese Art von Musik benötigt, um nicht in Vergessenheit zu geraten, fehlen. Nichtsdestotrotz kommt zumindest einigermaßen Partylaune auf, da mitunter recht griffige Refrains die Songs veredeln. Musikalische Wundertaten darf man von Bands dieser Stilrichtung ohnehin nicht erwarten, ein wenig mehr „Würmer“ hätten es aber durchaus sein dürfen. Weshalb als Antwort auf „What´s Up?“ auch nicht mehr als ein dezentes „nothing real important“ gehaucht werden darf….
Walter
 
 
ORANGE GOBLIN - Thieving From The Hands Of God  (Rise Above / Soulfood)
Fälschlicherweise werden diese Briten in die „Stoner”-Schublade eingeordnet, was meiner Meinung nach nicht unbedingt zutrifft. Klar, die „orangefarbenen Wichteln“ zelebrieren ungemein langsame und psychedelisch vor sich hin wabernde Klänge, doch die Einflüsse aus dem traditionellen Rock, Hardrock und nicht zuletzt aus dem Punkrock sind mittlerweile viel zu zahlreich, um diese außer Acht zu lassen. Im Prinzip schaffen es die Herrschaften rund um Gitarristen John Hoare und Sänger Ben Ward die letzten 30 Jahre Rock´N´Roll Historie auf einem Album so zu verwursten, dass ihnen kein Kritiker mit Plagiatsvorwürfen kommen kann und eine eigene Duftnote dennoch erhalten bleibt. Wie Fremdkompositionen mit einer solchen versehen klingen, zeigen die Engländer an Hand von „Just Got Paid“, einer ZZ TOP-Nummer, die in neuer Frische ertönt, aber nichts vom alten Spirit eingebüßt hat.
Walter
 
 
SUSPERIA – Unlimited (Tabu / Soulfood)
Wie bekannt sein dürfte, handelt es sich bei SUSPERIA um das aktuelle Betätigungsfeld des ehemaligen DIMMU BORGIR-Drummers Tjodalv. Mit „Unlimited“ erscheint bereits das dritte Werk unter dem Namen SUSPERIA, weshalb man das Unternehmen getrost als Band betrachten darf. Das Covermotiv deutet zwar missverständlicherweise in Richtung Gothic, die Musik dagegen spricht eindeutig eine andere Sprache. Thrash Metal ist auf dieser Scheibe angesagt und zwar mit Schmackes, aber auch mit ausreichend Melodien. Den Komponisten dürften sämtliche TESTAMENT-Werke ebenso geläufig sein, wie zahlreiche andere Meilesteine des Thrash Metals. Auch der Gesang ist sehr variabel gestaltet worden und beinhaltet von Chuck Billy-mäßigen Growls über melodiöse Gesangslinien bis hin zu spitzen Schreien das gesamte Spektrum. Lasst euch also nicht vom Cover täuschen! Auf „Unlimited“ regiert der Thrash und das noch dazu in einer sehr heftigen Form!
Walter
 
 
10 FOLD B-LOW - Low Tuned Output (Locomotive / Al!ve)
Bislang war mir das spanische Label Locomotive Music eigentlich als Qualitätslieferant vorwiegend einheimischer Produkte positiv in Erinnerung. Zuletzt wurden zudem auch noch einige geniale Formationen anderer Herkunftsländer unter Vertrag genommen, wie beispielsweise ANUBIS GATE.
Mit 10 FOLD B-LOW  betreten die Spanier allerdings Neuland, zum einen weil es sich meines Wissens nach um die erste deutsche Band unter ihren Fittichen handelt, zum anderen weil auch stilistisch eine weitere Facette das Programm erweitern kann.  Die Combo offeriert über elf Nummern eine recht eigenwillige Mischung aus KORN-mäßigen Rhythmen,  heftigen Metal-Eruptionen und dezent Death Metal-lastigen Gesangspassagen, die sich aber immer wieder mit klarem Gesang abwechseln. Mich können weder die Songs an sich, noch deren Ausführung überzeugen, offensichtlich wurde mein Toleranzhorizont hier ein wenig überschritten.
Walter
 
 
SEX MUSEUM - Fly By Night (Locomotive / Al!ve)
Diese Band existiert seit fast 20 Jahren und hierzulande kennt sie noch immer kaum ein Mensch! Schade eigentlich, denn mit dieser Live-Veröffentlichung beweisen SEX MUSEUM, dass zahlreiche Fans auf der iberischen Halbinsel nicht irren können. Klassischer, harter Rock´n´Roll ist das Metier der Herrschaften. Nicht von ungefähr kommen da auch die Vergleiche zu MOTÖRHEAD, MONSTER MAGNET oder AC/DC.  „Fly By Night“ ist ein klassisches Live-Doppelalbum geworden und schreit geradezu danach als Doppel-Vinyl-Edition im Klappcover veröffentlicht zu werden!
Walter
 
 
THE ELECTRIC WIZARD - We Live (Rise Above / Soulfood)
Legenden leben länger. So auch die britische Doom-Institution THE ELECTRIC WIZARD, die sich nach ihrer Europa-Tournee 2002 schon mehr im Jenseits befand als uns allen lieb war. Doch Mastermind Justin Osborn hat die Band quasi runderneuert. Zur aktuellen Besetzung gehören mit Justin Greaves (ex-IRON MONKEY) und Liz Buckingham (ex-13) weitere bekannte Namen der Doom-Szene. Wie üblich walzen den Hörer bedrohliche Doom-Hymnen nieder. Gegenüber früheren Veröffentlichungen fällt auf, dass sich Meister Osborn stark verbessert präsentiert und sein Gesang wesentlich ausdrucksstärker geworden ist. In erster Linie lebt Musik wie diese von hypnotisierenden Gitarrenriffs, nachzuhören im 10minütigen Eröffnungsepos „Eko Eko Azarak“ oder dem experimentell angehauchten Rausschmeißer „Saturn´s Children“. In dieser Verfassung können uns ELECTRIC WIZARD noch einige Zeit erhalten bleiben, obwohl man bei den Briten vor etwaigen Drogeneskapaden und den daraus resultierenden Problemen nie sicher sein kann.
Walter



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