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April 2004

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NASTY SAVAGE – Psycho, Psycho (Metal Blade/NSM)
Was sich bereits auf ihrem letztjährigen Werk „Wage Of Mayhem”, auf dem neben dem gleichnamigen Demo ja auch zwei neue Kompositionen verewigt waren, abgezeichnet hat, bestätigen die wiederbelebten Metaller von NASTY SAVAGE nun mit „Psycho, Psycho“. Dieses Album ist, um es gleich vorweg zu nehmen, ein absolut geiles Reunion-Album geworden.  2004 besteht die Band wieder in der Besetzung Nasty Ronnie (V), Ben Meyer (G), David Austin (G), Curtis Beeson (D) und Richard Bateman (B) - in diesem Line-Up wurde bereits im Jahre 1990 „Penetration Point“ eingespielt - und lässt den Hörer die letzten 15 Jahre musikalischer Historie schlicht ignorieren. „Psycho, Psycho“ brilliert abermals mit genau jenen, für NASTY SAVAGE typischen, Merkmalen und stellt, wahrscheinlich nicht nur in meinen Augen, den logischen Nachfolger von „Penetration Point“ dar. Nasty Ronnie verfügt nach wie vor über ein eigenwilliges, aber zur gleichen Zeit auch unverwechselbares Organ, das von spitzen Schreien (zugegeben, die extremen Höhen wie anno dazumals werden nicht mehr erklommen) bis hin zu tiefen Gutturallauten alles hergibt. Das Gitarrenduo Meyer und Austin zwingt mit seinem gnadenlosen Riffing den Zuhörer geradezu die Songs kniend zu lauschen. Das bereits in der Vergangenheit präsentierte musikalische Spektrum, vom donnernden Power Metal über eher rauen Thrash bis hin zu vereinzelten gemächlichen Passagen, knallen uns die Amis auch 2004 ohne Rücksicht auf Verluste um die Ohren. „Psycho, Psycho“ zählt für mich schon jetzt zu den Highlights des Jahres !!!
Walter
 
 
ALYSON AVENUE – Omega (AOR Heaven/Soulfood)
„Omega” ist ein typisches „Grenzgängeralbum“ geworden. Das schwedische Quintett rund um Sängerin Anette Blyckert überschreitet dabei mehr als nur einmal die Genregrenze des angestammten Reviers, das sich Melodic Rock nennt, hin zum herkömmlichen Pop. Generell ist dagegen nichts einzuwenden, denn auch im Pop-Bereich soll es vorkommen, dass ganz passable Nummern komponiert werden, hähä. Scherz beiseite. Die Schweden schaffen es, über die gesamte Spielzeit den Zuhörer bei Laune zu halten, mit ihrer rock-poppigen Mischung werden ALYSON AVENUE mit Sicherheit auch ein heißer Tipp für die (hoffentlich demnächst tatsächlich) kommende Grillsaison. Songs wie „Echoes Of My Heart“ oder „One Life One Show“ haben das Zeug zu unterhaltenden,  genreübergreifenden Hits zu werden.
Walter
 
 
MAYHEM – Chimera (Season Of Mist/Soulfood)
Bei einem der mittlerweile legendären Festivals im burgenländischen Markt Allhau ereignete sich vor einigen Jahren ein Vorfall, den die betroffene Dame mit Sicherheit nie im Leben vergessen wird. Während des Auftritts der norwegischen Band MAYHEM wurde sie von einem Teil eines auf der Bühne in appetitlicher Weise zerkleinerten Vieh-Kopfes getroffen, so dass sie im Anschluss in die nächstgelegen Klinik eingeliefert werden musste (selber schuld, wos schaut ´sase de Kasperln a an... Andi).  Ob sich die Band in irgendeiner Form erkenntlich gezeigt hat, oder die Sache gerichtsanhängig geworden ist, weiß ich nicht. Tatsache ist, dass MAYHEM auch 2004 noch Musik machen und mit „Chimera“ ein neues Album in den Läden stehen haben.  „Chimera“ ist, wie nicht anders zu erwarten, ein Werk voll blasphemischem Black Metal geworden. Geprägt von unzähligen Blastbeats und dem keifenden „Gesang“ holzen sich die Norweger ohne Rücksicht auf Verluste durch ihre Songs. Die Zielgruppe wird jauchzen, der Rest die Band meiden wie der Deibel das Weihwasser.
Walter
 
 
LUNARIS – Cyclic (Earache/emv)

Norwegen ist, zumindest für europäische Verhältnisse, das Mekka des extremen Metals, wie ACTURUS, BORKNAGAR oder zuletzt VINTERSORG unter Beweis gestellt haben. Auch LUNARIS lassen sich nicht eindeutig einer Stilistik zuordnen, als „extrem“ kann diese Formation aber ohne weiteres bezeichnet werden. Auf „Cyclic“, dem mittlerweile zweiten Album des Sextetts finden sich neben Black Metal-Passagen und rasenden Blastbeats auch Death Metal-Versatzstücke und progressive Elemente. Aber auch gesangstechnisch wird eine Vielfalt, die Ihresgleichen sucht. Neben Keif-Kreischen und Grunzen das von Sänger Balfori vorgetragen wird, haben LUNARIS auch durchaus melodiöse und eingängige Gesangsparts anzubieten. Für die ist allerdings Basser Dr. Dream zuständig, was sich im Endeffekt positiv auf Abwechslungsreichtum und Einzigartigkeit des Albums auswirkt. Die Songs sind zwar stellenweise nur sehr schwer nachvollziehbar, dafür aber von Überraschungsmomenten geprägt und zudem auf einem Rhythmus-Teppich gelegt, der schier wahnwitzig klingt. Als ob die bandeigene Abteilung Janos (D) und Dr. Dream (B) nicht schon mördermäßig genug zur Sache ginge, haben es sich LUNARIS nicht nehmen lassen, auch noch die im Moment wohl gefragtesten Musiker des extremen Metals, nämlich Steve Digiorgio, der den Bass zu „I.A.D.“ eingespielt hat und Asgeir Mickelson (D), der „When It Ends“ veredelt hat, zu einer Mitarbeit zu überreden.
Walter
 
 
Hubi MEISEL – EmOcean (Lion/Alive)
Unheilbringend startet diese Scheibe mit einem herannahenden Gewitter über der See, um alsbald in einen hochkarätigen Prog-Vortrag  umzuschwenken. Hubi Meisel, eventuell noch von seiner Zeit bei DREAMSCAPE in Erinnerung, hat sich nach einem leider gescheiterten Versuch mit dem inzwischen bankrotten Label Generation Records mit Lasse Mattson und dessen Label Lion Music zusammengetan, um „EmOcean“ auf vernünftigem Wege der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Scheibe, komponiert und produziert von Hubi, wurde mit Hilfe von Vivien Lalu (K), Daniel Flores (D, MIND´S EYE), Marcel Coenen (G, SUN CAGED) und Jean B. Affonco (B) eingespielt und besticht nicht nur aus musikalischer und gesangstechnischer Sicht. Die Story an sich bzw. das lyrische Konzept hinter „EmOcean“ sind zumindest genauso erwähnenswert. „EmOcean“ ist eine perfekt ausgearbeitete Geschichte geworden, die  aus Exzerpten der griechischen Mythologie, dem Atlantis-Rätsel und einigen fiktiven Elementen zusammengesetzt wurde. Musikalisch wird eher zerbrechlich wirkender, aber dennoch mächtiger, perfekt intonierter Prog Metal geboten, der durch Hubi´s ausdrucksstarke Stimme das Sahnehäubchen erhält.  Zur Stimmung und der Musik wirkt auch der Sound passend, weshalb „EmOcean“ als rundum gelungenes Werk betrachtet werden kann.
Walter
 
 
ASPERITY – The Final Demand (Arise/Point)
Die Herren Stefan Westerberg und Petri Kuusisto sollten nicht ganz unbekannt sein. Neben ihrem Engagement bei den Thrashern CARNAL FORGE waren beide auch bei STEEL ATTACK mit von der Partie. Während CARNAL FORGE noch immer bestehen, ist es zumindest um die True Metaller von STEEL ATTACK relativ ruhig geworden. Allerdings hatten STEEL ATTACK zuletzt ja zwei Abgänger zu verzeichnen. Stefan hatte es satt den Frontmann zu spielen und konzentriert sich bei ASPERITY wieder auf sein angelerntes Instrument, das Schlagzeug. Auch Petri ist im ursprünglichen Sinn kein Keyboarder, sondern Gitarrist, weshalb er auf „The Final Demand“ wieder in die Saiten greift. Da sich die beiden aber gegenseitig sehr gut kennen und zu schätzen wissen, ist es nahe liegend, dass die beiden auch unter dem neuen Namen zusammen Songs geschrieben haben.  Auf „The Final Demand“ regiert zwar ganz klar der melodiöse Power Metal mit Keyboardunterstützung, allerdings driftet die Sache durch reichlich Kraft zu keiner Sekunde in Richtung Kitsch ab und hat auch mit dem eher HELLOWEEN-lastigen Sound von STEEL ATTACK nichts gemeinsam. ASPERITY´s Debüt klingt wie aus einem Guss, der effektive und gleichzeitig druckvolle Sound, den ihnen ihr CARNAL FORGE-Mitstreiter Jonas Kjellgren gezaubert hat, tut sein übrigens um „The Final Demand“ zu einem gehaltvollen Debüt werden zu lassen.
Walter
 
 
FEINSTEIN – Third Wish (Steamhammer/emv)
FEINSTEIN? Nie gehört? Dann besteht aber reichlich Nachholbedarf. David „Rock“ Feinstein war bereits vor Jahren an der Seite von Ronnie James DIO bei ELF mit von der Partie. Später war er als Mastermind von THE RODS unter anderem für Szene-Referenzwerke wie „Wild Dogs“ mitverantwortlich. Zugegeben, in den letzten paar Jahren war relativ wenig rund von der Person David Feinstein zu hören, doch 2004 ist er mit neuem Album und neuer Mannschaft unter dem Namen FEINSTEIN zurück. Von seinen Musikern dürfte wohl der Name John West für Freudensprünge bei der Melodic- und Progressivabteilung sorgen; ist der Knabe doch als Sänger bei ROYAL HUNT und ARTENSION ein Begriff. Über Joey DeMayo´s Magic Circle Label erhalt nun die gesamte Welt die Chance ohne größere Umstände die neuen Songs hören zu können. „Third Wish“ ist geprägt von traditionellem Heavy Rock, der schleppend bis midtempo-lastig vorgetragen wird. Dabei wird immer auf amtliche Melodylines und Hooks geachtet, weshalb sich die Songs auch nur schwerlich wieder aus den Gehörgängen entfernen lassen. Mir ist schon klar, dass FEINSTEIN keinen Preis für musikalische Innovation erhalten werden, denn dazu klingen die Songs einfach zu gewöhnlich, klischeehaft und auch nicht durchschlagend genug. David und seine Mannen ziehen sich aber dennoch recht gut aus der Affäre, was nicht zuletzt an der Tatsache liegen dürfte, dass handgemachter Heavy Rock einfach immer seine Berechtigung haben wird und mit John West ein wahrer Stimmbandakrobat am Mikro zu hören ist.
Walter
 
 
INNERWISH – Silent Faces (LMP/emv)
Griechischer Wein ist bekanntlich das Blut der Erde (das späte Outing eines Udo Jürgens-Fan oder was soll das jetzt wieder werden?! Andi), Metal aus Griechenland lässt dagegen die Ohren bluten. Mit INNERWISH naht eine weitere Formation aus „Hellas“, um die Metal-Gemeinde davon zu überzeugen, dass auch in deren  Heimat schwerstes Metall geschmiedet wird. Mit R.D. Liapakis  von den Multi-Kulti-Power Metallern MYSTIC PROPHECY konnten sie einen Landsmann finden, der ihnen einen ordentlichen Sound hintrimmen konnte. Ganz ehrlich, irgendwie klingen INNERWISH gar nicht unähnlich. Zwar ist die Stimme von Babis Alexandropoulos wesentlich melodiöser und weit weniger rau als jene von R.D., aber Parallelen sind durchaus zu erkennen. Wie MYSTIC PROPHECY verstehen es auch INNERWISH ihre Power Metal Kompositionen kitschfrei und druckvoll zu gestalten, ohne dabei die nötigen Melodien zu vergessen. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen südeuropäischen Formationen sind INNERWISH vom typischen „Euro-Metal“ zwar recht weit entfernt, mindestens genauso weit weg ist die Band allerdings auch von FIFTH ANGEL oder QUEENSRYCHE, die die Plattenfirma als Referenz angibt.
Walter
 
 
MAGIC KINGDOM – Metallic Tragedy (LMP/emv)
Yngwie´s Jünger sind über den gesamten Erdball verstreut. Auch in Belgien scheint Meister Malmsteen musizierende Fanatiker zu haben. Einer davon hört auf den Namen Dushan Petrossi und ist „Chef vom Dienst“ bzw. Gitarrist der Formation MAGIC KINGDOM. Gleichzeitig scheinen aber auch STRATOVARIUS, RHAPSODY und nicht zuletzt HELLOWEEN ihre Spuren bei Dushan hinterlassen zu haben.  Zwar ist dieser Satz mittlerweile auf mehr Musiker und Bands zutreffend, als uns allen lieb ist, dennoch kann nahezu jede Formation mit Eigenheiten aufwarten, durch die sie der Hörer vom Rest unterscheiden kann. Auch MAGIC KINGDOM habe ihre Glanzlichter. Dushan´s Gitarrespiel ist mit Sicherheit hervorragend und auch die optische Umsetzung der Scheibe geht voll in Ordnung. Leider können aber die Songs an sich, mit Ausnahme des genialen, an den Schluss gesetzten Titeltracks, der mit einer knappen Viertelstunde Spielzeit wohl auch das Herzstück von „Metallic Tragedy“ darstellt und mit unerwarteten Elementen aus Death und Gothic Metal aufwarten kann, leider nicht mithalten. Auf „Metallic Tragedy“, ist zwar keine musikalische Tragödie zu hören, allerdings auch so gut wie NICHTS, dass es nicht schon in ähnlicher Art und Weise von den genannten Referenzbands, bzw. den zahlreichen Combos, die aus der selben musikalischen Ecke stammen, zu hören gab.
Walter
 
 
DREAMAKER – Human Device (Arise/Point)
Neue Band, neues Glück. So lässt sich kurz und bündig das Unterfangen von Elisa C. Martin, der spanischen Ex-Sängerin von DARK MOOR (ein „Moor-Huhn“ quasi, Andi) beschreiben. Mit ihr sind ja auch Albert Maroto (G) und Jorge Saez (D) vom „dunklen Moor“ emporgestiegen, um ihre Träume zu verwirklichen. Im Nachhinein lässt sich der Trennungsgrund „musikalische Differenzen“ problemlos belegen. Ganz entfernt vom melodiösen Metal haben sich DREAMAKER zwar nicht, im Gegensatz zu den Ex-Kollegen ist die Band aber doch um einiges düsterer unterwegs. Diese, eher betrübliche, Stimmung passt zu Elisa´s dunklem, leicht rauen Organ wesentlich besser als die Ausrichtung von DARK MOOR. Sehr viel zum Gelingen von „Human Device“ beigetragen hat neben den Musikern auch Nino Laurenne, bekannt von den finnischen Durchstartern THUNDERSTONE, der den optimalen Klang aus Stimme und Instrumenten herausholen konnte. DREAMAKER landen mit „Human Device“ einen klaren Punktesieg gegen DARK MOOR, deren aktuelles Scheibchen nicht ganz die Klasse dieses Produktes aufweisen kann und sollten bereits mit diesem Debüt zur Speerspitze des spanischen Metal-Szene emporklettern können.
Walter
 
 
PROTO-KAW – Before Became After (Inside Out/emv)
Bei KANSAS dürfte wohl so etwas wie “unbezahlter Urlaub” angesagt sein. Nach Billy Steer, der uns vor kurzem mit SEVENTH KEY erfreuen konnte, hat nun auch Gitarrist Kenny Livgren ein neues Werk anzubieten. PROTO-KAW nannte sich schon damals jene Band, mit der Kenny vor KANSAS unterwegs war (muss wohl so gegen Beginn der 70er des letzten Jahrhunderts gewesen sein....). Genau jenes Projekt wurde nun reaktiviert und mit „Before Became After“ bereits ein neues Album eingespielt und veröffentlicht. Die Vergleiche mit KANSAS werden wohl Meister Livgren nicht erspart bleiben, zum einen ist er untrennbar mit besagter Rocklegende in Verbindung zu bringen, zum anderen sind PROTO-KAW gar nicht allzu weit von KANSAS entfernt. Auch auf „Before Became After“ werden uns fein säuberlich ausgetüftelte und vor allem monströs arrangierte Prog-Epen geboten. Wo KANSAS allerdings eher ins symphonische Gefilde abdriften, sind es bei PROTO-KAW klar die Wurzeln des Jazz-Rock, die immer wieder durchscheinen. Vor allem durch den Einsatz von Saxophon und Flöten wird die Sache aufgelockert. Die von KANSAS immer wieder an den Tag gelegte Eingängigkeit geht zwar nicht zuletzt deshalb ein wenig verloren, aber eine gewisse Distanz zu seiner Stammformation wird Kenny wohl bewusst gesucht haben.
Walter
 
 
WIZ – Shattered-Mind-Therapy (Arise/Point)
Was für eine Mischung! Auch ohne Infoblatt ist es sofort möglich, die Herkunft von WIZ zu bestimmen. „Shattered-Mind-Therapy“ klingt wie eine Art „Best Of“ der schwedischen Metal-Szene. Da hätten wir den Opener „Mr. Sandman“, der auch von HAMMERFALL nicht besser klingen hätte können, wenn gleich WIZ eine ganze Ecke härter klingen als die Götheborger. Weiters anzubieten haben WIZ melodiöse, aber kraftvolle Songs, wie „Empty Words“, das an NOCTURNAL RITES erinnert, aber auch dezent progressive Power Metal-Kracher, wie wir sie von TAD MOROSE zu schätzen wissen. Als Beispiel hierfür sei „Return Of Atlantis“ genannt. Dazu gesellen sich immer wieder traditionelle Hardrock-Klänge, die jenen alter EUROPE oder MADISON nicht unähnlich sind. Eine feine Mischung also, die uns das schwedische Quintett WIZ anzubieten hat. Die Band besteht erst seit knapp sieben Jahren und hat mit Freddy Persson und Jake Freden, beide wohl von NOSTRADAMEUS ein Begriff,  durchaus namhafte Musiker in ihren Reihen. Ironischerweise wurde NOSTRADAMEUS als „Nebenprojekt“ von WIZ gestartet, wie gut so ein Projekt laufen kann, sollte sich nicht erst seit der letzten HAMMERFALL-Tour herumgesprochen haben, wo NOSTRADAMEUS die Rolle des Openers inne hatten. Nun aber stürzen sich die beiden Herren wieder an die Arbeit mit ihrer Stammformation, was auch gut so ist, denn  „Shattered-Mind-Therapy“ ist eine wahre „Schweden-Bombe“ geworden, die weltweit für Furore sorgen sollte.
Walter
 
 
FACEBREAKER – Bloodred Hell (Rage Of Achilles/Soulfood)
Was sonst als brachialen Death Metal hätten wir von Roberth Karlsson, dem ehemaligen Sänger von EDGE OF SANITY, erwartet? Genau, nichts. Deshalb ist „Bloodred Hell“ auch ein Album geworden, dass in der Tradition typischer Schweden-Deather zu sehen ist. Gemeint sind hier aber eher die Frühwerke seiner Ex-Band, oder DISMEMBER oder ganz alte ENTOMBED und keineswegs die „Götheborg-Abteilung“. Sattes Riffing, donnernde Drums und dazu des Meisters derber Grunzgesang, der allerdings aufgrund des eher getragenen Tempos mitunter sogar für Nicht Death Metaller verständlich ist. Bandname, Albumtitel, wie auch Songtitel vom Schlage „The Demon“ oder „Crushed“ sind schon einmal Programm. Die Zielgruppe wird mit Sicherheit ihre wahre Freude an „Bloodred Hell“ haben!
Walter



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