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| ARISING REALM # 15 (Magazin) Mit der deutschen Thrash-Hoffnung DRONE am Cover kommt die 15. Ausgabe von Österreich´s einzigem gedruckten Metal-Zine daher. Wie immer liegt auch eine Gratis-CD bei, auf welcher sich diesmal 14 Bands mit je einem Track präsentieren, von den allseits bekannten Wikingern ENSIFERUM über die auch schon bekannteren THE DOGMA bis hin zu (noch) kleineren Bands wie Eeriness, Synasthasia oder Basement. Auch im Heft selbst steht Abwechslung groß geschrieben. Der Fokus an interviewten Bands liegt zwar eher im extremeren Bereich (Abigor, God Dethroned, Secrets Of The Moon), aber auch „modernere“ (Before The Fall) oder „klassisch metallische“ (Eclipctica) Acts kommen zu Wort. Das A.R. bietet sehr viele Reviews, sowohl von “größeren” Bands als auch von Eigenproduktionen. Diverse Kolumnen und Specials runden den positiven Gesamteindruck ab. Das Magazin gibt´s gratis bei diversen Mailordern oder via www.arisingrealm.at . Support Your Local Scene! BEFORE THE FALL - From Mutism To Riddance (Noisehead Records / Rebeat) Nach den LORDS OF DECADENCE hat die österreichische Bundeshauptstadt mit BEFORE THE FALL ein weiteres heißes Eisen im Feuer, um zu demonstrieren, dass man den modernen Metal auch hierzulande perfekt zu intonieren im Stande ist. BEFORE THE FALL setzen sich stilistisch irgendwo in die Nische zwischen Thrash Metal, melodiösem Todesmörtel und modernen Sounds, die als Metalcore bekannt geworden sind. Einflüsse von großen Namen sind zwar durchaus nachvollziehbar und werden auch Song für Song offenbar, aber man muss den Herren schon zu Gute halten, dass es ja gerade in diesem Bereich besonders schwierig ist, in irgendeiner Form Inspirationsquellen zu kaschieren oder gar innovativ aufzuspielen. Hinsichtlich der Anleihen an Größen im Business müssen als Vergleiche für „From Mutism To Riddance“, das übrigens von Gitarristen Rude und Sänger Mike ungemein druckvoll produziert wurde und diesbezüglich einen fetten Sonderapplaus verdient, in jedem Fall alteingesessene Helden wie SLAYER oder PANTERA, aber auch jede Menge an modernen Formationen von IN FLAMES bis hin zu CATARACT, ob deren Intensität, genannt werden. Zudem haben BEFORE THE FALL wohl auch einige Scheiben von im Moment beliebten Ami-Bands wie AS I LAY DYING oder KILLSWITCH ENGAGE im Regal stehen. Vor allem letztgenannte Truppe hat zumindest in ihrer Frühzeit nicht unähnlich geklungen wie die Wiener. Immerzu auf heftigen und sehr gut nachvollziehbaren Rhythmen aufgebaut, schaffen es BEFORE THE FALL, oder besser gesagt die Gitarristen Mike, Bane und Rude mit messerscharfen Riffs, die mitunter sehr massiv schwedische Einflüsse ans Tageslicht befördern, regelrecht den Hörer zu attackieren, ohne diesen dabei aber abzustoßen, sondern um diesen, im Gegenteil regelrecht zum Bangen zu verdonnern. Genau das wird wohl auch die Intention von BEFORE THE FALL sein und diesbezüglich macht das Quintett auch keinen Fehler. Mike’s Stimme klingt darüber hinaus auch nicht unbedingt so, als ob er uns eine „Gute-Nacht-Geschichte“ erzählen wollte, sondern mächtig angepisst und harmoniert gerade dadurch perfekt mit den ebenfalls nur so vor Aggressionen strotzenden Kompositionen. Wer sich also eine satte Melange aus all den genannten Truppen vorstellen kann und diese Bands zu seinen Favoriten zählt, wird bestimmt auch an BEFORE THE FALL seine helle Freude haben. www.beforethefall.org Walter ANNIHILATOR – Metal (Steamhammer / SPV) Das Motto für sein aktuelles Album hätte Jeff Waters wohl besser gar nicht vorgeben können. Um dem Titel „Metal“ gerecht zu werden, hätte zwar an und für sich schon die darauf verewigte Latte an Kompositionen aus dem Hause ANNIHILATOR gereicht, denn etwas anderes als METAL hätten wir auch gar nicht erwartet und außerdem wollen wir von dieser kanadischen Institution ja ohnehin nichts anderes zu Gehör bekommen. Doch Jeff hat es sich nicht nehmen lassen, für alle zehn auf „Metal“ enthaltenen Songs auch noch Gäste einzuladen. Diese gehören allesamt zu mehr oder weniger bekannten und angesagten Bands und untermauern das von Waters ausgegeben Motto noch ein wenig deutlicher. Zum Gelingen von „Metal“ haben aber nicht nur die Gäste, sondern auch der nicht mehr ganz so neue Mann am Mikro bei ANNIHILATOR, Dave Padden, durch seine gute Vorstellung beigetragen. Im Opener „Clown Parade“ ist Jeff Loomis von NEVERMORE neben Meister Waters an der Gitarre zu hören, eine perfekte Kooperation, was sich auch auf die Durchschlagskraft dieser Nummer ausgewirkt hat, denn der „Doppel-Jeff“ brilliert hier an den Klampfen. In „Couple Of Suicide“ sind dann Danko JONES und Angela Gossow von ARCH ENEMY am Mikro zu hören und lassen diese Nummer zu einer der heftigsten des Albums werden. Ebenfalls sehr interessant, wenn auch nicht gerade erwartungsgemäß, da stilistisch für jenen Gast doch sehr ungewöhnlich, offerieren ANNIHILATOR dann mit „Army Of One“ ein sattes Stück Heavy Metal in recht moderner Ausführung, und das obwohl hier Jeff’s Landsmann Steve Kudlow, den man in der Szene besser unter seinem Pseudonym „Lips“ und von seiner Band ANVIL her kennt, zu hören ist. Musikalisch in Richtung moderner Metal-Klänge geht es dann auch mit „Downright Dominate“, bei dem Alexi Laiho (CHILDREN OF BODOM) ein Stelldichein gibt, bevor Anders Björler von THE HAUNTED bei „Smothered“ einen Gastbeitrag abliefert. Für das ebenfalls aus der alten Schule des Thrash Metal entsprungene „Operation Annihilation“ hat sich Jeff die Dienste von Michael Amott (ARCH ENEMY) gesichert, der hier erneut beweist, dass er mit zu den ganz großen Namen an der Gitarre zu zählen ist. Gegen Ende des Albums lassen uns Jeff, Dave und ihre aktuellen Mitstreiter Brian Daemon (B) und Alex Landenburg (D) dann ganz klar wissen, dass ANNIHILATOR den Sprung in die aktuelle Szene problemlos bewältigen können. Mit Gastbeiträgen von Musikern der Bands IN FLAMES (Jesper Stromblad in „Haunted“) TRIVIUM (Corey Beaulieu in „Kicked“), LYNAM (Jacob Lynam in „Detonation“) und LAMB OF GOD (Willie Adler im Rausschmeißer „Chasing The High“) beenden ANNIHILATOR ihren aktuellen Exkurs in Sachen „Metal“ und lassen hoffen, dass noch zahlreiche weitere dieser Art folgen werden. www.annihilatormetal.com Walter ANTHROPIA - The Ereyn Chronicles (Part 1 – The Journey Of Beginnings) (Magna Carta) Die Basis dieses Albums, dem noch zwei weitere Teile folgen werden, stellt eine Geschichte aus dem Fantasy-Bereich dar, die ein junger Franzose namens Quentin Borderie geschrieben hat. Quentin plant demnächst die Sache auch als Buch zu veröffentlichen, sein Busenkumpel Hugues Lefebvre hat zumindest einmal den ersten Teil unter dem Banner ANTHROPIA vertont (wir fürchten schlimmes... Andi). Dabei hat es „Hugo,“ wie sich Hugues nennt (originell. Andi) noch nicht versucht, eine Band zusammenzustellen, sondern zeigt sich als ambitionierter Musiker, der nicht nur sämtliche Songs komponiert hat, sondern auch für die Arrangements verantwortlich zeichnete und darüber hinaus auch noch den eine Großteil der Gesangsparts übernommen hat. Obendrein hat Hugo auch noch im Alleingang alle Saiten- und Tasteninstrumente auf „ The Ereyn Chronicles (Part 1 – The Journey Of Beginnings)“ eingespielt. Dafür gebührt dem Franzosen erst einmal reichlich Respekt (ok, hat er. Weiter jetzt! Andi). Unterstützung erhielt er aber dennoch und zwar am Schlagzeug von Damien Rainaud, sowie von einer jungen Dame namens Marie-Eve Orengo, die durch ihren Gesangsbeitrag einige der Songs veredelt. Hinsichtlich der musikalischen Ausrichtung hat sich Hugo, der an der „École de Musique d'Antibes“ studiert hat, offenbar dem symphonisch angelegten Prog Metal hingegeben. So ist es auch nicht verwunderlich, dass manche Passage von „The Ereyn Chronicles (Part 1 – The Journey Of Beginnings)“ mehr als deutlich die Handschrift ihrer offenkundig gewordenen Inspirationsquellen tragen. Neben Yngwie MALMSTEEN, dessen Gitarrenkünste Hugo auf eine sehr originelle Weise und in harmonischer Art reproduzieren konnte, ohne dabei zu nahe am Original zu sein, sind es vor allem DREAM THEATER, die seine musikalische Entwicklung geprägt haben. Vor allem in den immer wieder auftretenden Instrumentalpassagen und den Instrumentalkompositionen sind die Amis allgegenwärtig. Zudem lässt sich auch der klassisch getünchte Metal aus der Spätphase von SAVATAGE auf diesem Album immer wieder heraushören, wodurch dieses Album auch ein sehr abwechslungsreiches geworden ist. Vom spieltechnischen Aspekt aus betrachtet, muss Hugo ohnehin keinerlei Vergleiche scheuen, aber auch die Kompositionen an sich sind, ebenso wie die Arrangements, als gelungen zu betrachten. Besonders hervorzuheben ist jedoch die Tatsache, dass es Hugo vermeidet, sich an irgendeinem Instrument zu sehr in den Vordergrund zu solieren. Hier spricht die Musik als solche für sich, ein Umstand, den nicht viele Solokünstler, und als solchen kann man Hugo sehr wohl betrachten, auch wenn das Album unter dem Namen ANTHROPIA erscheint, berücksichtigen. Derart zurücknehmen an einem prägenden Instrument können sich nur wenige seiner Zeitgenossen, die in ähnlicher Manier aufspielen. Zuletzt muss man noch erwähnen, dass es Hugo in der Zwischenzeit gelungen ist, ein Line-Up zusammenzustellen (ah, doch. Andi), um ANTHROPIA nun auch zu einer Band wachsen zulassen – man darf also gespannt auf die Fortsetzung von „The Ereyn Chronicles“ sein (aber wie! Andi). www.anthropia.org Walter AUTUMN - My New Time (Metal Blade / SPV) Metal Blade erweitern ihr Portfolio um eine weitere Nische, in der sie bislang noch nicht aktiv waren. Mit AUTUMN aus den Niederlanden haben die Herrschaften eine Formation unter Vertrag genommen, die mit Nienke de Jong eine Sängerin im Line-Up hat, die noch dazu über eine wunderschöne und glockenklare Stimme verfügt. Von einem Newcomer zu sprechen, entspricht aber keineswegs den Tatsachen, denn die Niederländer haben bereits zwei Alben vorzuweisen, von denen zumindest das zweite „Summer’s End“ (2004) einigermaßen erfolgreich gewesen ist und die Band auch außerhalb ihrer Landesgrenzen bekannt machen konnte. Niederländer? Dame am Mikro? Ja genau, und dennoch haben AUTUMN mit all den sofort diesbezüglich in Erinnerung gerufenen Formationen, die in jenem Zusammenhang genannt werden könnten, nicht viel gemeinsam. Zum einen vermeiden es AUTUMN gekonnt, in irgendeiner Form gothische Klänge in ihren Songs mitzuverarbeiten, und auf der anderen Seite offerieren uns AUTUMN auch ein musikalisch wesentlich breiteres Spektrum als der Großteil jener Bands, die ein Mädel hinter das Mikro gestellt haben. Durch die dominanten Gitarren driften die Niederländer nie in Richtung Pop ab, und die Keyboards untermalen die Klänge lediglich, so dass Pomp und Kitsch auf „My New Time“ ebenfalls nicht existent sind. Hier dominiert schlichtweg gut komponierte Rockmusik, nicht mehr, aber schon gar nicht weniger. Mit „Satellites“ und „State Of Mind“ haben AUTUMN sogar zwei potentielle Hits auf ihrer aktuelle Scheibe verewigt, deren Titel „My New Time“ auf Grund der doch recht unterschiedlichen musikalischen Ausführung im Vergleich zu früher, aber auch wegen des an mehreren Positionen veränderten Line-Ups, durchaus als programmatisch für diese Band verstanden werden kann. www.autumn-band.com Walter SCORPIONS - Humanity – Hour 1 ( Sony BMG) Rock’n’Roll ist keine Frage des Alters, sondern eine Frage der Einstellung. Einen eindeutigen Beweis für diese These legt die deutsche Institution SCORPIONS mit ihrem aktuellen Studioalbum „Humanity – Hour 1“ ab. Während die Herren Schenker, Jabs, Meine, Kottak und Maciwoda in den letzten Jahren nicht mehr wirklich durch rockende Nummern aufgefallen sind und ihren Ruf eher durch Teilnahmen an, mehr oder weniger wichtigen, Fernsehsendungen aufrecht zu erhalten versuchten, scheint sich das Quintett nunmehr an seine alten Stärken erinnert zu haben. Die neue Scheibe klingt recht frisch und lässt immerzu Reminiszenzen an die glorreiche Vergangenheit der Herrschaften aufkommen. Dabei kopieren sich die Herrschaften aber keineswegs selbst, sondern schaffen schlichtweg perfekt den Brückenschlag zwischen ihren eigenen Großtaten und der Moderne. Es fällt auf, wie zeitlos die Hits aus dem Repertoire der SCORPIONS eigentlich sind, denn genau an jene Blütezeit schließen manche Songs auf „Humanity – Hour 1“ unmittelbar an. Erinnert haben sich die SCORPIONS aber nicht nur an ihrer Vergangenheit in Sachen rockiger Kompositionen, sondern sehr wohl auch an ihrer Fähigkeit Hits aus dem Ärmel zu schütteln, denn auch daran mangelt es der Platte nicht. Wer in den letzen Jahren an der Daseinsberechtigung dieser Band gezweifelt hat, sollte sich umgehend mit deren aktuellem Album beschäftigen, denn die Herren haben wieder einmal ein typisches Album abgeliefert, mit dem sie wohl nicht nur ihre alteingesessenen Fans zufrieden stellen können, sondern mit dem es durchaus auch möglich sein sollte, an ihre mittlerweile auch schon wieder Jahrzehnte zurückliegenden Erfolge anzuschließen. Der Titel „We Will Rise Again“ könnte durchaus zum Programm dieser Scheibe avancieren... www.the-scorpions.com Walter DOMINICI - O3 A Trilogy – Part 2 (Inside Out / SPV) Den Namen Charlie DOMINICI muss man hoffentlich nicht großartig präsentieren, schließlich war der gute Mann zu Urzeiten bei einer Band namens MAJESTY aktiv, aus denen dann bekanntlich DREAM THEATER entstanden sind. Mit jener Formation hat Charlie dann auch das Debüt „When Dream And Day Unite“ eingespielt und eben jenes Werk schwermetallischer Kunst gilt heute als Klassiker des progressiven Metal. DREAM THEATER sind danach zur ganz großen Nummer geworden, Charlie Dominici verschwand jedoch schon kurz nach seinem Ausstieg in der Versenkung. Vor drei Jahren ließ sich Charlie dann anlässlich des 15jährigen Jubiläums der Veröffentlichung von besagtem Album zu einer abermaligen Show mit DREAM THEATER hinreißen, doch ansonsten war es immerzu recht still rund um seine Person. Allerdings scheint der Sänger danach abermals vom Musikvirus infiziert worden zu sein und begann unter dem Namen DOMINICI Songs zu schreiben und auch einzuspielen. Als erster Werk veröffentlichte er in kleinem Rahmen „O3 A Trilogy – Part 1“, das aber niemals hochoffiziell zu erhalten war und deshalb auch im Wust der Veröffentlichungen in den letzten Jahren sang- und klanglos untergegangen ist. Es handelte sich dabei um ein Akustikalbum, das, wie der Titel schon verrät, eine Art „Vorspiel“ zum nunmehr über Inside Out veröffentlichten zweiten Teil der „O 3“-Trilogie darstellt. Wer sich noch immer an besagtem DREAM THEATER-Album erfreuen kann, wird auch mit „O3 A Trilogy – Part 2“ seine Freude haben. Charlie Dominici hat nichts von seiner Ausdruckskraft eingebüßt, seine Stimme klingt sogar noch ein wenig reifer. Hinsichtlich der Musik wird Progressive Metal der druckvollen und verspielten Art geboten, also ziemlich genau das, was man sich als alteingesessener Fan von Herrn Dominici auch erwarten darf. Das Niveau des genannten Klassikers wird zwar nicht ganz erreicht, aber hinsichtlich der letzten Werke seiner ehemaligen Band muss sich DOMINICI keinesfalls vor etwaigen Vergleichen fürchten. www.dominici.com Walter REBELLION - Miklagard – The History Of The Vikings – Volume II (Massacre / NSM) Als sich Uwe Lulis und Tomi Göttlich einst von ihrer Band GRAVE DIGGER trennten, um fortan unter dem Banner REBELLION weiterzumachen, war es wohl nicht sehr schwierig vorauszusehen, dass der promovierte Geschichtslehrer Göttlich auch weiterhin historisch verankerte Epen in musikalischer Form anzubieten haben würde. Der Einstieg in die Analen der Musikgeschichte von REBELLION erfolgte dann auch erwartungsgemäß mit „Shakespeares Macbeth – A Tragedy In Steel“. Doch überraschenderweise setzte die Truppe, zu deren Aushängschildern neben den beiden Protagonisten auch schon zu jenem Zeitpunkt Mike Seifert zählte, dessen raues Organ ein wenig an den jungen Matt Barlow erinnert, mit ihrem zweiten Album „Born A Rebel“ ein klares Ausrufezeichen, dass REBELLION auch anders können. Darauf hatten die Herrschaften nämlich „nur“ eine konzeptlose Aneinanderreihung von Songs, sprich ein konventionelles Metal-Album, anzubieten, das es aber sehr wohl in sich hatte. So ist der Titelsong davon nach wie vor eines der Highlights in der bisherigen Geschichte dieser Band und die ist an starken Kompositionen wahrlich nicht gerade arm. Allerdings haben uns die Deutschen mit „Sagas Of Iceland – The History Of The Vikings - Volume 1“, das 2005 erschienen ist, abermals bewiesen, dass Konzeptalben einfach dazugehören. Aus diesem Grund hat sich Tomi die Historie der Wikinger eingehend zu Gemüte geführt und nun zusammen mit der Band den zweiten Teil der Saga auf Silberling gebannt (Endlich! Juhu! Klasse! Andi). Für das Intro „Vi Seglar Mot Miklagard“ konnte niemand geringerer als Charles Rytkönen gewonnen werden, der den gesprochenen Teil in schwedischer Sprache übernommen hat. Das anschließende „Sweden“ stellt auch ohne Charles’ Zutun eines der Highlights dieser Scheibe dar, so knallhart und intensiv hatte ich REBELLION gar nicht in Erinnerung. Aber auch in weiterer Folge beweisen die Deutschen, allen voran Uwe Lulis und seine Kollegin Simone Wenzel mit gelungenen Riffattacken und Mike Seifert, der hier erneut manifestiert, dass er mit zu den talentiertesten Sängern der deutschen Metal-Szene zu zählen ist, dass sie es schaffen, sowohl harte und kraftvolle Songs zu kreieren, aber auch hymnische Kompositionen ins Leben zu setzen, die sich keinesfalls vor der Konkurrenz verstecken müssen. Auf balladeske Momente muss der geneigte Fan zwar verzichten, aber an Abwechslung wird dennoch nicht gespart, so dass einzelne Songs wie „Ulfbert“ oder „Kiew“ trotz des konzeptionellen Zusammenhanges ebenso als Single hätten veröffentlicht werden können wie der Titelsong selbst. Reife Leistung, die Dame und die Herrschaften! Am dritten Teil darf bereits geschmiedet werden, wir warten sehnsüchtig darauf („wir“ ist relativ. Andi). www.rebellion.st Walter Neal MORSE - Sola Scriptura (Inside Out / SPV) Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Neal Morse schön langsam, aber sicher, wieder dazu bereit sein müsste, abermals mit seinen ehemaligen Kumpanen von SPOCK’S BEARD Musik zu machen. Zumindest hinsichtlich der Kompositionen, die Neal auf seinem aktuellen Solo-Album „Sola Scriptura“ verewigt hat, überkommt mich beim Hören immer wieder der Eindruck, man hätte es mit älteren Werken der „Bärtigen“ zu tun. Zwar sind insgesamt nur vier Songs auf diesem Album verewigt, aber mit Ausnahme von „Heaven In My Heart“, das als potentielle Hitsingle ausgekoppelt werden könnte und irgendwie nicht ganz zu den anderen Kompositionen passen will, hätte man die drei Monumentalepen „The Door“ (Opener von gut 30 Minuten, allerdings in sechs Teile gegliedert und mit einem feinen Gastsolo von Paul Gilbert garniert), „The Conflict“ (über 25 Minuten lang und zu Beginn eher langatmig und künstlich in die Länge gezogen, danach aber abgefahren und „proggig“ im wahrsten Sinne des Wortes) und „The Conclusion“, in dessen sechs Teilen dann die Ansicht Neal’s zum eigentlichen Thema der Scheibe, der Lehre von Martin Luther, zum Ausdruck kommt, problemlos auch auf einem der älteren Werk seiner ex-Band unterbringen können. Im direkten Vergleich mit den bisher veröffentlichten Solo-Scheiben von Neal Morse muss festgehalten werden, dass diese im Laufe der Zeit immer mehr an Intensität gewonnen haben. An Spielfreude und komplexen Arrangements hat Neal ebenfalls nicht gespart, so dass „Sola Scrptura“ allen Anhängern seines Werk und Wirkens bestimmt runtergehen wird wie Weihwasser. www.nealmorse.com Walter ASSEDIUM - Rise Of The Warlords (My Graveyard Productions) Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie einflussreich vermeintliche Underground-Bands wie CIRITH UNGOL oder MANILLA ROAD auf manche Nachwuchstruppen sind. Geschmack ist eben doch keine Frage des Alters. Das, zumindest dem Augenschein nach, noch recht junge italienische Quintett ASSEDIUM zelebriert epischen, von den eingangs genannten Formationen inspirierten Metal und gibt dabei sogar eine recht gute Figur ab. Getragene Kompositionen, die in erster Linie vom epischen Riffing der Gitarristen Guido und Chicco leben, sind es, die ASSEDIUM auf diesem Debüt zu bieten haben und das in sehr kompakter Form. Bereits für ihr erstes Demo „Far From The Light“, das im Jahre 2005 veröffentlicht wurde, konnte die Truppe recht gute Kritiken einfahren und auch mit vorliegendem Album sollte diese, erst seit dem Jahr 2004 bestehende Formation wohlwollend aufgenommen werden. Mit Ausnahme des Titelsongs und dem CIRITH UNGOL-Cover „Black Machine“ wurde besagtes Demo auch vollständig für „Rise Of The Warlords“ übernommen, dazu wurden weitere sechs Kompositionen geschrieben und mit auf dem Album verewigt. Besonders markant ist, wie auch bei den „Inspirationsquellen“, aber nicht nur die Musik, sondern die Stimme. Sänger Luca Cicero, der zuvor bei einer italienischen Band namens DECEPTOR am Mikro zu hören war, verfügt über ein auffälliges, sehr prägnantes Organ, das er zumeist im mittelhohen Bereich einsetzt. Da seine Stimme ebenso gewöhnungsbedürftig wie einzigartig klingt und diese mit den an sich auch nicht gerade alltäglich anmutenden Songs perfekt harmoniert, darf in Summe von einem sehr gelungenen CD-Einstand von ASSEDIUM gesprochen werden. „Rise Of The Warlords“ enthält eine in sich stimmige Mischung, die es nun in erster Linie - aber das nicht ausschließlich - für Fans der genannten Referenzformationen zu entdecken gilt. www.assedium.net Walter STARCASTLE - Song Of Times (ProgRock / Just For Kicks) Zugegeben, bislang hatte ich noch nie etwas von STARCASTLE gehört (und das heißt schon was! Andi), deswegen stellt „Song Of Times“ meinen „Jungfernflug“ dazu dar. Da die Band aber seit mehr als 20 Jahren nichts mehr von sich hören hat lassen, ist es wohl auch kaum verwunderlich, dass nicht nur ich bislang den Namen STARCASTLE nicht wirklich kannte, der Name gehört noch nicht einmal in Prog-Kreisen zu den wirklich gängigen (jaja, schon gut, Walter, Entschuldigung akzeptiert. Andi). Aber egal, „ Song Of Times“ wird für alle Abhilfe schaffen. Beeindruckend an diesem Album ist zunächst einmal der Anblick: das Fantasy-Cover ist sehr geschmackvoll geworden und zudem hat der Künstler auch ein sehr gutes Händchen bei der Farbauswahl bewiesen. Aber das Cover ist bei weitem nicht das einzige an „Song Of Times“, das mich in Verzückung zu versetzen vermag. Die Amis, die in ihrer ersten Phase zwischen 1976 und 1978 immerhin vier Studioalben veröffentlicht haben, wurden in ihrer Heimat als Antwort auf YES gefeiert. Hinsichtlich des Klanges mag das auch durchaus stimmen und lässt sich an Hand der insgesamt 10 Kompositionen ihres aktuellen Silberlings auch nachvollziehen, doch im Gegensatz zur britischen Prog-Ikone scheinen STARCASTLE eher auf kurz und bündige Kompositionen Wert zu legen. Sprich, dort wo YES mit ausladenden Mega-Epen von bis zu 20 Minuten Spielzeit ihre gesamte Kompositionskunst innerhalb eines Songs zum Besten geben, haben STARCASTLE in derselben Zeit zumindest drei Songs gespielt. Mit Ausnahme von „Babylon“, das auf fast 10 Minuten Spielzeit kommt, sind sämtliche Songs mit einer geradezu radiotauglichen durchschnittlichen Länge von fünf Minuten angelegt. Dadurch bleibt logischerweise keine Zeit für großartige Instrumentaleskapaden und genau darin besteht auch der größte Unterschied zwischen STARCASTLE und ihren englischen Pendants. Die Amis bringen ihre Songs trotz teilweise wahrlich üppig vorhandener Kompositionskunst innerhalb von sehr kurzer Speizeit rasch auf den Punkt und schaffen es dabei sogar mitunter regelrechte Prog-Hits ins Leben zu setzen. Jetzt aber genug zu „Song Of Times“, ich muss mir `mal schnell den Backkatalog dieser Herrschaften organisieren! www.starcastlemusic.com Walter HANDFUL OF HATE - Gruesome Splendor (Cruz Del Sur / Al!ve) Ein gar hässliches Cover haben sich die Italiener HANDFUL OF HATE ausgewählt, um uns ihr mittlerweile viertes Album „Gruesome Splendour“ schmackhaft zu machen. Offenbar wollten die Herrschaften gleich mit der Tür ins Haus fallen, denn ein künstlerisch wertvoll gestaltetes Artwork hätte wohl eher zu Irritationen der Zielgruppe geführt. Passend zur Verpackung ist demnach auch der Inhalt dieser CD nicht unbedingt etwas Schönes geworden. Mit ihrem rabiaten Black Metal eifern die Herren aus Italien eindeutig skandinavischen Vorbildern nach, die unter anderem MAYHEM heißen dürften. Hinsichtlich des Tempos regiert über die meiste Zeit der so genannte „Hasenfick“. Von Blastbeats angetrieben riffen sich die Jungs gen Hölle und der klampfende Sänger Nicola B. kreisch-keift sich dazu die Seele aus dem Leib. So weit, so brutal. Doch leider geht durch die mangelnde Abwechslung in erster Linie die Atmosphäre verloren, die diesem Album sehr gut tun würde. Vor allem in jenen Momenten, wenn HANDFUL OF HATE dann doch das Tempo drosseln und fast schon melodische Parts zu offerieren haben, wie in „Grotesque in Pleasure, Rotten In Vice“ oder im abschließenden „Ejaculation Dementiae“, kommt eben jene perfekt zur Geltung und die Musik der Italiener wirkt dadurch beinahe bedrohlich. Hier wäre wohl genau der richtige Ansatzpunkt für zukünftige Kompositionen dieser Band, denn mit ihrem bloßem Geknüppel, das noch dazu noch nicht einmal sonderlich druckvoll aus den Boxen kommt und in Summe einen sehr hektischen Eindruck auf den Hörer hinterlässt, wird es wohl sehr schwer werden auch nur einen Blumentopf gewinnen zu können (abgesehen davon: was sollen sie mit einem Blumentopf tun? Andi). www.handfulofhate.com Walter ANTIQUUS – Eleutheria (Cruz Del Sur / Al!ve) Die Kanadier von ANTIQUUS konnten mich mit ihrem Debüt „Ramayana“ mächtig beeindrucken. Ihre erfrischende, sympathische und vollkommen klischeefreie Art und Weise, heroische Epik und melodiösen Power Metal geschickt zu kombinieren, hatte das Gewisse „Etwas“, dem es einem Großteil der Bands leider mangelt. Mit „Eleutheria“ haben die Herrschaften zum ersten Mal ein Label im Hintergrund, das offensichtlich auch bereit war ein wenig Geld locker zu machen und ANTIQUUS eine wesentlich druckvollere Produktion bescherte als auf dem Erstling. Das war auch gut so, denn im direkten Vergleich kommen die Songs des aktuellen Album wesentlich massiver ans Ohr als das noch beim Debüt der Fall dar. Was sich zum Glück überhaupt nicht geändert hat, ist die musikalische Ausführung mit der das Quintett auch auf „Eleutheria“ zu Werke geht. Eine gewisse Verspieltheit ist allen Songs eigen, ebenso manche dezent orientalisch anmutende Gitarrenpassagen. Dass zu ANTIQUUS nicht wirklich eine Band als direkter Vergleich angegeben werden kann, passt ebenso zu den Kanadiern, wie die Tatsache, dass wir es auch bei „Eleutheria“ mit einem üppigen und wunderbar harmonisch intonierten Konzeptalbum zu tun haben. Durch diverse akustische Instrumentalpassagen aufgelockert, lassen uns die Jungs immer wieder ihren eigenständigen und wahrlich nicht alltäglichen Stil hören, der ANTIQUUS zumindest eine kleine, dafür aber mit Sicherheit eingeschworene Fangemeinde bescheren sollte. Da Konzeptalben ohnehin als Gesamtkunstwerke zu betrachten sind, kann man sich auch für „Eleutheria“ jeden Anspieltipp sparen, da es kein Song verdient hätte diesbezüglich nicht erwähnt zu werden. Die Tatsache, dass ANTIQUUS „zufälligerweise“ auch noch aus Kanada stammen, passt ebenso perfekt zu dieser Band, denn dadurch fügen sie sich obendrein noch perfekt in die Serie an einzigartigen Formationen aus dem Ahorn-Land ein, aber das nur so nebenbei. www.antiquus.net Walter MAGNI ANIMI VIRI - Heroes Temporis (Eigenproduktion) Ein sehr ambitioniertes Projekt (Hilfe! Andi) namens „Heroes Temporis“ kommt aus Italien (S.O.S.! S.O.S.! Andi) unter dem Projektnamen MAGNI ANIMI VIRI (*ersauf* Andi) auf uns zu. Die Initiatoren hinter MAGNI ANIMI VIRI hören auf die Namen Giancarlo Trotta und Luca Contegiacomo (und eröffnen nächste Woche eine neue Pizzeria in Stammersdorf. Andi). Beide Musiker sind auf diesem Album an den Tasteninstrumenten zu hören, doch darüber hinaus waren diese beiden es auch, die vorliegendes Werk initiiert und dann auch arrangiert haben. Dazu haben sich im Laufe der Zeit unzählige Gäste eingefunden, die den beiden Italienern unter den Arme gegriffen haben. Allen voran ist Francesco Napoletano zu nennen, der im „Hauptberuf“ als Tenor an der Oper von Verona unter Vertrag steht. Zudem ist mit Ivana Giuliano auch eine Dame auf dem Album zu hören, die sich mit ihrem Beitrag quasi aus dem Nichts in die Herzen der NIGHTWISH-Fans singen sollte, denn Ivana verfügt über eine wahrlich zauberhafte und zu den Kompositionen immerzu passende Stimme. „Heroes Temporis“ wird völlig zu Recht als Rockoper in Umlauf gebracht, denn eine solche, und noch dazu eine wahrlich imposante, ist dieses Werk fraglos auch geworden. Die vertonte Geschichte handelt von einem Mann, der in einer, ihm nicht näher bekannten Zeit und in einer ebenfalls nicht näher definierten Region, männliche und weibliche Charaktere kennenlernt, die ihm allesamt Phasen seines eigenen Lebens wieder in Erinnerung rufen (Super. Andi). Die einzelnen Songs dokumentieren quasi sein „Eintauchen“ in diese Selbstreflexion, wobei er mit jedem Song seiner Entscheidung, sein Leben von Grund auf zu ändern, näher kommt. Nicht ganz originell ist dann der Schluss der Geschichte, als der Protagonist erwacht und mitbekommt, dass er sein Leben schlichtweg geträumt hat (pfh... Andi). Die Texte des Albums sind teilweise in lateinischer (Erzähler) und italienischer Sprache zu hören und nur zu einem sehr geringen Anteil wird auf die englische Sprache zurückgegriffen, so dass die Authentizität dieser italienischen Rockoper erhalten bleibt. Zudem machen zahlreiche Prog Metal-Passagen – vor allem gitarrentechnisch wird auf dem Album mitunter recht hurtig und heftig gefricktelt – das Album auch für nicht Oper-Puristen interessant. Durch das dominierende bulgarische Symphonie-Orchester, das für die Aufnahmen engagiert wurde, müssen sich die konventionellen Metal spielenden Instrumentalisten zwar immerzu anstrengen um dagegen bestehen zu können, doch dieses Unterfangen ist den Jungs fraglos gelungen, weshalb man „Heroes Temporis“ als rundum gelungenes Werk betrachten muss. Metal und Klassiik zu kombinieren funktioniert auch auf diesem Album vorzüglich, auch wenn die Idee nicht mehr ganz so neu ist („nicht mehr ganz so neu“... Andi (hat jetzt Gusto auf eine Quattro Stagioni bekommen)). www.magnianimiviri.com Walter DRAGONLANCE - Edge Of Darkness (Eigenproduktion) Erst vor kurzer Zeit gaben sich die Japaner (Metal reigns global heute! Andi) von DRAGONLANCE mit ihrem selbstbetitelten 2-Song-Demo die Ehre und schon kurze Zeit später versuchen die Jungs erneut, mit zwei Songs für Aufsehen zu sorgen (kennen die keine Alben da drüben? Andi). Im Vergleich zum Vorgänger haben es DRAGONLANCE zweifelsfrei geschafft, an eben jenen Kritikpunkten zu arbeiten, die wohl nicht nur meine Wenigkeit an den beiden Tracks damals auszusetzen hatte, nämlich trotz guter Ansätze noch nicht wirklich überzeugen zu können, da sich keiner der beiden Songs für längere Zeit in den Gehörgängen festfressen konnte. Doch ganz zufriedenstellend kann das Material von DRAGONLANCE auch auf „Edge Of Darkness“ noch nicht bezeichnet werden, da sich vor allem die Kreativabteilung, sprich Gitarre und Keyboards, mitunter regelrecht in die Quere kommen, anstatt harmonisch nebeneinander zu existieren. Progressive funktioniert einfach anders! Weniger an Bombast und stattdessen noch mehr in Sachen Eingängigkeit wäre hier ebenfalls besser gewesen, obwohl man DRAGONLANCE vor allem hinsichtlich des Titelsongs definitiv mitteilen kann, sich auf dem Weg der Besserung zu befinden (na dann warten wir mal auf die nächsten 2 Songs... Andi). http://dragonlance.ld.infoseek.co.jp Walter Marco FERRIGNO - Hanging Gardens (Lion / PHD) Marco Ferrigno ist Mexikaner (also heute geht´s wirklich um den gesamten (metallischen) Erdball, cool. Andi) und entführt uns auf seinem aktuellen Soloalbum in die „hängenden Gärten“ von Babylon (das auch noch! Andi). Mit Tony Franklin, Marco Minnemann, George Bellas und Javier Leal standen ihm dazu große Namen als „Gärtner“ bei, ob auch Marco eines Tages zu den Größen an der Gitarre zu zählen sein wird, bleibt aber erst einmal abzuwarten. Interessant ist wohl die Tatsache, dass Marco keine Keyboarder mitpartizipieren hat lassen, aber diese hätten hier nichts zum Gelingen beitragen können, da die Songs einzig und allein auf seine Gitarre zugeschnitten sind. Die Basis zu einem großen Namen im Business zu werden hätte Marco mit vorliegendem Album zumindest gelegt, denn sein immerzu instrumental angelegter des Öfteren durchaus harter Rock weiß sehr wohl in den wenigen heftigeren Momenten, aber auch in den immer wieder eingestreuten gefühlsbetont intonierten Stücken durchaus zu gefallen. Sein Spiel weiß auch Nichtmusiker zu begeistern, weshalb sich auch meine Wenigkeit bereits jetzt auf weitere Alben aus dem Schaffen dieses Mexikaners freut. Ob sich mit derlei Klängen anno 2007 allerdings überhaupt noch etwas reißen lässt, bleibt aber zunächst abzuwarten. www.lionmusic.com/ferrigno_gardens.htm Walter TRUST ROCKS - The Battle Still Rages (Eigenproduktion) Das Finden eines Bandnamens kann mitunter ein recht schwieriges Unterfangen sein. Was in den späten 90er Jahren des letzten Jahrhunderts unter dem Banner MARC PIRAS & FRIENDS begonnen hatte, führte im Jahre 2000 zur Umbenennung in TRUST und zur gleichzeitigen stilistischen Umorientierung, da man zuvor lediglich akustisch aufspielte, es aber vorzog fortan kräftig zu rocken. Keine besonders schlaue Idee, vor allem deshalb nicht, da die Jungs in jener Phase wohl auch eher im traditionellen Metal-Bereich aufgespielt haben und dieser Name doch schon seit „etwas“ längerer Zeit an die kultigen Franzosen vergeben war. Die abermalige Namensänderung in TRUST ROCKS (gleich viiieeel besser... Andi) macht da schon wesentlich mehr Sinn. Zum einen, weil nun definitiv keinerlei Verwechslungsgefahr bestehen sollte und zudem auch jene Fans, die man als TRUST in der Heimat gewinnen konnte, nicht völlig irritiert waren. Als TRUST ROCKS haben sich die vier Herren nun zum ersten Mal seit dem Jahre 2004 im Studio verschanzt um einen Nachfolger zur damaligen „Dangerzone“-Scheibe einzuspielen. Mit dem Ergebnis kann man in der Tat mehr als zufrieden sein, denn alle vier Songs können sich sehr wohl hören lassen und stellen von Anfang an unter Beweis, dass der Zusatz "Rocks" im Bandnamen zu Recht gewählt wurde. Der Opener „Kingdom Of Glory“ weiß mit melodiösem Metal nebst reichlich Hooks aufzuwarten, wobei hier, ebenso wie in allen anderen Songs, die recht gefällige, wenn auch dezent raue, aber keineswegs holprige Stimme von Mastermind Marc Piras zu gefallen weiß. Mit dem eher traditionell klingenden und eher hardrockigen „Revelation“ geht der bunte Reigen weiter. Auch dieser Songs geht dem Hörer nicht mehr so schnell aus dem Sinn. IRON MAIDEN-Verbeugungen gitarrentechnischer Art gibt es als Einstieg in „Victory“ zu vermelden, ehe auch dieser Song in erster Linie zu einem traditionsbewusst intoniertem Banger mit hohem Eingängigkeitspotential wird. Den Vogel schießen TRUST ROCKS aber mit dem vermeintlichen „Tranquilizer“ „You Make Me Fly“ ab, einem Track, der es, trotz sehr getragenem Tempo, in jedem Rock-orientierten Radiosender zu reichlich Airplay bringen sollte. TRUST ROCKS haben uns ein sehr eingängiges Werk hinterlassen, welches es mit Sicherheit verdient hat, gehört zu werden, zumal die Band nicht nur musikalisch punkten kann, sondern darüber hinaus auch mit ihren Texten etwas zu sagen hat. Sozialkritische Lyrics in Kombination mit offenbar christlichem Hintergrund und Gute-Laune-Heavy Metal (respektive Hardrock) sind ja ohnehin nicht unbedingt etwas Alltägliches, weshalb TRUST ROCKS schon allein deshalb eure Aufmerksamkeit verdient haben sollten. www.trust-band.de Walter SARATOGA - The Fighting Clan (Avispa / Soulfood) In ihrer Heimat zählen die Spanier SARATOGA zu den bekannten Größen der Metal-Szene, konnten den Rest der Welt bislang aber noch nicht für sich erschließen. Der Grund dafür liegt wohl in erster Linie daran, dass SARATOGA bisher ihre Songs fast ausschließlich und immerzu in spanischer Sprache vorgetragen haben. Durch „The Fighting Clan“, das in der Originalversion mit dem Titel „El Clan De la Lucha“ bereits 2004 veröffentlicht wurde und nun mit englischsprachigen Texten versehen wurde, sollte sich zumindest ein kleiner Schritt in Richtung Internationalität machen lassen. Zugegeben, ganz neu ist dieses „Experiment“ für die Band ja nicht mehr, weshalb sie es aber anno 2003 und nach zwei Tracks auf der damaligen Mini-CD „Heaven’s Gate“ wieder sein haben lassen in Englisch zu singen, wird wohl nur die Band selbst wissen. Weiters sei auch noch angemerkt, dass die Historie von SARATOGA bisher immerzu von Line-Up-Wechseln geprägt war. Die aktuelle Besetzung ist bereits die siebente in der Geschichte dieser Band, die seit 1992 ihr Unwesen auf der iberischen Halbinsel treibt. Wem die Band bereits bekannt ist, der weiß was er zu erwarten hat. Dem Rest sei mitgeteilt, dass SARATOGA traditionell beeinflussten Heavy Metal, der immerzu von Melodien geprägt ist, anzubieten haben. Diese Melodien waren bislang vor allem auf Tete Novoa und dessen Stimme zugeschnitten, weshalb ich sehr gespannt auf die aktuelle englischsprachige Ausgabe von SARATGOA war. Die Musik der Herrschaften bleibt auf „The Fighting Clan“ logischerweise unverändert, soll heißen, schwer im europäischen Heavy Metal fundamentierte Kompositionen, deren Einflüsse von den britischen Inseln über Hamburg bis nach Italien und ihre Heimat selbst reichen, haben uns die vier Musiker von SARATOGA anzubieten. Dazu schimmern immer wieder auch Anleihen an Größen der amerikanischen Metal-Szene durch, die hinsichtlich der Kompositionen ebenfalls Pate gestanden haben dürften. QUEENSRYCHE, FATES WARNING und LETHAL fallen mir als Vergleichsmöglichkeiten auf Anhieb an, all diese scheinen merklich Eindruck auf die Spanier hinterlassen zu haben. SARATOGA schaffen es aber gekonnt, die genannten Referenzen mit Einflüssen ihres Heimatkontinents zu einer sehr homogenen Melange zu verquicken um daraus eine recht eigenständige Version von Heavy Metal zu erschaffen. Was nun den englisch ausgeführten Gesang betrifft, muss zunächst einmal gesagt werden, dass man es Tete kaum anmerkt, dass es sich dabei nicht um seine Muttersprache handelt. Soll heißen, der gute Mann schafft es nahezu perfekt akzentfrei vorzutragen. Allerdings geht genau dadurch der Charme und das Flair dieser Band in ihrer ureigenen Form ein wenig verloren. Der Reiz, den die Songs von SARATOGA in ihrer ursprünglichen Form ausgemacht haben, ist nunmehr so gut wie nicht mehr vorhanden und eben jenen können die Spanier in ihrer internationalisierten Variante nicht ganz bieten. Auch wenn ich es sehr gut nachvollziehen kann, weshalb SARATOGA abermals diesen Schritt gewagt haben, mir persönlich ist die Band in ihrer „urwüchsigen“ Variante lieber, aber man macht als Band ja nicht nur für ein paar „Exoten-Fanatiker“ Musik und schwach sind die Song auch in der vorliegenden Form bei Gott nicht, weshalb es SARATOGA von Herzen vergönnt sei, dass ihnen ihre nunmehrige Intention die erhofften Früchte einbringen wird. www.saratoga-agotaras.com Walter Tony HERNANDO - TH III – Live! (Lion / PHD) Bislang kannte ich Tony Hernando lediglich als Teilnehmer an den zahlreichen Tribute-Samplern seines Labels Lion Music. Einen guten Namen als Solo-Künstler konnte er sich bislang aber noch nicht wirklich machen, obwohl der Spanier bereits seit mehreren Jahren Alben veröffentlicht, die aber leider kaum Beachtung finden konnten. Sein aktuelles Werk erscheint als „Doppeldecker“, CD und DVD, wobei vor allem hinsichtlich des optischen Aspektes der DVD zugegeben werden muss, dass diese zwar recht nett anzuschauen ist, allerdings in erster Linie vom aktiven Auftritt und regen Treiben des Drummers von Tony Hernando lebt. Dabei handelt es sich auf „TH III - Live!“ um niemand geringeren als Mike Terrana und wenn schon ein Drummer für seine Aktivität („Aktivität“ ist aber ein sehr nettes Wort für XXX... Andi) bekannt ist, dann wohl dieser urige und immerzu unterhaltsame Typ. Die Musik an sich ist zwar bestimmt nicht übel, aber auch nicht unbedingt spektakulär. Zudem ist es auch nicht wirklich sehr spannend, Tony im Laufe der Spielzeit dieser DVD lediglich auf die Finger schauen zu können. Klar, wenn man selbst als Gitarrist aktiv ist und sich so einige Kniffs und Tricks bei einem Könner wie HERNANDO abschauen kann, ist das natürlich eine coole Sache, unterhaltungstechnisch geht auf dieser Scheibe aber leider kaum etwas. So bleibt „TH III – Live“ als DVD eines Gitarristen in Erinnerung, an der ein schlagzeugender Wirbelwind das Spektakulärste ist - was nicht unbedingt für die Klasse der Kompositionen des Herrn Hernando spricht. In Sachen Instrumentalalben gibt es wahrlich Besseres und das mit höherem Unterhaltungswert. www.lionmusic.com/artists/hernando.htm Walter 286 – Same (Eigenproduktion) Vor knapp zwei Jahren kreuzte die aus Los Angeles stammende Truppe 286 zum ersten Mal im Business auf. Mit der „Profiled“ genannten Mini-CD konnte das Quartett einen ersten Eindruck hinterlassen, und der war gar nicht einmal übel. Mit einer sehr gen Allerwertesten tretenden Mixtur aus alten L.A.-Sounds im Stile großer Namen wie GUNS 'N' ROSES, einem Schuss CINDERELLA, einer Prise Stoner Rock, vereinzelten modernen Rockanklängen und einer fetten Dosis Punk-Attitüde wussten 286 durchaus zu gefallen, wenn auch die Songs noch nicht ganz das Zeug zu Hits hatten. Leider hat man hierzulande aber nur ganz wenig von dieser Band mitbekommen, weshalb „286“ wohl den abermaligen Versuch dieser Band darstellt, endlich auch außerhalb von L.A. Fuß fassen zu können. Zunächst einmal kann festgestellt werden, dass alle Songs von „Profiled“ auch auf diesem Album verewigt wurden, allerdings produktionstechnisch überarbeitet wurden. Nicht irritieren lassen sollte man sich von „1968“, auch wenn dem Kenner der Band diese Nummer bekannt vorkommen mag. Auf „Profiled“ hieß die Nummer schlicht „68“, ansonsten wurden aber keinerlei Veränderung durchgeführt und besagter Track ist nach wie vor die wohl modernste Nummer im Programm von 286, und kommt mit heftiger RATM-Schlagseite aus den Boxen. Ansonsten wissen von den alten Tracks vor allem „Broken Peace“ und „Record Store Prophets“ zu gefallen. Die auf „286“ enthaltenen fünf aktuellen Tracks zeigen den Reifeprozess von 286, denn nun verfügen die Amis endlich auch über potentielle Ohrwürmer. Vor allem der Riff-Rocker „Bridges“ und der mächtige Rausschmiss in Form von „Sands“, das von einer Slide-Gitarre im Stile alter ROSE TATTOO eröffnet wird, werden bei der Hardrock-Fraktion gut ankommen. Lässig, rotzig, riffbetont und einprägsam lassen es 286 rocken, dass sich die Balken biegen. www.286music.com Walter SERPENTCULT - Trident Nor Fire (I Hate Records) Nach dem unrühmlichen Ende der Band THEE PLAGUE OF GENTLEMEN haben sich Bassist Steven Van Cauwenbergh und Drummer Frederik Cosemans keineswegs entmutigen lassen und setzen ihre musikalische Intention mit neuen Musikern an ihrer Seite unter dem Banner SERPENTCULT fort. Den üblen Ruf, den THEE PLAGUE OF GENTLEMEN zum Schluss ihrer Existenz auf Grund des ehemaligen Sängers Steve Mac innehatten, werden Frederik und Steven nun mit Sicherheit entrinnen können, keine Frage, diesen beiden Jungs geht es ausschließlich um MUSIK und das ist auch gut so! Auch wenn SERPENTCULT in Sachen Musik gar nicht so weit von THEE PLAGUE OF GENTLEMEN entfernt sind, muss man dieser neu gegründeten belgischen (ja, heute hamma geographisch wirklich alles im Programm... Andi) Formation hinsichtlich der Klänge, die auf ihrer ersten Veröffentlichung „Trident Nor Fire“ enthalten sind, ausreichend Tribut zollen. Damengesang und dreckiger Sludge-Doomrock, wie er von SERPENTCULT offeriert wird, sind nämlich nicht gerade alltäglich, noch dazu wo Frontfräulein Michelle Colon über eine sehr imposante und eigenständige (ja... ?? Andi) Stimme (ach so... Andi) verfügt und die Songs allesamt gut zu intonieren versteht. Den dezenten CELTIC FROST-Anstrich, der vor allem im Opener „The Harvest“ allgegenwärtig ist, vermag Michelle eine sehr eigenständige Note zu verabreichen, rauer Männergesang wäre hier wohl ein zu eindeutiger Wink in Richtung Inspirationsquelle gewesen. Noch besser vermag mir die Stimme dieser Dame in der THE OBSESSED-Verneigung „Red Dawn“ zu gefallen. Fast bin ich geneigt zu vermuten (oho! Herr Scheurer ist „fast geneigt zu vermuten“... Andi), Papa Weinrich hätte einst ein Tächtel-Mächtel irgendwo in Belgien gehabt und dabei eine Tochter gezeugt. Egal, SERPENTCULT haben derlei "Verwandtschaftsverhältnisse" überhaupt nicht nötig, denn das brachial doomende „Screams From The Deep“ und die gelungene Coverversion der alten URIAH HEEP-Nummer „Rainbow Demon“ wissen ebenso mit mächtigen Doom-Riffs zu überzeugen, stellen obendrein die stilistische Variabilität von SERPENTCULT unter Beweis und lassen auf weitere Glanzlichter in Sachen musikalischer Langsamkeit aus Belgien hoffen. www.myspace.com/serpentcult Walter MANTICORA - The Black Circus Part 2 – Disclosure (Locomotive / Soulfood) Meine Damen und Herren, treten Sie näher, der schwarze Zirkus ist wieder in der Stadt! Kommen Sie, hören Sie und staunen Sie (sofort. Zuvor räumst Du aber noch schön Deine Pillen wieder in den Erste-Hilfe-Schrank. Bitte, danke, Andi). Der aus Dänemark stammende Wanderzirkus MANTICORA hat nur knapp ein Jahr nachdem uns der erste Teil des Programms mit dem Titel „The Black Circus" offeriert wurde, den zweiten Teil davon anzubieten, an dem wir uns nun ergötzen dürfen. Obwohl an und für sich die Geschichte eines Wanderzirkus aufgeführt wird, der im 19. jahrhundert durch Neuengland gezogen ist, haben die Herren aus dem fernen Dänemark ein sehr zeitgemäßes und abermals sehr unterhaltsames und kurzweiliges Programm anzubieten. Nach der kurzen Einleitung „Entrance“ zeigen MANTICORA in „Beauty Will Fade“ erneut, dass sie mit ihrer Musik exakt zwischen den Stilrichtungen Power und Progressive Metal ihr zu Hause gefunden haben. An Vergleichen fallen mir lediglich die längst verblichenen österreichischen Artisten von STYGMA IV ein, die in ähnlicher Art und Weise das Publikum in Verzücken versetzt hatten. Nicht nur „The Black Circus“ an sich erfährt mit „Part 2 – Disclosure“ seine Fortsetzung, auch „Gypsies Dance“, einer der imposantesten Songs jenes ersten Teils wird mit „Gypsies Dance Pt. 2“ in eindrucksvoller Art fortgesetzt. Jener Track stellt mit einer Spielzeit von knapp achteinhalb Minuten auch das längste Stück dieses Albums dar und weiß mit reichlich Power zu überzeugen. Das kurze Zwischenspiel „Intuneric V“ leitet dann „Haita Di Lupi“ ein, in dem MANTICORA unter Beweis stellen, dass sie auch kurze, instrumentale Frickelorgien in petto haben. Vor allem die spanisch intonierte Leadgitarre lässt hier den Gourmet regelrecht mit der Zunge schnalzen. Der Reigen gehrt weiter mit „When The Soulsreapers Cry“ weiter, bei dem wohl Jon Oliva und dessen Wanderzirkus SAVATAGE Pate gestanden haben könnten, da sich MANTICORA hinsichtlich der Intensität dem „Mountain King“ ziemlich respektabel nähern. „Intuneric VI“ lässt dann ein wenig Zeit zum Verschnaufen, leitet jedoch famos in „All That Remain“ über, das mit progressivem Power Metal der aggressiven Art in melodischer Version, der „Heimat“ von MANTICORA, zu gefallen weiß. Kurz vor dem Ende ihres aktuellen Programms lassen uns die Dänen in „Intuneric VII“ noch einmal wissen, auf welch’ intensive Art sie langsam und tiefgründige Tracks zu komponieren im Stande sind, bevor „The Black Circus Part 2 - Disclosure“ mit „Of Madness In Its Purity“, einem weiteren Leckerbissen in Sachen Progressive Power Metal beendet wird. Ob sich der dänische Zirkus MANTICORA mit diesem Programm auch auf Tournee begeben wird, um seine neuesten Kunststücke auch dem Publikum zu präsentieren, steht ebenso noch in den Sternen wie die Frage, ob es denn im nächsten Jahr einen dritten Teil des „schwarzen Zirkus“ geben wird. Das Ende ist zumindest meinem Empfinden nach offen gestaltet und würde einen solchen erwarten lassen... www.manticora.dk Walter SHAKRA - Infected (MTM) Neben Gotthard und Krokus zählen Shakra mittlerweilen fraglos zu den wichtigsten Exporten der Schweizer, um nicht zu sagen europäischen Hardrockszene. Stilistisch werden sie nicht zu Unrecht in eine Ecke mit AC/DC & Co gestellt. Infected setzt das erfolgreiche Strickmuster der großen Vorbilder konsequent fort: eingängiges Songwriting, perfekt umgesetzt mit fetten Gitarren, Bass & Schlagzeug Dampfmaschinenpower, getoppt von den superben Vocals von Reibeisen-Shouter Mark Fox. Die Songs sind durch die Bank mit Badezimmer-kompatiblen Gassenhauer-Refrains ausgestattet und somit bestens geeignet schwächelnde Rock-Feten in Nullkommanix in Schwung zu bringen. Man spürt förmlich die Energie und Spielfreude der Band, die Mischung aus Power und Melodie ist einsame Spitze. Man muß schon Blei in den Beinen haben um hier nicht zumindest dezent im Takt mitzuwippen. Shakra haben mit "Infected" einen echten Knaller abgeliefert, der sie endgültig in die erste Liga katapultieren sollte. Anspieltipps gibt`s keine, die Scheibe hat einfach null Durchhänger. Ein Muss für jeden Hardrock-Fan! Ger-Hard ECLIPTICA - The Awakening (Rebeat) Was Classic /Symphonic /Power Metal betrifft, war es bislang, abgesehen von den Tirolern Serenity, um die heimische Szene äusserst schlecht bestellt. Zudem ist epischer Bombast-Metal mit männlich-weiblichem Wechselgesang mittlerweile alles andere als innovativ. Um so mehr überraschte das Live-Debüt der aus dem Raum Wien stammenden Ecliptica im Dezember des Vorjahres beim "No Silent Night" Festival im Planet Music. Am 13.4. präsentierte man an ebendieser Stelle den mit Spannung erwarteten ersten Silberling und wurde von den zahlreich erschienenen Fans begeistert abgefeiert. "The Awakening" ist ein vielschichtiges Album, das stilistisch zwar nicht viel Neues bietet, Freunden von Sonata Arctica, Within Temptation oder auch Blind Guardian aber fraglos gefallen dürfte. Die Quote an zwingenden Ohrwürmern und wohligen Gänsehautmomenten hält sich im Vergleich zur übermächtigen internationalen Konkurrenz zwar noch in Grenzen, das gute Gesamtniveau kann man dem Album aber nicht absprechen. Größtes Manko ist meiner Meinung nach der an manchen Stellen gar dünne Sound. Hier wäre mit mit einem üppigeren Produktions-Budget zweifellos einiges mehr möglich gewesen. Vor allem beim Gesang schwächelt`s gewaltig. Frontman Tom Tieber wird hier deutlich unter seinem tatsächlichen Wert geschlagen. Wer diesen ausgezeichneten Sänger schon live erleben durfte, weiß wovon ich rede. Auch der weibliche Gegenpart Evelin Pieler wußte live besser zu gefallen. Zieht man allerdings in Betracht, dass es sich hier um eine Eigenproduktion handelt, darf man das intelligent komponierte und arrangierte "The Awakening" dennoch als rundum gelungen bezeichnen. Die Band hat zweifellos Potential und von den spielerischen Qualitäten her ist die Formation rund um den Ex- Drunken Angels Gitarristen Markus Winkler über jeden Zweifel erhaben. Bleibt zu hoffen, dass Ecliptica nicht ein typisch österreichisch Schicksal erleiden und nach kurzer Zeit wieder sang- und klanglos von der Bildfläche verschwinden (Mit Wehmut denke da ich an Tom Tieber`s letztes Projekt "Vivian". Was war das doch für eine fantastische Band!). Als Anspieltipps empfehle ich das Grande Finale mit "Twilight Hall" und "Ecliptica". ≥The time is now to start your way∑ life is yours - AWAKE!!! www.ecliptica.at Ger-Hard |
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