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CDs
EKTOMORF Destroy (Nuclear Blast/edel)
Bisher waren diese ungarischen Thrasher ja nahezu ausschließlich im Untergrund
bekannt, doch durch die Vertragsunterzeichnung bei Nuclear Blast sollte
sich der Status der Band schlagartig ändern. Hinter EKTOMORF stehen in
erster Linie die Gebrüder Zsoltan und Csaba Farkas, die vor gut 10 Jahren
begannen, zusammen zu musizieren. Ob ihrer Herkunft und der familiären
Wurzeln der Band sind neben den obligatorischen Thrash Metal Passagen
auch folkloristische Elemente zu vernehmen, die ihrer Volksgruppe, den
Roma, entstammen. Irgendwie erinnern diese Einsprengsel ebenso wie die
Tatsache, dass ein Brüderpaar am Werk ist und dass die Band von ganz unten
begonnen hat sich emporzuarbeiten, an SEPULTURA. Auch was die Texte betrifft,
nehmen sich EKTOMORF kein Blatt vor den Mund, sondern kritisieren so ziemlich
alles und jeden, der ihnen in irgendeiner Form einmal gegen den Strich
gegangen ist. "Destroy" ist demnach ein sehr persönliches Thrash-Album
geworden, dass mit zu den tiefschürfendsten Alben dieses Genres in letzter
Zeit zu zählen ist. Walter
EDGUY - King Of Fools (Nuclear
Blast/edel)
"King Of Fools" ist der Vorbote zum Mitte März erscheinenden Album "Hellfire".
Man mag von Edguy halten was man will, der Song hat zweifelsohne Hitqualität.
Das haben sogar die Zuseher der ansonsten von Pop-Müll verseuchten Pro
7 Chartshow geschnallt. Was dem gestandenen Metaller allerdings schnurzpiepegal
sein dürfte. Die restlichen 4 brandneuen Tracks werden am kommenden Album
nicht vertreten sein. Ob zu Recht oder zu Unrecht, sei dahingestellt.
Wer Edguy bzw. Avantasia zu seinen Favoriten zählt, wird jedenfalls ganz
sicher nicht enttäuscht. "The Savage Union" beginnt fast schon wie eine
Saxon-Metalhymne, um wenig später dann doch in den unvermeidlichen Tralala-Chorus
zu münden. Dennoch nicht übel. Die Songs wurden teilweise mit Unterstützung
des Filmorchesters Babelsberg (sollte man das kennen?) eingespielt. Mit
"Life And Times Of A Bonus Track" folgt zum Abschluss die unvermeidliche
Ballade, die sich auf sarkastische Weise mit dem Sinn und Zweck von Bonustracks
auseinander setzt. Ganz Hartgesottene können sich anschliessend noch via
Videoclip einen 16minütigen Studioreport zu Gemüte führen. Für Fans fraglos
eine lohnende Anschaffung. Auch Edguy gastieren am 7. April im Planet
Music. Ger-Hard
SHIVA - Desert Dreams (MTM/edel)
Im Rock Hard wurden sie von einem Hrn. Jaedike als DIE Metal-Sensation
abgefeiert und mit Nightwish und Stratovarius verglichen. Da hat der werte
Rezensent wohl eine andere CD gehört als ich. Lässt man die zu Unrecht
geweckten Erwartungen erstmal beiseite, entpuppt sich "Desert Dreams"
als gestandenes, abwechslungsreiches Hardrock Album mit einer Sängerin
namens Anette Johansson, die gar nicht erst versucht, es Größen wie Tarja
von Nightwish oder Sharon von Within Temptation gleichzutun. Die Hauptperson
bei Shiva ist allerdings zweifellos Mats Edström, der laut Booklet doch
tatsächlich alle Instrumente im Alleingang eingespielt haben soll. Abwechslung
wird bei Shiva groß geschrieben. "Desert Dreams" überzeugt durch eine
Fülle von hymnischen Refrains und tollen Melodien. Selbst die Ballade
"Losing My Child" droht nie in`s peinliche abzudriften. Anette überrascht
mit einer fantastischen Hardrockstimme, die man von der Power her am ehesten
mit Nina von Skew Siskin vergleichen kann. Genial das hammerharte "Unjustify
The Truth" mit einem jazzigen, Steve Vai lastigen Mittelstück. Für mich
persönlich ist allerdings die Powerballade "Dawning Of A New Horizon"
der Höhepunkt der CD. Ein Album, das beim ersten Durchlauf nicht unbedingt
rundum überzeugt, in weiterer Folge aber fast schon süchtig macht. Wer
Frauenstimmen mag (was für eine Aussage, Andi), Nightwish und Within Temptation
aber zu kitschig findet, sollte sich Shiva unbedingt mal zu Gemüte führen.
Und alle Anderen sollten das eigentlich auch tun... Ger-Hard
EXODUS Tempo Of The Damned
(Nuclear Blast/edel)
Die Thrash Metal-Gemeinde war zurecht geduldig! Soviel kann bereits eingangs
erwähnt werden. Aussagen wie jene von Gary Holt: "EXODUS sind wie guter
Rotwein, je älter desto besser", können bedenkenlos unterschrieben werden.
Die Bay Area Legende hat es geschafft, mit diesem neuen Werk die Fanscharen
mehr als nur zufrieden zu stimmen. Die Gitarrenfraktion Gary Holt / Rick
Hunolt versteht es auch anno 2004 scheinbar mühelos, ein Riffgewitter
nach dem anderen vom Stapel zu lassen. Das Tempo wurde im Gegensatz zur
Vergangenheit zwar einigermaßen gedrosselt, doch dadurch gewinnen EXODUS
zusätzlich an Groove, was den Songs im Endeffekt zugute kommt. In Kombination
mit der ständig in Richtung Magengegend pumpenden Rhythmusabteilung knallen
die beiden Gitarrenhelden den Fans einen Hit nach dem anderen entgegen.
Sänger Steve "Zetro" Sousa hat im Laufe der Jahre seine markante Stimme
ebenfalls beibehalten können; ich bin sogar der Meinung, der Kerl liefert
hier seine beste Performance seit "Fabulous Disaster" ab. "Tempo Of The
Damned" zählt nicht nur jetzt schon zu den Highlights des Jahres, das
gesamte Thrash Metal-Genre wird sich ab sofort auch an dieser Scheibe
messen lassen müssen (nanana... Andi). Warten wir ab, was die Konkurrenz
dagenhalten kann. Wer sich Speed- oder Thrash Metal Maniac nennt, kommt
unmöglich an "Tempo Of The Damned" vorbei! Walter
MAGNITUDE 9 Decoding The Soul
(Inside Out/edel)
Erst nach mehreren Durchläufen wurde mir die ganze Klasse dieser Scheibe
bewusst. Die Band rund um den ehemaligen PSYCO DRAMA-Frontmann Corey Brown
und den Gitarrenhelden Rob Johnson liefert mit ihrem mittlerweile dritten
Album ein Werk ab, das vor allem, aber nicht nur, FATES WARNING-Anhängern
vorzüglich munden sollte. Mehrmals fühlte ich mich an "Parallels" oder
"Inside Out" erinnert, allerdings klingt Corey ein wenig voluminöser und
dezent rauer als Ray Alder. Aber nicht nur Anleihen an FATES WARNING sind
auszumachen, "Facing The Unknown erinnert ein wenig an SYMPHONY X , während
"Dead In Their Tracks" etwas von DREAM THEATER hat. Im Gegensatz zu allen
genannten Bands haben aber MAGNITUDE 9 die unkonventionelleren Gitarrensoli
in ihren Sound integriert. Wer schon Corey´s alte Band mochte es werden
sich wohl nicht mehr allzu viele an diese Formation erinnern, deshalb
zur Erinnerung: PSYCO DRAMA veröffentlichten in den Jahren 1995 bzw. 1997
Alben über Massacre Records (besten Dank, Herr Geschichtslehrer! Andi)
wird auch an MAGNITUDE 9 gefallen finden. Im Unterschied zu PSYCO DRAMA
gehen sie aber heftiger zur Sache. Im Endeffekt ist "Decoding The Soul"
ein Werk zur Dauer-Rotation in den CD-Schächten der Progressive Power
Metal-Fraktion geworden. Walter
THRESHOLD Critical Energy (Inside
Out/edel)
Es wurde aber auch schön langsam einmal Zeit, die Klasse von Live-Auftritten
dieser Formation dokumentarisch festzuhalten. Dabei hat nun im Endeffekt
der Fan die Qual der Wahl. "Critical Energy" erscheint nicht nur als Doppel-CD,
sondern auch als Doppel-DVD und als Special Edition mit DVD und CD. Wer
die Band je livehaftig erleben durfte, wird wissen, dass der optische
Eindruck, den ein Abend mit THRESHOLD hergibt, nicht unbedingt zu als
große Show zu betrachten ist. Im Falle der Engländer ist diese Tatsache
aber vollkommen nebensächlich, da diese Art von Musik einfach zum Zuhören
gemacht ist. Zugegebenermaßen hat sich seit dem Einstieg von Sänger Andrew
McDermott aber showmäßig ein wenig der Rock´n´Roll eingeschlichen, zählt
"Mac" im Prog-Genre mittlerweile doch mit Sicherheit zu den Frontmännern
schlechthin. Die Songauswahl des CD-Doppeldeckers lässt ebenso wenig zu
wünschen übrig, wie der Sound. Begonnen bei "Phenomenon" über Karrierehighlights
wie "Long Way Home" oder "Sunseeker" bis hin zu Hits vom Schlage des einfach
fantastischen "Paradox" reicht das Spektrum. Wer solche Songs zu schreiben
im Stande ist, kann sich meinetwegen nur mit Unterhosen bekleidet in einem
improvisiertem Wohnzimmer auf der Bühne hinknotzen, es ist im Endeffekt
die Musik, die zählt, und diese ist im Falle von THRESHOLD schlicht genial.
Walter
COUNCIL OF THE FALLEN Deciphering
The Soul (Season Of Mist/Musica)
Technisch versierter Death Metal wird uns von dieser amerikanischen Formation
geboten. Über die gesamte Spieldauer von 10 Songs (zu denen noch ein "Intro"
bzw. "Outro" dazukommen) werden technische Spielereien der Gitarrenfraktion
in Kombination mit heftigem Death Metal vorgetragen. Die Produktion übernahm
Erik Rutan, ein Mann der wissen muß, wie diese Art von Musik zu klingen
hat und konzipiert sein sollte. Genau in dieser Tatsache liegt allerdings
auch ein wenig der "Hund" begraben, denn "Deciphering The Soul" klingt
wohldurchdacht und konzipiert, dadurch jedoch ein wenig seelenlos. Auf
Grund der üppigen Spielereien wurde offenbar darauf vergessen Emotionen
mit ins Spiel zu bringen, was sich im Endeffekt negativ auf den Konsum
dieser Scheibe auswirkt. Dadurch wird das vorliegende Album wohl nur eine
sehr kleine Zielgruppe erreichen können. Walter
NATTEFROST Blood & Vomit (Season
Of Mist/Musica)
Bandleader Nattefrost, der ja im "Hauptberuf” bei den norwegischen Black
Metallern von CARPATHIAN FOREST lärmt, will der Welt beweisen, wie ein
"engstirniges, aber absolut tödliches” Black Metal Album zu klingen hat.
Songtitel wie "Satanic Victory" oder "Mass-Destruction" könnten programmatischer
gar nicht mehr sein. Leider fehlen mir die Vergleichsmöglichkeiten. Derart
rumpelnden Metal, der musikalisch in etwa so gehaltvoll ist, wie uralte
SODOM-Demos mit wesentlich mieserem Gesang, ist mir schon längere Zeit
nicht mehr untergekommen. Weshalb uns Herr Nattefrost mit diesem Werk
erfreuen wollte, entzieht sich meiner Kenntnis, allzu weit von seiner
Stammformation dürfte er mit "Blood & Vomit" aber nicht sein, da mit Vrangsinn
und Nordavind weitere (ehemalige) Kollegen mit von der Partie sind. Summa
summarum bleibt "Blood & Vomit" eine Scheibe, die nur für eingefleischte
Schwarzmetaller zu empfehlen ist. Walter
NEGATIVE REACTION Endofyererror
(PsycheDOOMelic)
Diese Scheibe hat an sich bereits acht Jahre auf dem Buckel. Im Jahre
1996 veröffentlichten die Amis NEGATIVE REACTION vorliegendes Album bereits
über ihr bandeigenes Label. In der Zwischenzeit konnten zwei weitere Scheiben
eingespielt werden, was der Band zu einem recht guten Ruf in der Doom/Sludge-Szene
eingebracht hat. Mit Game Two Records in den Staaten und PsycheDOOMelic
in Europa haben sich nun endlich Labels bzw. Vertriebspartner gefunden,
um auch dieses Werk für Fans leichter greifbar zu machen. NEGATIVE REACTION
erfreuen uns mit Doom, der allerdings nur in ganz seltenen Momenten metallisch
klingt, sonder eher rockt und zwar im Sinne von schwermütig und schwerfälligen
Zeitgenossen wie SLEEP, die uns vor Jahren immer wieder mit neuen Werken
erfreuen konnten. Nicht gerade "Easy Listening", aber das soll es ja auch
gar nicht sein. Zu erhalten ist "Endofyererror" über www.psycheDOOMelic.com
bzw. steinzeitlich-postalisch bei Mark Hegedüs, Mauerbachstrasse 42/2/6,
1140 Wien für _ 12. Walter
NEGATIVE REACTION/RAMSSES Split-CD
(PsycheDOOMelic)
Auf dieser 4-Track SplitCD präsentiert uns das Label zunächst einmal
die oben schon vorgestellten NEGATIVE REACTION, die mit "A Song For Constance”
und "NOD” vertreten sind. Diese zwei Songs könnten unterschiedlicher gar
nicht sein könnten, präsentieren aber trotzdem das Schaffen der Formation
perfekt. "A Song For Constance" versprüht ein Rock-Flair, das in Songstrukturen
eingebettet ist, die für Doom als geradezu hurtig zu bezeichnen sind,
während "NOD" ein wahrer Strom an zähflüssiger, musikalischer Hingabe
geworden ist. NEGATIVE REACTION werden wohl auf Lebzeiten zum Underground-Act
verdammt sein, aber wer sich mit dieser Band ein wenig beschäftigt, wird
früher oder später zu ihrer Anhängerschaft übertreten. "Master (Your Demons)"
leitet dann den Anteil der Engländer RAMSSES ein. Die Band besteht aus
Tim Bagshaw (G) und Mark Greening (D) , beide von den englischen Doomern
ELECTRIC WIZARD, wobei Tim seinerzeit bass gespielt hat, sowie Bassist
und Sänger Adam Richardson. Wer ELECTRIC WIZARD kennt (und wer bitte tut
das nicht, ha-ha-ha, Andi), kann sich in etwa ausrechnen, was ihm RAMSSES
zu bieten haben. Rein musikalisch sind die beiden Bands nicht weit von
einander entfernt, durch den tiefkehligen Gesang von Adam, ist jedoch
für deutliche Unterscheidungsmöglichkeiten gesorgt. "Ramsses II" ist aufgrund
des tiefergelegten Gesangs fast schon als Doom/Death zu bezeichnen, während
"Master (Your Demons) eher die durch die alte ELECTRIC WIZARD-Schule inspiriert
zu sein scheint. Bei Interesse sein www.psycheDOOMelic.com empfohlen,
wo es besagtes Werk für einen Unkostenbeitrag von _ 10,- zu erhalten gibt.
Walter
Jack BLADES Same (Frontiers/NSM)
Was erwartet der Hörer, wenn auf einer Scheibe der Name Jack Blades angeführt
ist? Eben, feinen Melodic Rock und sonst gar nichts. Auch auf seinem Solo-Debüt
vermag der amerikanische Songwriter und Sänger, der uns jahrelang mit
Hits seiner Band NIGHTRANGER und später mit den DAMN YANKEES erfreuen
konnte, seine Stärken voll und ganz einzubringen. Da der gute Mann auch
über einen erlauchten Freundes/Bekanntenkreis verfügt, ließt sich die
Besetzungsliste wie folgt: Kelly Keagy, Brad Gillis, Jeff Watson (alle
drei von NIGHTRANGER), Michael Lardie (ehemals GREAT WHITE) Neal Schon
(JOURNEY), Warren De Martini (ex- RATT) und fast logisch -Tommy Shaw,
mit dem er ja auch bei den DAMN YANKEES und unter dem Banner SHAW/BLADES
aktiv war. Eine Tatsache sollte an diesem edlen Melodic Schmankerl aber
noch hervorgehoben werden: Jack hat hier seinem Sohn Colin nicht nur die
Möglichkeit gegeben, im Hintergrund für einige Gesangspassagen zu sorgen,
sondern hat zusammen mit ihm auch das Stück "Breaking Down" komponiert.
Es würde mich sehr wundern, wenn da in Zukunft nicht einen weitere "Familienscheibe"
aufgenommen würde. Walter
SEVENTH KEY The Raging Fire
(Frontiers/NSM)
Hinter SEVENTH KEY verbirgt sich entgegen vielen Erwartungen keine HELLOWEEN-lastige
Formation, sondern ein sattes Stück Melodic Rock. Initiator dieses Projektes
ist KANSAS-Basser Billy Greer, der bereits zum zweiten Mal unter diesem
Banner ein Album in die Läden stellt. Mit von der Partie ist sein ehemaliger
STREETS-Gefährte Mike Slamer. Dazu kommen noch Drummer Jamie Thompson
und als Gastsänger Terry Brock. Im Gegensatz zu KANSAS geht es bei SEVENTH
KEY wesentlich rockiger zur Sache, der für KANSAS typische Sound wird
hier vergeblich gesucht. Diese Art von Musik passt famos zu Billy´s relativ
hoher Stimme. Es scheint, als ob er hier so richtig aus sich herausgehen
könnte. Fans seiner Stammformation werden sich wohl erst an die Scheibe
gewöhnen müssen, allerdings sollten im Gegenzug Fanatiker des Melodic
Rock "The Raging Fire" unbedingt auf ihren Einkaufszettel notieren. Walter
MONSTER MAGNET - Monolithic
Baby! (SPV/edel)
Vier lange Jahre haben uns Dave Wyndorf & Co auf ihre neue Scheibe warten
lassen. Um es vorweg zu nehmen, das warten hat sich zu 100% gelohnt. Bereits
der Opener "Slut Machine" rockt wie die Hölle. Die Songs strotzen vor
brachialer Power und Energie. Nicht mehr so psychedelisch und abgedreht
wie in frühen Tagen straft man all jene Lügen, die Monster Magnet nach
dem eher matten "God Say`s No" bereits abgeschrieben hatten. "On The Verge"
weckt Erinnerungen an The Cult zu ihren Glanzzeiten und die Singleauskoppelung
"Unbroken (Hotel Baby)" nistet sich unbarmherzig in den Gehörgängen ein.
Das eher ruhige "There`s No Way Out Of Here", im Original vom Pink Floyd
Gitarristen David Gilmour, unterstreicht den seit jeher vorhandenen Bezug
zu den Seventies, die Einflüsse von Hawkwind bzw. den frühen UFO sind
nach wie vor nicht zu überhören. So stört es denn auch nicht, dass ein
Hitmonster wie "Space Lord" fehlt. Denn andererseits ist hier, im Gegensatz
zu früheren Veröffentlichungen, kein einziger Totalausfall zu beklagen.
Ein zutiefst mitreissendes, emotionales Album das, wenn man es zulässt,
tief unter die Haut geht. Monster Magnet sollte man laut hören. Verdammt
laut! Am besten am 27. März mit The Quill und Gluecifer (cooles Package)
im Planet.
Ger-Hard
SKEW SISKIN - Album Of The Year
(ulfTone/edel)
Die ultimative Kick-Ass-Schweinerock-Scheibe kömmt diesmal ausnahmsweise
nicht aus Schweden sondern aus Germany. Anfang der Neunziger galten sie
als eine DER großen Hoffnungen im Rockgeschäft. Doch während identitätslose
08/15-Bands als der letzte Schrei abgefeiert wurden, fristete der bunte
Haufen aus Berlin bis zum heutigen Tag ein Schattendasein. Was sich mit
dem "Album Of The Year" nun zwangsläufig ändern sollte. An den Drums findet
sich neuerdings ein alter Bekannter aus der Wiener Metalszene. Damien,
formerly known as Mario Brodtrager, der einst u.a. bei Drahdiwaberl, Sextiger,
Dr. Shivago oder Blind Petition die Felle malträtierte. Bereits im Opener
"We Hate" demonstriert die Band rund um die neuerdings blond gefärbte
Rockröhre Nina C. Alice nachdrücklich, dass sie das Rocken nicht verlernt
hat. Das ist schweißtreibender, grundehrlicher Rock`n`Roll, wie wir ihn
ansonsten von Bands wie Motörhead (Lemmy singt Background bei Shake Me
und All Fired Up) oder Rose Tatoo gewohnt sind. Daß man sich ungeniert
bei musikalischen Vorbildern wie Led Zeppelin, AC/DC (The Godess) oder
den Rolling Stones (Another Good Man) bedient, stört in keinster Weise.
Durch dezent eingestreute Effekte und vor allem Ninas unverwechselbare
Reibeisenstimme ist der Wiedererkennungswert zu 100% garantiert. Am 31.
März werden Skew Siskin im Anschluß an ihre Europatournee mit Motörhead
eine Headliner-Show im Planet Music spielen. Um zahlreiches Erscheinen
wird gebeten!
Ger-Hard
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