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Februar 2004
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EKTOMORF ­ Destroy (Nuclear Blast/edel)
Bisher waren diese ungarischen Thrasher ja nahezu ausschließlich im Untergrund bekannt, doch durch die Vertragsunterzeichnung bei Nuclear Blast sollte sich der Status der Band schlagartig ändern. Hinter EKTOMORF stehen in erster Linie die Gebrüder Zsoltan und Csaba Farkas, die vor gut 10 Jahren begannen, zusammen zu musizieren. Ob ihrer Herkunft und der familiären Wurzeln der Band sind neben den obligatorischen Thrash Metal Passagen auch folkloristische Elemente zu vernehmen, die ihrer Volksgruppe, den Roma, entstammen. Irgendwie erinnern diese Einsprengsel ebenso wie die Tatsache, dass ein Brüderpaar am Werk ist und dass die Band von ganz unten begonnen hat sich emporzuarbeiten, an SEPULTURA. Auch was die Texte betrifft, nehmen sich EKTOMORF kein Blatt vor den Mund, sondern kritisieren so ziemlich alles und jeden, der ihnen in irgendeiner Form einmal gegen den Strich gegangen ist. "Destroy" ist demnach ein sehr persönliches Thrash-Album geworden, dass mit zu den tiefschürfendsten Alben dieses Genres in letzter Zeit zu zählen ist. Walter

EDGUY - King Of Fools (Nuclear Blast/edel)
"King Of Fools" ist der Vorbote zum Mitte März erscheinenden Album "Hellfire". Man mag von Edguy halten was man will, der Song hat zweifelsohne Hitqualität. Das haben sogar die Zuseher der ansonsten von Pop-Müll verseuchten Pro 7 Chartshow geschnallt. Was dem gestandenen Metaller allerdings schnurzpiepegal sein dürfte. Die restlichen 4 brandneuen Tracks werden am kommenden Album nicht vertreten sein. Ob zu Recht oder zu Unrecht, sei dahingestellt. Wer Edguy bzw. Avantasia zu seinen Favoriten zählt, wird jedenfalls ganz sicher nicht enttäuscht. "The Savage Union" beginnt fast schon wie eine Saxon-Metalhymne, um wenig später dann doch in den unvermeidlichen Tralala-Chorus zu münden. Dennoch nicht übel. Die Songs wurden teilweise mit Unterstützung des Filmorchesters Babelsberg (sollte man das kennen?) eingespielt. Mit "Life And Times Of A Bonus Track" folgt zum Abschluss die unvermeidliche Ballade, die sich auf sarkastische Weise mit dem Sinn und Zweck von Bonustracks auseinander setzt. Ganz Hartgesottene können sich anschliessend noch via Videoclip einen 16minütigen Studioreport zu Gemüte führen. Für Fans fraglos eine lohnende Anschaffung. Auch Edguy gastieren am 7. April im Planet Music. Ger-Hard

SHIVA - Desert Dreams (MTM/edel)
Im Rock Hard wurden sie von einem Hrn. Jaedike als DIE Metal-Sensation abgefeiert und mit Nightwish und Stratovarius verglichen. Da hat der werte Rezensent wohl eine andere CD gehört als ich. Lässt man die zu Unrecht geweckten Erwartungen erstmal beiseite, entpuppt sich "Desert Dreams" als gestandenes, abwechslungsreiches Hardrock Album mit einer Sängerin namens Anette Johansson, die gar nicht erst versucht, es Größen wie Tarja von Nightwish oder Sharon von Within Temptation gleichzutun. Die Hauptperson bei Shiva ist allerdings zweifellos Mats Edström, der laut Booklet doch tatsächlich alle Instrumente im Alleingang eingespielt haben soll. Abwechslung wird bei Shiva groß geschrieben. "Desert Dreams" überzeugt durch eine Fülle von hymnischen Refrains und tollen Melodien. Selbst die Ballade "Losing My Child" droht nie in`s peinliche abzudriften. Anette überrascht mit einer fantastischen Hardrockstimme, die man von der Power her am ehesten mit Nina von Skew Siskin vergleichen kann. Genial das hammerharte "Unjustify The Truth" mit einem jazzigen, Steve Vai lastigen Mittelstück. Für mich persönlich ist allerdings die Powerballade "Dawning Of A New Horizon" der Höhepunkt der CD. Ein Album, das beim ersten Durchlauf nicht unbedingt rundum überzeugt, in weiterer Folge aber fast schon süchtig macht. Wer Frauenstimmen mag (was für eine Aussage, Andi), Nightwish und Within Temptation aber zu kitschig findet, sollte sich Shiva unbedingt mal zu Gemüte führen. Und alle Anderen sollten das eigentlich auch tun... Ger-Hard

EXODUS ­ Tempo Of The Damned (Nuclear Blast/edel)
Die Thrash Metal-Gemeinde war zurecht geduldig! Soviel kann bereits eingangs erwähnt werden. Aussagen wie jene von Gary Holt: "EXODUS sind wie guter Rotwein, je älter desto besser", können bedenkenlos unterschrieben werden. Die Bay Area Legende hat es geschafft, mit diesem neuen Werk die Fanscharen mehr als nur zufrieden zu stimmen. Die Gitarrenfraktion Gary Holt / Rick Hunolt versteht es auch anno 2004 scheinbar mühelos, ein Riffgewitter nach dem anderen vom Stapel zu lassen. Das Tempo wurde im Gegensatz zur Vergangenheit zwar einigermaßen gedrosselt, doch dadurch gewinnen EXODUS zusätzlich an Groove, was den Songs im Endeffekt zugute kommt. In Kombination mit der ständig in Richtung Magengegend pumpenden Rhythmusabteilung knallen die beiden Gitarrenhelden den Fans einen Hit nach dem anderen entgegen. Sänger Steve "Zetro" Sousa hat im Laufe der Jahre seine markante Stimme ebenfalls beibehalten können; ich bin sogar der Meinung, der Kerl liefert hier seine beste Performance seit "Fabulous Disaster" ab. "Tempo Of The Damned" zählt nicht nur jetzt schon zu den Highlights des Jahres, das gesamte Thrash Metal-Genre wird sich ab sofort auch an dieser Scheibe messen lassen müssen (nanana... Andi). Warten wir ab, was die Konkurrenz dagenhalten kann. Wer sich Speed- oder Thrash Metal Maniac nennt, kommt unmöglich an "Tempo Of The Damned" vorbei! Walter

MAGNITUDE 9 ­ Decoding The Soul (Inside Out/edel)
Erst nach mehreren Durchläufen wurde mir die ganze Klasse dieser Scheibe bewusst. Die Band rund um den ehemaligen PSYCO DRAMA-Frontmann Corey Brown und den Gitarrenhelden Rob Johnson liefert mit ihrem mittlerweile dritten Album ein Werk ab, das vor allem, aber nicht nur, FATES WARNING-Anhängern vorzüglich munden sollte. Mehrmals fühlte ich mich an "Parallels" oder "Inside Out" erinnert, allerdings klingt Corey ein wenig voluminöser und dezent rauer als Ray Alder. Aber nicht nur Anleihen an FATES WARNING sind auszumachen, "Facing The Unknown erinnert ein wenig an SYMPHONY X , während "Dead In Their Tracks" etwas von DREAM THEATER hat. Im Gegensatz zu allen genannten Bands haben aber MAGNITUDE 9 die unkonventionelleren Gitarrensoli in ihren Sound integriert. Wer schon Corey´s alte Band mochte ­ es werden sich wohl nicht mehr allzu viele an diese Formation erinnern, deshalb zur Erinnerung: PSYCO DRAMA veröffentlichten in den Jahren 1995 bzw. 1997 Alben über Massacre Records (besten Dank, Herr Geschichtslehrer! Andi) ­ wird auch an MAGNITUDE 9 gefallen finden. Im Unterschied zu PSYCO DRAMA gehen sie aber heftiger zur Sache. Im Endeffekt ist "Decoding The Soul" ein Werk zur Dauer-Rotation in den CD-Schächten der Progressive Power Metal-Fraktion geworden. Walter

THRESHOLD ­ Critical Energy (Inside Out/edel)
Es wurde aber auch schön langsam einmal Zeit, die Klasse von Live-Auftritten dieser Formation dokumentarisch festzuhalten. Dabei hat nun im Endeffekt der Fan die Qual der Wahl. "Critical Energy" erscheint nicht nur als Doppel-CD, sondern auch als Doppel-DVD und als Special Edition mit DVD und CD. Wer die Band je livehaftig erleben durfte, wird wissen, dass der optische Eindruck, den ein Abend mit THRESHOLD hergibt, nicht unbedingt zu als große Show zu betrachten ist. Im Falle der Engländer ist diese Tatsache aber vollkommen nebensächlich, da diese Art von Musik einfach zum Zuhören gemacht ist. Zugegebenermaßen hat sich seit dem Einstieg von Sänger Andrew McDermott aber showmäßig ein wenig der Rock´n´Roll eingeschlichen, zählt "Mac" im Prog-Genre mittlerweile doch mit Sicherheit zu den Frontmännern schlechthin. Die Songauswahl des CD-Doppeldeckers lässt ebenso wenig zu wünschen übrig, wie der Sound. Begonnen bei "Phenomenon" über Karrierehighlights wie "Long Way Home" oder "Sunseeker" bis hin zu Hits vom Schlage des einfach fantastischen "Paradox" reicht das Spektrum. Wer solche Songs zu schreiben im Stande ist, kann sich meinetwegen nur mit Unterhosen bekleidet in einem improvisiertem Wohnzimmer auf der Bühne hinknotzen, es ist im Endeffekt die Musik, die zählt, und diese ist im Falle von THRESHOLD schlicht genial. Walter

COUNCIL OF THE FALLEN ­ Deciphering The Soul (Season Of Mist/Musica)
Technisch versierter Death Metal wird uns von dieser amerikanischen Formation geboten. Über die gesamte Spieldauer von 10 Songs (zu denen noch ein "Intro" bzw. "Outro" dazukommen) werden technische Spielereien der Gitarrenfraktion in Kombination mit heftigem Death Metal vorgetragen. Die Produktion übernahm Erik Rutan, ein Mann der wissen muß, wie diese Art von Musik zu klingen hat und konzipiert sein sollte. Genau in dieser Tatsache liegt allerdings auch ein wenig der "Hund" begraben, denn "Deciphering The Soul" klingt wohldurchdacht und konzipiert, dadurch jedoch ein wenig seelenlos. Auf Grund der üppigen Spielereien wurde offenbar darauf vergessen Emotionen mit ins Spiel zu bringen, was sich im Endeffekt negativ auf den Konsum dieser Scheibe auswirkt. Dadurch wird das vorliegende Album wohl nur eine sehr kleine Zielgruppe erreichen können. Walter

NATTEFROST ­ Blood & Vomit (Season Of Mist/Musica)
Bandleader Nattefrost, der ja im "Hauptberuf” bei den norwegischen Black Metallern von CARPATHIAN FOREST lärmt, will der Welt beweisen, wie ein "engstirniges, aber absolut tödliches” Black Metal Album zu klingen hat. Songtitel wie "Satanic Victory" oder "Mass-Destruction" könnten programmatischer gar nicht mehr sein. Leider fehlen mir die Vergleichsmöglichkeiten. Derart rumpelnden Metal, der musikalisch in etwa so gehaltvoll ist, wie uralte SODOM-Demos mit wesentlich mieserem Gesang, ist mir schon längere Zeit nicht mehr untergekommen. Weshalb uns Herr Nattefrost mit diesem Werk erfreuen wollte, entzieht sich meiner Kenntnis, allzu weit von seiner Stammformation dürfte er mit "Blood & Vomit" aber nicht sein, da mit Vrangsinn und Nordavind weitere (ehemalige) Kollegen mit von der Partie sind. Summa summarum bleibt "Blood & Vomit" eine Scheibe, die nur für eingefleischte Schwarzmetaller zu empfehlen ist. Walter

NEGATIVE REACTION ­ Endofyererror (PsycheDOOMelic)
Diese Scheibe hat an sich bereits acht Jahre auf dem Buckel. Im Jahre 1996 veröffentlichten die Amis NEGATIVE REACTION vorliegendes Album bereits über ihr bandeigenes Label. In der Zwischenzeit konnten zwei weitere Scheiben eingespielt werden, was der Band zu einem recht guten Ruf in der Doom/Sludge-Szene eingebracht hat. Mit Game Two Records in den Staaten und PsycheDOOMelic in Europa haben sich nun endlich Labels bzw. Vertriebspartner gefunden, um auch dieses Werk für Fans leichter greifbar zu machen. NEGATIVE REACTION erfreuen uns mit Doom, der allerdings nur in ganz seltenen Momenten metallisch klingt, sonder eher rockt und zwar im Sinne von schwermütig und schwerfälligen Zeitgenossen wie SLEEP, die uns vor Jahren immer wieder mit neuen Werken erfreuen konnten. Nicht gerade "Easy Listening", aber das soll es ja auch gar nicht sein. Zu erhalten ist "Endofyererror" über www.psycheDOOMelic.com bzw. steinzeitlich-postalisch bei Mark Hegedüs, Mauerbachstrasse 42/2/6, 1140 Wien für _ 12. Walter

NEGATIVE REACTION/RAMSSES ­ Split-CD (PsycheDOOMelic)
Auf dieser 4-Track Split­CD präsentiert uns das Label zunächst einmal die oben schon vorgestellten NEGATIVE REACTION, die mit "A Song For Constance” und "NOD” vertreten sind. Diese zwei Songs könnten unterschiedlicher gar nicht sein könnten, präsentieren aber trotzdem das Schaffen der Formation perfekt. "A Song For Constance" versprüht ein Rock-Flair, das in Songstrukturen eingebettet ist, die für Doom als geradezu hurtig zu bezeichnen sind, während "NOD" ein wahrer Strom an zähflüssiger, musikalischer Hingabe geworden ist. NEGATIVE REACTION werden wohl auf Lebzeiten zum Underground-Act verdammt sein, aber wer sich mit dieser Band ein wenig beschäftigt, wird früher oder später zu ihrer Anhängerschaft übertreten. "Master (Your Demons)" leitet dann den Anteil der Engländer RAMSSES ein. Die Band besteht aus Tim Bagshaw (G) und Mark Greening (D) , beide von den englischen Doomern ELECTRIC WIZARD, wobei Tim seinerzeit bass gespielt hat, sowie Bassist und Sänger Adam Richardson. Wer ELECTRIC WIZARD kennt (und wer bitte tut das nicht, ha-ha-ha, Andi), kann sich in etwa ausrechnen, was ihm RAMSSES zu bieten haben. Rein musikalisch sind die beiden Bands nicht weit von einander entfernt, durch den tiefkehligen Gesang von Adam, ist jedoch für deutliche Unterscheidungsmöglichkeiten gesorgt. "Ramsses II" ist aufgrund des tiefergelegten Gesangs fast schon als Doom/Death zu bezeichnen, während "Master (Your Demons) eher die durch die alte ELECTRIC WIZARD-Schule inspiriert zu sein scheint. Bei Interesse sein www.psycheDOOMelic.com empfohlen, wo es besagtes Werk für einen Unkostenbeitrag von _ 10,- zu erhalten gibt. Walter

Jack BLADES ­ Same (Frontiers/NSM)
Was erwartet der Hörer, wenn auf einer Scheibe der Name Jack Blades angeführt ist? Eben, feinen Melodic Rock und sonst gar nichts. Auch auf seinem Solo-Debüt vermag der amerikanische Songwriter und Sänger, der uns jahrelang mit Hits seiner Band NIGHTRANGER und später mit den DAMN YANKEES erfreuen konnte, seine Stärken voll und ganz einzubringen. Da der gute Mann auch über einen erlauchten Freundes/Bekanntenkreis verfügt, ließt sich die Besetzungsliste wie folgt: Kelly Keagy, Brad Gillis, Jeff Watson (alle drei von NIGHTRANGER), Michael Lardie (ehemals GREAT WHITE) Neal Schon (JOURNEY), Warren De Martini (ex- RATT) und ­ fast logisch -Tommy Shaw, mit dem er ja auch bei den DAMN YANKEES und unter dem Banner SHAW/BLADES aktiv war. Eine Tatsache sollte an diesem edlen Melodic Schmankerl aber noch hervorgehoben werden: Jack hat hier seinem Sohn Colin nicht nur die Möglichkeit gegeben, im Hintergrund für einige Gesangspassagen zu sorgen, sondern hat zusammen mit ihm auch das Stück "Breaking Down" komponiert. Es würde mich sehr wundern, wenn da in Zukunft nicht einen weitere "Familienscheibe" aufgenommen würde. Walter

SEVENTH KEY ­ The Raging Fire (Frontiers/NSM)
Hinter SEVENTH KEY verbirgt sich entgegen vielen Erwartungen keine HELLOWEEN-lastige Formation, sondern ein sattes Stück Melodic Rock. Initiator dieses Projektes ist KANSAS-Basser Billy Greer, der bereits zum zweiten Mal unter diesem Banner ein Album in die Läden stellt. Mit von der Partie ist sein ehemaliger STREETS-Gefährte Mike Slamer. Dazu kommen noch Drummer Jamie Thompson und als Gastsänger Terry Brock. Im Gegensatz zu KANSAS geht es bei SEVENTH KEY wesentlich rockiger zur Sache, der für KANSAS typische Sound wird hier vergeblich gesucht. Diese Art von Musik passt famos zu Billy´s relativ hoher Stimme. Es scheint, als ob er hier so richtig aus sich herausgehen könnte. Fans seiner Stammformation werden sich wohl erst an die Scheibe gewöhnen müssen, allerdings sollten im Gegenzug Fanatiker des Melodic Rock "The Raging Fire" unbedingt auf ihren Einkaufszettel notieren. Walter

MONSTER MAGNET - Monolithic Baby! (SPV/edel)
Vier lange Jahre haben uns Dave Wyndorf & Co auf ihre neue Scheibe warten lassen. Um es vorweg zu nehmen, das warten hat sich zu 100% gelohnt. Bereits der Opener "Slut Machine" rockt wie die Hölle. Die Songs strotzen vor brachialer Power und Energie. Nicht mehr so psychedelisch und abgedreht wie in frühen Tagen straft man all jene Lügen, die Monster Magnet nach dem eher matten "God Say`s No" bereits abgeschrieben hatten. "On The Verge" weckt Erinnerungen an The Cult zu ihren Glanzzeiten und die Singleauskoppelung "Unbroken (Hotel Baby)" nistet sich unbarmherzig in den Gehörgängen ein. Das eher ruhige "There`s No Way Out Of Here", im Original vom Pink Floyd Gitarristen David Gilmour, unterstreicht den seit jeher vorhandenen Bezug zu den Seventies, die Einflüsse von Hawkwind bzw. den frühen UFO sind nach wie vor nicht zu überhören. So stört es denn auch nicht, dass ein Hitmonster wie "Space Lord" fehlt. Denn andererseits ist hier, im Gegensatz zu früheren Veröffentlichungen, kein einziger Totalausfall zu beklagen. Ein zutiefst mitreissendes, emotionales Album das, wenn man es zulässt, tief unter die Haut geht. Monster Magnet sollte man laut hören. Verdammt laut! Am besten am 27. März mit The Quill und Gluecifer (cooles Package) im Planet.
Ger-Hard

SKEW SISKIN - Album Of The Year (ulfTone/edel)
Die ultimative Kick-Ass-Schweinerock-Scheibe kömmt diesmal ausnahmsweise nicht aus Schweden sondern aus Germany. Anfang der Neunziger galten sie als eine DER großen Hoffnungen im Rockgeschäft. Doch während identitätslose 08/15-Bands als der letzte Schrei abgefeiert wurden, fristete der bunte Haufen aus Berlin bis zum heutigen Tag ein Schattendasein. Was sich mit dem "Album Of The Year" nun zwangsläufig ändern sollte. An den Drums findet sich neuerdings ein alter Bekannter aus der Wiener Metalszene. Damien, formerly known as Mario Brodtrager, der einst u.a. bei Drahdiwaberl, Sextiger, Dr. Shivago oder Blind Petition die Felle malträtierte. Bereits im Opener "We Hate" demonstriert die Band rund um die neuerdings blond gefärbte Rockröhre Nina C. Alice nachdrücklich, dass sie das Rocken nicht verlernt hat. Das ist schweißtreibender, grundehrlicher Rock`n`Roll, wie wir ihn ansonsten von Bands wie Motörhead (Lemmy singt Background bei Shake Me und All Fired Up) oder Rose Tatoo gewohnt sind. Daß man sich ungeniert bei musikalischen Vorbildern wie Led Zeppelin, AC/DC (The Godess) oder den Rolling Stones (Another Good Man) bedient, stört in keinster Weise. Durch dezent eingestreute Effekte und vor allem Ninas unverwechselbare Reibeisenstimme ist der Wiedererkennungswert zu 100% garantiert. Am 31. März werden Skew Siskin im Anschluß an ihre Europatournee mit Motörhead eine Headliner-Show im Planet Music spielen. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten!
Ger-Hard



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