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| In der Herbstausgabe des Magazins angekündigt: >>> AOR-CDS online |
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FLESHCRAWL - Structures Of Death (Metal Blade / SPV) Auf >>Structures Of Death<< geht dementsprechend die Post ab, die Songs selbst sind im Vergleich zum Vorgängerwerk >>Made Of Flesh<< aber noch ein wenig eingängiger geworden, was man wohl auf die langjährige Erfahrung der Herrschaften zurückführen kann. FLESHCRAWL muss man nicht nur für ihre jahrelange Hingabe und ihren immensen Willen Death Metal zu machen Tribut zollen, sondern zudem auch noch dringend erwähnen, dass die Deutschen ihre Sache dermaßen gut machen, dass sich ihre ursprünglichen Inspirationsquellen mittlerweile an dieser Band orientieren sollten. TRINAKRIUS – Inquisantism (PsycheDOOMelic Records) Als Bonus, aber wohl auch zur klaren Abgrenzung des zunächst englischsprachigen Teils, haben die Jungs den alten JUDAS PRIEST-Gassenhauer „Love Bites“ geringfügig verdoomt und wissen damit für Auflockerung zu sorgen. Auffällig an diesem Album ist der übermäßig große Anteil an sakral anmutenden Elementen, mit denen TRINAKRIUS ihre Songs ausstaffieren. Auch der Gesangsvortrag von Flavio Rezza kommt mit einem solchen Unterton aus den Boxen, der Knabe theatralisiert aber meiner Meinung nach zu sehr. Epische Kompositionen verlangen zwar regelrecht nach derartiger Gesangstechnik, aber Flavio übertreibt es mitunter doch ein wenig. Nichtsdestotrotz ist es sein Gesang, und das vor allem im zweiten Teil des Doppeldeckers, also in den italienisch vorgetragenen Tracks, der TRINAKRIUS zu einem sehr außergewöhnlichen und empfehlenswerten Act in der Welt des Doom gedeihen lässt. Zu erstehen ist „Inquisantism“ für € 15,- über das Label direkt: PsycheDOOMelic Record , c/o Hegedüs Márk, Fürst Liechtenstein Str. 18/11, 1230 Wien, www.psycheDOOMelic.com POWERFUL - Welcome To the Slaughterhouse (My Graveyard Productions / Import) Die durch sehr gekonnten Instrumental-Vortrag abgefahrenen und verschachtelten Tracks verlieren dadurch immens an Genialität. Immer wieder versucht Alexander mit derlei Gesangspassagen die Tracks zu „veredeln“, was im Endeffekt allerdings misslingt und sich sehr negativ auf den Gesamteindruck auswirkt. Gute Ansätze sind bei POWERFUL hinsichtlich der Songs selbst, aber auch was die Instrumentalisten betrifft, auf jeden Fall vorhanden, aber gesangstechnisch besteht hier immenser Handlungsbedarf. THE BLACK DAHLIA MURDER – Nocturnal (Metal Blade / SPV) In erster Linie ist es moderner Death Metal, der auf dem aktuellen Werk der Amis namens >>Nocturnal<<, das zudem auch mit einem unmissverständlichen, Todesmörtel-typischen Cover in die Läden kommt, das Geschehen regiert, doch THE BLACK DAHLIA MURDER haben offenbar nun auch den Black Metal für sich entdeckt und das nicht nur weil Trevor Strnad nun neben dem für ihn typischen Gegrowle des Öfteren geradezu hysterisches Gekreische im Stile von diversen Schwarzmetall-Frontleuten von sich gibt. Ob gewollt oder doch „nur“ studiotechnisch passiert, sei dahingestellt, jedenfalls fällt gerade in jenen Passagen auf, dass Trevor den Rest der Band regelrecht in Hintergrund brüllt. Hinsichtlich der Songs selbst lässt sich auf der einen Seite zwar eindeutig die Fortsetzung des von THE BLACK DAHLIA MURDER eingeschlagenen Weges feststellen, sprich die Jungs haben sich ihrer eigenwilligen, aber ungemein brachialen Melange mit Haut und Haar verschreiben, doch hinsichtlich der Fähigkeit Songs zu komponieren, muss man den Jungs sehr wohl attestieren, sich weiterentwickelt und nunmehr eine ansehnliche Sammlung von Hits abgeliefert zu haben, die uns mit Sicherheit im Laufe der nächsten Zeit auch mehr als nur einmal von der Bühne aus präsentiert werden, denn dort kommen THE BLACK DAHLIA MURDER immer noch am intensivsten zur Geltung. FROZEN TEARS - Nights Of Violence (My Graveyard Productions / Import) Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens offerieren uns FROZEN TEARS auf „Nights In Violence“ erneut eine satte Dosis Heavy Metal in seiner puren Form. Mit jenen Klängen, die den notorische Italo-Metal-Hasser (Göh, Herr Appel?) Cds schon allein ob ihrer Herkunft gen Mülltonne kicken lässt, haben die „gefrorenen Tränen“ aber nichts am Hut. Viel mehr lassen sie uns erneut wissen, dass die 80er Jahre die für sie einflussreichste Zeit gewesen sind. Zum Teil kommen dezente US Metal-Anklänge zum Vorschein, zu in etwa gleichen Anteilen darf man sich an von der NWOBHM-inspirierten Klängen erfreuen, der Großteil der Kompositionen deutet allerdings unmissverständlich darauf hin, dass FROZEN TEARS eine nicht unerhebliche Menge an deutschem Metal jener Zeit intus haben und in ihre Songs einfließen lassen. Daraus ergibt sich eine sehr locker gespielte, aber immerzu reichlich harte Mischung, die sofort ins Gehör geht und live bestimmt für grölendes Publikum sorgt. Mit einer gut gespielten Cover-Version von „Run If You Can“ beenden FROZEN TEARS ihre Vorstellung und unterstreichen damit nachhaltig ihre Inspirationsquellen und beweisen zudem auch noch guten Geschmack. DEMIRICOUS - Two (Poverty) (Metal Blade / SPV) Der Thrash Metal hat zwar immer nach das Sagen bei diesem Quintett, doch sowohl Death Metal, als auch Hardcore der brutalen Machart lassen sich erneut im Soundgebräu von DEMIRICOUS finden. Auch wenn nach dem Debüt offenbar keineswegs der Reichtum, ausgebrochen ist, wie uns die Jungs unmissverständlich an Hand des Titels dieser Scheiblette zu verstehen geben, dürfte sich doch eine nicht gerade unbeträchtliche Anzahl an Einheiten unters Volk haben bringen lassen. Hinsichtlich der Klasse haben die Amis sicher nichts an Qualität eingebüßt, viel mehr ist es ihnen gelungen den Standard zu halten und ein wenig mehr Wert auf Abwechslung zu legen. Zu den bereits erwähnten Ingredienzien gesellen sich anno 2007 überraschend viele Grooveanleihen, wie beispielsweise in >Knuckle Eye<, das deutlich macht, dass DEMIRICOUS neben alten Helden des Thrash Metals wie SLAYER auch älteren PANTERA-Werken schon einmal ein Ohr geliehen haben dürften. Zudem fallen mitunter sogar regelrecht schleppende Passagen auf, die den Sound der Band noch ein wenig druckvoller erscheinen lassen. Das abschließende Instrumental >Blackish Silver< kommt dem Titel entsprechend schwer und finster aus den Boxen und verhilft >>Two (Poverty)<< zu zusätzlichem Anreiz und offenbart vor allem eine weitere Facette einer band, die in erster Linie durch ihre immense Aggressivität besticht und diese fabulös auf musikalische Art umzusetzen im Stande ist. COLLAPSE 7 - Supernova Overdrive (Noisehead Records / Rebeat) Zusammen mit seinen drei Gefährten liefert Mario mit „Supernova Overdrive“ ein sehr abwechslungsreich gestaltetes Stück Todesmetall ab, das von mächtigem Groove (Titelsong, „Hollow Hearts“), über eher griffigen, traditionellen Death Metal („Gravity Collapsing Theory“) bis hin zu wahren Rabiatperlen dieses Genres in Tradition alter Meister dieser Stilrichtung („A Tragic History“) ein sehr breites Spektrum unterschiedlicher Klänge anzubieten hat. Darüber hinaus lassen sich bei COLLAPSE 7 nunmehr aber auch einige Novitäten gegenüber deren Debüt „In Deep Silence“ feststellen. In „I Proclaim The End“, das nicht nur musikalisch weitaus weniger brachial aus den Boxen kommt als der Großteil der anderen Tracks, hat es sich Meister Klausner nicht nehmen lassen einige klare Gesangspassagen einzubauen, was sehr gut zum abwechslungsreichen Erscheinungsbild der Formation passt. Auch „The Shepherds Call“ hat bisweilen von dieser Truppe nie zuvor zu vernehmende Melodien zu bieten und beim Finale in Form von „The Silence That Remains“ versuchen sich COLLAPSE 7 gar ein einer experimentellen Ballade. Doch damit beenden die vier Herrschaften das Spektakel noch nicht, denn ein nicht wirklich gut versteckter „Hidden Track“ folgt bereits unmittelbar danach. Weshalb sich die Band dabei an einer regelrecht romantischen Komposition versucht hat, ist mir zwar schleierhaft, doch schlecht gemacht haben COLLAPSE 7 ihre Sache auch dabei ganz und gar nicht. Ebenso muss noch Martin Schirenc's Produktion lobend erwähnt werden, die perfekt zu den Songs der Jungs passt. „Supernova Overdrive“ ist ein durchwegs gelungenes Album geworden, zu dem auch das Travis Smith-Cover hervorragend passt. PATHS OF POSSESSION - The End Of The Hour (Metal Blade / SPV) Vor allem aber haben diese Floridaner in ihren Songs eine Fülle an Soli anzubieten, die für derlei Klänge nicht wirklich Usus sind. Spieltechnisch sind PATHS OF POSSESSION über jeden Zweifel erhaben, aber auch was die Tracks an sich betrifft wissen die Jungs zu gefallen. Auch hinsichtlich des Tempos wird auf >>The End Of The Hour<< herrlich variiert, wobei vor allem im Midtempo-Bereich die immense Wucht der Kompositionen zur Geltung kommt. Leider ist es den Jungs allerdings nicht wirklich gelungen ihre Songs auch mit Hooks auszustatten, sodass PATHS OF POSSESSION sich im direkten Vergleich zu >>Promises In Blood<< zwar sehr wohl gesteigert haben, die Zielgruppe aber trotz unterschiedlicher Anleihen aber wohl dennoch limitiert bleiben wird. TRASHCANNED – Redemption (Noisehead Records / Rebeat) Zumindest den Besuchern des „Metal-Camp“-Festivals sollte die Band ein Begriff sein, wo die als sehr spielfreudig und umtriebig bekannten fünf Jungs nebst Dame an der Gitarre ebenfalls bereits gastieren durften. Der Gewinn des „Metal For Fairness“-Underground-Contests brachte dem Sextett vor kurzer Zeit einen Vertrag bei Noisehead Records und nun steht „Redemption“, der erste Longplayer der Formation in den Läden. Während die Truppe in den Anfangstagen noch deutlich vom damals angesagten Nu Metal beeinflusst war, hat sich der Stil von TRASHCANNED in der Zwischenzeit deutlich verändert. Die im Infoblatt angegebenen Anleihen aus Hardcore, Metalcore und Industrial konnte ich zwar höchstens als Spurenelemente feststellen, die weiters angeführten Thrash Metal (in moderner Form) und Death Metal (in schwedischer, melodiöser Machart) dominieren eindeutig das Geschehen. Dabei gibt das gemischte Sextett keine schlechte Figur ab, auch wenn meiner Meinung nach dem Keyboard zu viele Freiheiten einberaumt werden. Nicht, dass die Kompositionen dadurch verwässert würden, aber anstelle die Gitarren zu unterstützen um den Sound dichter zu gestalten, bewirken die Klänge des Tasteninstruments in manchen Passagen eher das Gegenteil. Ganz im Stile der des öfteren doch deutlich auszumachenden Einflussquellen aus dem Großraum Göteborg haben TRASHCANNED einige wirkliche Perlen in der Dose. „Final Breath“, das es als Video auf der Myspace-Seite der Band zu bestaunen gibt, zählt ebenso zu den Highlights dieses Albums wie das famose „Ten Days Remain“, in dem vor allem die ungemein böse klingenden Hintergrundgesänge auffällig sind. Als weiteren Hit kann die Band „My Own Revelation“ aufwarten, dessen Refrain sich sofort und unmittelbar in die Gehirnrinde einfräst. Weiters wären noch „Meet Your Doom“ und „Memento“ zu nennen, die ebenfalls das Zeug zu zukünftigen Referenznummern dieser Band haben. Hoffentlich kann die Band die ihnen zu Teil gewordene Möglichkeit, sich mittels Deal auch auf internationalem Parkett zu beweisen, auch ausnutzen. Das Zeug dazu haben TRASHCANNED bestimmt und internationale Vergleiche braucht die Band nicht zu scheuen. DESASTER - 666 - Satan’s Soldiers Syndicate (Metal Blade / SPV) Der geneigte Fan weiß längst, was ihn erwartet, dennoch freut er sich aber immer wieder auf neue Veröffentlichungen dieser Band. Zumal man DESASTER niemals unterstellen wird können, sich selbst zu kopieren, sondern einmal mehr erwähnen muss, dass DESASTER allen Traditionen zum Trotz sehr wohl einer gewissen Weiterentwicklung unterliegen. Für >>666 – Satan’s Soldiers Syndicate<< haben die Herrschaften dem Schwarzmetall ein wenig Platz einberaumt als sonst, was sich nicht nur in den mitunter regelrecht fiesen Riffs widerspiegelt, sondern auch im Gesang, den Satanic nunmehr mit wesentlich mehr bösen Anteilen zum Besten gibt. Was DESASTER aber immer noch am besten können, ist imposante und hymnische Songs mit Kraft und Würze vom Stapel zu lassen, die von der Bühne aus präsentiert für Stimmung ohne Ende sorgen werden. Auch auf ihrem aktuellen Silberling hat die Truppe einige Tracks verewigt, die fortan mit Sicherheit zum Live-Programm zählen werden. Vor allem >Angel Extermination<, zudem MELECHESH-Mastermind Ashmedi ein feines Solo abgeliefert hat und das den treuesten Fans der Band, dem HM-Fanclub „Hellbangers Moselfranken“ gewidmete >Hellbangers< werden demnächst zusammen mit <Nekropolis Karthago< und ähnlichen Gassenhauern zu bejubeln sein. Ob auch das epische >Tyrannizer< live in dermaßen beeindruckender Form wiedergegeben werden kann wie auf dem Album, bleibt abzuwarten, denn einen nicht unerheblichen Anteil zum Gelingen hat PRIMORDIAL-Frontmann Alan A. Nemtheanga beigetragen, der hier zusammen mit ABSU’s Sir Proscriptor als Gast zugegen war und einmal mehr durch eine imposante Vorstellung sein Können unter Beweis stellte. Aber auch ohne etwaige Gastbeiträge verdienen DESASTER mehr als nur Respekt, denn >>666 – Satan’s Soldiers Syndicate<< ist in Summe erneut zu einem packenden und mitreißenden Album geworden, dass jedes Bangerherz erfreuen wird! |
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