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MACHINEMADE GOD – Masked (Metal Blade / SPV) Walter DARKSIDE - Amber – Skeletal Journeys Through The Void (Noisehead Records / Rebeat) Hinsichtlich der Texte war bei dieser Truppe schon immer gehobene Kost angesagt, was sich auch auf ihrem neuen Album fortsetzt. H.P.Lovecraft scheint, neben seiner immerzu nachvollziehbaren und keineswegs stupid-aggressiven Religionskritik, immer noch die wichtigste Inspirationsquelle für Wolf zu sein, dazu passende enthält „The Myth Of Reason“ im Booklet ein Zitat von Lucius Annaeus Seneca zur Erläuterung. Folkloristisches aus dem Osten leitet den kurzen Brachial-Hammer „Pillars Of Err“ ein, wobei ein dezenter orientalischer Touch den Gitarrenläufen auch im weiteren Verlauf zu entnehmen ist und besagter Track nicht zuletzt auf Grund seiner Brutalität in Kombination mit dem genannten Gitarrenthema DARKSIDE in die Nähe von NILE befördert. „Solitary Confinement“ lässt dann das Herz jedes Doom/Death-Fanatikers höher schlagen, schließlich ist der österreichisch-slowakischen Kooperation hiermit eine sehr intensive Killer-Nummer gelungen, die sich zwar allmählich tempomäßig steigert, dadurch aber nichts an Intensität einbüßt und mit zu den Highlight dieses Albums zu zählen ist. „Architects Of Modern Atheism“ offenbart vom Text her einmal mehr die bereits erwähnte religionskritische Einstellung von Wolf, was die Musik betrifft, zeigen DARKSIDE hier erneut ihre aggressive Seite und kommen zunächst mit sehr derben Klängen zur Sache, ehe ein melodiöses Solo für Abwechslung sorgt, bevor die Jungs den Song gnadenlos und mit Heftigkeit beenden. Ob die Herrschaften tatsächlich auf eine Kirchenorgel für die Einleitung des Finales in Form von „The Burning“ zurückgegriffen haben, darf bezweifelt werden, sehr authentisch klingen die sakralen Klänge im Intro dieser Nummer aber auf jeden Fall und kommen zudem auch verdammt gut zur Geltung. Ansonsten entlassen uns DARKSIDE mit einer letzten, erneut technisch sehr anspruchsvollen und abwechslungsreich gestalteten Todesmetall-Nummer aus "Amber – Skeletal Journeys Through The Void": einem Werk, das mit Sicherheit mit zum Besten gehört, das in Österreich jemals im Death Metal-Bereich veröffentlicht wurde. JOB FOR A COWBOY - Genesis (Metal Blade / SPV) Der auf „Genesis“ von den jungen Musikern intonierte musikalische Wirbelwind ist an Brachialität kaum zu überbieten, auch wenn man nach mehrmaligen Durchläufen des Albums kaum etwas in Erinnerung behält. Aber das scheint wohl auch nicht unbedingt die Intention dieser Formation gewesen sein. Viel eher scheint es, als ob uns JOB FOR A COWBOY mit diesem Werk eine musikgewordene Attacke offerieren wollten, die den Zuhörer regelrecht überfällt und an die man sich im Endeffekt dennoch erinnert. Denn auch wenn „Genesis“ gerade einmal knapp über eine halbe Stunde aus den Boxen donnert, muss man den noch recht Jungen Männern aus Arizona eine beinahe schon unheimliche Durchschlagskraft attestieren, oder anders gesagt: man behält vielleicht keine Songs in Erinnerung, sehr wohl aber „Genesis“, und zwar als alles niedermetzelndes Gesamtwerk. Walter WAR FROM A HARLOTS MOUTH – Transmetropolitan (Lifeforce / Soulfood) Wie auch immer man die stilistische Vielfalt, die uns WAR FROM A HARLOTS MOUTH anzubieten haben, auch bezeichnen mag, in erster Linie regiert hier der düstere, fast schon finstere ultra-derbe und extrem brutale Metal, der mitunter gen Grindcore tendiert, aber auch technisch sehr anspruchsvolle Nuancen innehat, sprich WAR FROM A HARLOTS MOUTH haben auch jene Elemente, die nunmehr neudeutsch unter dem Begriff „Mathcore“ bekannt sind. Zudem weiß Brüllwürfel Steffen mit seinem, zwischen garstigem Gegrunze und extremen Schreien abwechselnden Vortrag die jeweilige Stimmung der Songs exakt wiederzugeben. Die ganz harten unter den harten Musikliebhabern werden diese Band herzen. Melodiefetischisten sollten sich langsam und in kleinen Portionen an WAR FROM A HARLOTS MOUTH heranwagen, denn die Grenze zum puren Krach wird hier des Öfteren doch klar überschritten. Walter SIX FEET UNDER - Commandment (Metal Blade / SPV) Auch mehre Jahre und Alben später brillieren die Amis durch die grandiosen Riffs von Steve Swanson, grooven Terry Butler und Greg Gall wie Sau und wie nicht anders zu erwarten, dominiert Frontmann Chris Barnes das Geschehen. Die unnachahmliche Art und Weise wie er seinem Kehlkopf Töne entlockt, bleibt wohl auf ewige Zeiten der Knackpunkt an SIX FEET UNDER. Wer sich mit seiner Art zu singen nicht anfreunden kann, dem werden die Herren wohl auch weiterhin eher am Allerwertesten vorbeimusizieren. Aber genau das wird sie ebenso wenig berühren, denn die Band hat ein sehr treues Gefolge. Die Amis liefern ihre Alben konsequenterweise mächtig groovend ab und das in schöner Regelmäßigkeit, weshalb auch „Commandment“ den Fans dieser Band einen Kniefall abverlangen wird. Walter FAINT IN PAIN - Monzetsu Gannen (Yggr Drasill Records / Import) Auch das, zumindest dem Augenschein nach, sehr junge Quintett FAINT IN PAIN macht da keine Ausnahme und kredenzt uns auf diesem 6-Tracker eine wohlbekannte, aber auch sehr wohl klingende Melange aus Hardrock und Heavy Metal der melodiösen Art. Die Japaner wechseln immer wieder zwischen Up-Tempo-Passagen und ungemein eingängigen Melodien und lassen zudem auch Sängerin Sara ausreichend Platz um ihre Stimme zur Geltung kommen zu lasen. Der Exoten-Fanatiker wird hier ebenso zuschlagen müssen, wie logischerweise auch der Freund von alteingesessenen japanischen Metal-Bands, denn, wie man an Hand von FAINT IN PAIN merkt, hat Japan zum Glück wesentlich mehr auf dem Sektor der Rockmusik zu bieten als nur diese lächerlichen Visual Kai-Kasperln! www.faint-in-pain.com SAMURAI METAL - Vol. 2 (Samurai Sound Association / Import) Das mittlerweile in der Heimat etablierte und nun auch nach Europa seine Fühler ausstreckende Label Yggr Drasill versorgt uns ja schon seit einiger Zeit mit einigen Newcomern aus dem Land der aufgehenden Sonne und deren Promo-Abteilung hat uns zudem auch noch einen Sampler (dem Titel nach bereits der zweite einer Reihe) aus dem letzten Jahr zukommen lassen, auf dem der rockende Nachwuchs ein Stelldichein gibt. DEATHLAND eröffnen mit einem hochwertigen, melodiösen Metalsong namens „Isolation“. Mit dezent YNGWIE MALMSTEEN-inspirierter Musik unter dem Titel „Under The Fire“ von INSPIRE geht der Reigen weiter, ehe BURNING EMOTION mit „Living In Creation“ beweisen, dass der Einfluss von Bands wie MSG oder RAINBOW in Japan auch 2007 noch immer ein sehr großer ist. Die „Junjo Serenade“ von einer ungemein versierten Truppe mit dem ganz und gar unpassenden Namen HOOLIGAN lässt Reminiszenzen an die neoklassizistische Schule aufkommen, bevor es mit REAL-TENSION und „Dead Or Alive“, einem amtlichen Up-Tempo-Melodic Rocker, aber leider auch einem etwas neben den Tönen agierenden Sänger, weitergeht. Die wohl bekannteste Truppe im japanischen Underground sind im Moment die Melodic-Rocker FAINT IN PAIN, die hier mit „Samsara-Rin-Ne“ vertreten sind. Einen stilistischen Wechsel gibt es dann mit BELLFAST, die uns „Celtic Drum“ offerieren, eine mit irischen Anleihen durchzogene Nummer, die zum Mitschunkeln animiert, bevor UNCHAIN mit „Blazing Fire“ einen satten Heavy Rocker vom Stapel lassen, der zwar durch gelungene Melodien auffällt, aber leider auch durch sehr schwachen Gesang. INTENTION riffen in „Final Destination“ dann ganz im Stil teutonischer Vorbilder, bevor FREAKSXX angeproggten Speed kredenzen, der jedoch einigermaßen gewöhnungsbedürftig ist. ELEANOR beweisen ihre Kompetenz gefühlvolle Musik zu komponieren mit der Halbballade „In Gloom“, ehe HYDRA mit dem zehnminütigen Monumentalepos „Children Of Sun“ den Reigen mit sehr epischem Bombast-Metal beenden. Auch wenn es sehr schwierig ist, Bands an Hand eines einzigen Songs zu beurteilen, kann man sich mit „SAMURAI METAL Vol. 2“ zumindest einen guten Überblick über die aktuelle Situation der japanischen Szene machen und dieser hinterlässt bei mir einen durchaus positiven Eindruck. Walter NILE – Ithyphallic (Nuclear Blast /east west) Die amerikanische Death Metal-Institution von NILE hat sich selbstredend auch auf seinem aktuellen Werk „Ithyphallic“ mit dieser Thematik beschäftigt und liefert erneut jene Art vom Musik ab, für welchen die Truppe seit Jahren bekannt ist. Ebenso selbstverständlich ist auch die Tatsache, dass NILE ihre Inspirationen nicht nur thematisch aus der ägyptischen Mythologie beziehen, sondern uns erneut wieder eine Idee davon geben, wie die Menschen wohl damals musiziert haben, sprich das Album versprüht erneut jenen Esprit, den man sich in der Gegenwart vorstellt, wenn vom alten Ägypten die Rede ist. NILE verstehen es wie kaum eine andere Band ihre Kompositionen atmosphärisch dicht zu gestalten, weshalb jedes Werk von NILE eine einzigartige Vision zulässt. Unterschiedlich ist diesmal der Metal an sich auch nicht geworden, dennoch klingen NILE auf „Ithyphallic“ noch ein wenig mächtiger als zuvor. Hinsichtlich des Tempos kann man nunmehr wesentlich weniger Mid-Tempo-Parts entdecken, doch Karl Sanders und Konsorten haben nicht nur dieses angehoben, sondern zudem auch an Durchschlagskraft gewonnen und das obwohl noch mehr Wert auf technische Details und Raffinessen Wert gelegt wurde. Auch wenn es nicht ganz einfach ist, den Amis auf ihrer musikalischen Rundreise zu folgen, kommt dieses Album als Gesamtkunstwerk ungemein intensiv und mit einer derartige Fülle an Details aus den Boxen, dass man sich jetzt schon die Frage stellen darf, wie es die Jungs schaffen wollen, ihre neuesten Kompositionen live an den Fan zu bringen. DOOMSWORD - My Name Will Live On (Dragonheart / SPV) Sei’s drum, dank „My Name Will Live On“ ist die Wartezeit nun beendet und DOOMSWORD offerieren uns erneut ein heroisch vorgetragenes, sehr episches Stück Metal, das der Klientel in die Gehörgänge laufen wird wie Balsam. Der Opener „Death Of Ferdia“ lässt uns gleich einmal vergangene Großtaten der Band in Erinnerung rufen, haben uns die Herrschaften damit doch ein, ganz klar von Deathmaster’s Handschrift geprägtes Stück edelstes Metal in getragener, emotionaler Ausführung zu bieten. „Gergovia“ setzt den Reigen fort, dabei kommen die für die Italiener fast schon üblichen Reminiszenzen an Größen des Untergrundes wie MANILA ROAD zum Vorschein, und auch das nicht minder epische, dezent an OMEN zu deren Blütezeit erinnernde „Days Of High Adventure“ weiß den DOOMSWORD-Maniac zu beeindrucken. Danach steigern die Jungs das Tempo und lassen uns jenen musikalischen „Werkstoff“ zu Gehör kommen, der die Musik von DOOMSWORD seit dem selbstbetitelten Debut anno 1999 ausmacht. „Steel Of My Axe“, programmatischer könnte man einen Song dieser Stilistik gar nicht betitelt, hält dann auch zu 100 % was es verspricht. In „Claidheamh Solas (Sword Of Light)" kommen die irischen Einflüsse von Deathmaster zum Tragen, bevor mit dem doomigen ‚Thundercult“ ein weiterer zukünftiger Klassiker präsentiert wird. Sehr elegisch kommt „Once Glorious“ mit einem wahrlich unter die Haut gehenden akustischen Beginn aus den Boxen, ehe uns DOOMSWORD unmittelbar nach dem Verklingen des Rausschmisses in Form des Hammers „The Great Horn“ unmittelbar zur „Repeat-Taste“ greifen lassen, um sich „My Name Will Live On“ abermals und abermals zu Gemüte zu ziehen. DOOMSWORD haben damit mit Sicherheit eines der intensivsten Alben dieses Jahres veröffentlicht und nun sollte endlich auch die Anzahl der Jünger, die dieser Band huldigen, vervielfacht werden können. www.truemetal.org/doomsword/ FUELED BY FIRE - Spread The Fire (Metal Blade / SPV) Mit FUELED BY FIRE schickt sich nun ein Quartett aus Norwalk (Kalifornien) an mit seinem Debut „Spread The Fire“ an um in die Fußstapfen der ganz großen Namen auf diesem Gebiet zu treten. Auch wenn es ein harter und steiniger Weg für diese Truppe sein wird, eben jenes Vorhaben zu erreichen, so muss man den Amis zumindest jetzt schon zubilligen, auf dem haargenau richtigen Weg zu sein. Begonnen beim Cover, das schwerstens nach ganz alter Schule anmutet, haben die vier Jungs ihre Lektionen, wie man THRASH METAL dieser Machart zu offerieren hat, wahrlich perfekt gelernt. Mit einem kurzen, aber sehr heftigen Instrumental mit dem Titel „Ernest Goes To Hell“ beginnen die Jungs den Reigen und lassen uns in Folge über insgesamt gut 45 Minuten bzw. zehn weitere Songs nachhaltig wissen, dass ihre Idole ganz klar in ihrem Bundessstaat zu suchen sind. Neben immer wieder an ältere TESTAMENT erinnernde Songs, kommen auch Einflüsse von EXODUS (Sänger Gio erinnert dezent an Zetro) und auch weniger bekannten, aber nicht minder genialen Formationen zum Vorschein. Wenn es mitunter auch weniger melodisch zugeht als bei den genannten Referenzbands, so scheinen FUELED BY FIRE nicht nur genau zu wissen, was sie wollen, sondern obendrein auch noch, was knallenden Thrash Metal ausmacht und genau diesen gibt es auf „Spread the Fire“ elfmal zu bestaunen. GODDAMNED X - The Art Of Closing Eyes (Eigenproduktion) Nach unzähligen Einzelauftritten und solchen in Kombination mit weiteren Underground-Acts, schafften es die vier Musiker auch etliche Gigs als Support für etablierte Größen wie CROWBAR, DISMEMBER, BEHEMOTH oder DISSECTION zu spielen. Obendrein durften GODDAMNED X auch noch bei Festivals wie dem „Fuck The Commerce", dem „Kaltenbach Open Air" oder dem „Metalcamp" auftreten, ehe man noch im letzten Jahr mit den Aufnahmen zu „The Art Of Closing Eyes" startete. Noch bevor die Scheibe veröffentlicht wurde, ging es im Gefolge von VADER und GOD DETHRONED auf Tournee und nun endlich dürfen die Fans auch das aktuelle Album des Quartetts beklatschen. Und genau das werden sie auch tun, denn GODDAMNED X zeigen sich auf „The Art Of Closing Eyes" merklich gereift und das in vielerlei Hinsicht. Die neuen Songs bieten ein sehr breit gefächertes Spektrum an todesmetallischen Klängen, haben aber - offensichtlich auf Grund der erworbenen Erfahrung der Musiker - allesamt gemeinsam, dass sie sehr schlüssig geworden sind. Egal, ob die Band im heftigen Up-Tempo-Bereich mit lässiger Thrash Metal-Schlagseite bolzt („All Gods Slain“ bzw. „Doomsday Device“), tempomäßig eine fast schon skurrile Melange anzubieten hat, wie im Titeltrack, den BOLT THROWER-Panzer aus der Garage holt („Devour The Enemy“), entfernt an ENTOMBED zu deren Death’N’Roll-Blütezeit erinnert („Cashmere Boogie“) oder dezent progressive Death Metal-Kompositionen anzubieten hat, wie mit „The Bonds That Blind“ oder „All Walls Will Be Torn Down“, GODDAMNED X wissen immerzu die Nackenmuskulatur zu strapazieren und auch die Gehirnwindungen zu knacken, sprich ihr Material dort festsetzen zu lassen, unabhängig ob Mid- oder Up-Tempo das Geschehen der immerzu mit sozialkritischen Texten versehenen Kompositionen regiert. Mit "The Art Of Closing Eyes" brauchen GODDAMNED X definitiv keine internationalen Vergleiche zu scheuen, intensiv und voller Wucht dröhnen dem Zuhörer alle neun Geschosse aus den Boxen entgegen. Nicht zuletzt ob des druckvollen Sounds kommt die Intensität der Songs von GODDAMNED X auch auf Silberling gut zur Geltung, was jetzt aber nicht heißen soll, dass man keine Gigs der Band mehr zu besuchen braucht, denn diese sind und bleiben ein Erlebnis. SOUL TAKERS - Flies In A Jar (Dragonheart / SPV) Dass die Arrangements auf „Flies In A Jar“ eine ganz besondere Bedeutung haben, sollte sich dabei fast von selbst erklärt haben, die Musik dieser ItalienerInnen hat über die gesamte Spielzeit sehr viel an Dramatik und symphonischen Elementen zu bieten. Obendrein haben Francesca (G) und Federica Badalini (Piano), die Initiatorinnen dieser Formation, mit SOUL TAKERS damit etwas bislang noch nicht wirklich häufig zu Vernehmendes erschaffen. Klar, neu ist die Angelegenheit, Klassik und Metal zu kombinieren schon lange nicht mehr, aber im Gegensatz zu den unzähligen „Klassik Goes Metal“-Projekten haben SOUL TAKERS auf Orchesterparts verzichtet und belassen es dabei ihre Musik in der Sextett-Besetzung der Band zu spielen, wodurch ihre Kreativität in ihrer Vollkommenheit zur Geltung kommt und zudem auch die Authentizität gegeben ist. Doch auf „Flies In A Jar“ ist bei weitem nicht alles Gold was glänzt. Vor allem die Tatsache, dass manche der Tracks eher so klingen, als ob man anstelle der mitunter sehr schmerzlichen vermissten zweiten Gitarre lieber auf besagtes Tasteninstrument zugriffen hat und dadurch leider des Öfteren hart an der Grenze zum Kitsch aufspielt, hinterlässt bei so manchen Nummern einen eher schalen Beigeschmack. Aber nichtsdestotrotz tut es gut den Kompositionen dieser Band zu lauschen, denn vor allem der “Relaxing-Faktor“ von „Flies In A Jar“ ist geradezu sensationell. Spieltechnisch sind SOUL TAKERS ohnehin über jeden Zweifel erhaben, über die Kompositionskunst der Formation betrifft braucht man auch nicht weiter zu diskutieren, und auch der Sangesbeitrag von Dino Brentali weiß durchaus zu beeindrucken, weshalb der Metaller mit Klassik-Affinität daran bestimmt Gefallen an SOUL TAKERS finden wird. www.soultakers.net THE RED CHORD - Prey For Eyes (Metal Blade / SPV) Die schon auf „Clients“ zu vernehmenden Frickel-Orgien kommen auf dem neuen Werk zwar kompakter, aber dennoch noch ein wenig abgefahrener zum Vorschein. Darüber hinaus lassen uns THE RED CHORD musikgewordene Aggressionen zu Gehör kommen, die kaum noch in Worte zu fassen sind. Auch die immer wieder eingestreuten Grind- und Hardcore-Passagen verfehlen ihre Wirkung und darüber hinaus schaffen es die Amis sogar ihr derbes Gebräu in homogener Form abzuliefern, sodass auf „Prey For Eyes“ eindeutig der künstlerische Anspruch dominiert und die Band gefeit ist ins Chaos abzudriften. Metal-Extremisten werden ihre Freude an dieser Band haben! THREE - The End Is Begun (Metal Blade / SPV) Die musikalische Vielfalt dieser Band wurde ebenso leicht verändert, oder besser gesagt, noch ein bißchen erweitert. Zudem haben die fünf Herrschaften nunmehr offenbar ein wesentlich intensiveres Gespür dafür entwickelt, wie man derlei abgefahrenen Kompositionen auch schlüssig und vor allem punktgenau abliefern kann, so dass der Zuhörer trotz aller abgefahrener Sequenzen und unterschiedlichster Zutaten, die vom Jazz über Flamenco, traditionellen Hardrock, Alternative Rock und Prog bis hin zum Metal in seiner ursprünglichen Form reichen, sämltiche Songs auch nachvollziehen kann. Auf „The End Is Begun“ haben THREE sogar einige Ohrwürmer versteckt, die sich zwar erst richtig nach intensiver Beschäftigung mit dem Album erschließen wollen, aber dennoch dieser Formation den verdienten Erfolg einbringen müssten, da THREE längst nicht mehr nur für die Experimentalisten-Fraktion empfehlenswert sind. So gesehen kann man durchaus sagen, dass THREE zwar noch abgefahrener geklungen haben, zeitgleich aber auch noch nie eingängiger waren. THE ABSENCE - Riders Of The Plague (Metal Blade / SPV) Mit ihrem Debut „From Your Grave“ konnten die Amis von THE ABSENCE im Jahr 2005 zwar durchaus für Furore sorgen, doch irgendwie schien dieses Album in der Flut an hochwertigen Metal-Veröffentlichungen dennoch untergegangen zu sein. Mit dem, das neue Album eröffnenden Titelsong stellen THE ABSENCE unter Beweis, dass sie ihren Sound um weitere Thrash Metal-Nuancen erweitert haben. Vor allem Sänger Jamie Stewart lässt zwar durch die Bank die Death Metal-Seite der Band erkennen, doch vor allem rifftechnisch haben sich die Herrschaften nunmehr deutlicher an Landsmännern wie DARK ANGEL und ähnlichen brachialen Thrash-heroen orientiert als zuletzt. Natürlich sind die Inspirationsquellen AT THE GATES und alte IN FLAMES auch auf „Riders On The Plague“ noch vorhanden, aber eben nicht mehr allzu deutlich. Nur „Dead And Gone“ könnte gut und gerne auch aus Schweden stammen, ansonsten sind die Einflüsse der dortigen Szenen deutlich in dne Hintergrund gerückt und dass, obwohl THE ABSENCE für dieses Album sich von Jonas Kjellgren einen amtlichen Sound verpassen haben lassen. In „The Murder“ lassen und die Jungs auch noch wissen, dass ihnen sehr wohl auch die alten Helden der Westküste der Staaten nicht fremd sind und obendrein haben sich die Jungs mit James Murphy und Jonas Kjellgren, sowie Per Nilsson von SCAR SYMMETRY und Santiago Dobles (AGHORA) und Jonas Granvik (ex-EDGE OF SANITY) prominente Gäste ins Studio eingeladen und diese Herren natürlich auch an ihren Songs mitarbeiten lassen. In „Merciless“ werden dann zusätzlich noch Erinnerungen an ihren Landsmann Chuck Schuldiner geweckt und mit „Into The Pit“ wissen THE ABSENCE auch noch TESTAMENT in Form einer gelungenen Coverversion zu würdigen, wodurch „Riders Of The Plague“ als ein Alben vollgepackt mit gelungenen Tracks in Erinnerung bleiben muss, und sowohl den Liebhabern des melodiösen Death Metal, aber auch dem Thrash-Jünger munden wird. /www.myspace.com/theabsence EVERGREEN TERRACE – Wolfbiker (Metal Blade / SPV) EVERGREEN TERRACE vollstrecken den Hörer ihrer Songs geradezu mit einer geballten Ladung Wut und Aggression. Zu diesem respektlosen Umgang mit Zuhörern, Stilen und Genres passt auch das offenkundig zur Schau getragene Image dieser Band, das sich nicht zuletzt im Albumtitel „Wolfbiker“ manifestiert. Als solche Zeitgenossen werden in Amiland notorische „Nix-Scheisser“ bezeichnet, und für eben jene haben EVERGREEN TERRACE den ultimativen Soundtrack für ihren weiteren Lebensweg abgeliefert. Hart, heftig, immerzu derbe und brutal, genauso klingen die insgesamt zehn Songs dieses Albums, das wohl für ganz hartgesottene Zeitgenossen zu empfehlen ist. |
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