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JÄNNER 2006
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LETZTE INSTANZ - Ins Licht (Drakkar/SonyBMG) >>> LIVE
Als Anfang 2004 der charismatische Frontman Robin sowie Tin (Gitarre) und FX (Bass) völlig überraschend ihren Ausstieg verkündeten, schien es, als hätte für die Letzte Instanz das letzte Stündlein geschlagen. Es spricht für die kreative Stärke der Band, dass sie schneller als erwartet - wie der vielzitierte Phönix aus der Asche - zurück "Ins Licht" tritt. Mit Holly, dem neuen Mann am Mikrofon, hat man fraglos einen absoluten Glücksgriff getan. Mit seiner tiefen, warmen Stimme ist er seinem Vorgänger mehr als nur ebenbürtig. Das Grundkonzept - poetischen Tiefgang mit fetten Riffs, dramatischen Streichern und verspielten Melodien zu verknüpfen - wurde weitestgehend beibehalten. Nach wie vor fällt es schwer, das chamäleonartige Wesen der Band in Worte zu fassen. Eine Prise Chanson, ein paar Gothic/Wave-Elektrosounds und Klassikeinsprengsel sorgen gleichermaßen für Abwechslung wie Verwirrung. Für "Das Stimmlein" hat man mit Eric Fish (Subway To Sally), Thomas Lindner (Schandmaul) und Sven Friedrich (Zeraphine) respektable Verstärkung ins Boot geholt. "Ins Licht" fügt sich nahtlos in das bisherige Schaffen der Band ein, es zeigt die Letzte Instanz wieder mehr von ihrer folkigen und melodischen Seite, die auf der letzten Veröffentlichung "Götter auf Abruf" etwas abhanden gekommen war. Obwohl sich die Band auf dem neuen Album als kompakte, ausgewogene Einheit präsentiert, ist eines klar: entweder man hasst sie oder man liebt sie. Ein "egal" scheint hier kaum zu existieren. Meine Anspieltipps: "Sonne", "Nimm Mich", "Tanz" oder das schon genannte "Das Stimmlein". Und da die Letzte Instanz bekanntermaßen live erst so richtig zur Hochform aufläuft, darf man sich schon jetzt auf ihre energiegeladene Show am 20. März im Planet Music freuen. http://www.letzte-instanz.de
Ger-Hard

FISH – Bouillabaisse (Snapper)
Könnte es für einen besseren Namen für eine Compilation mit unterschiedlichen FISH-Songs geben, als jenen, für den eine französische Fischsuppe bekannt ist? Ähnlich wie besagtes Gericht, wird auch die Musik von FISH von Gourmets sehr geschätzt, da sie sich doch erheblich von musikalischer Hausmannskost unterscheidet. Als Sänger von MARILLION schaffte es Derek Dick, wie FISH mit bürgerlichen Namen heißt, zu Weltruhm zu gelangen, weshalb auch aus jener Phase Songs auf „Bouillabaisse“ vertreten sind. CD 1 ist nicht umsonst mit dem Untertitel „Balladeer“ versehen worden, enthält besagter Silberteller doch insgesamt 16 Songs, die FISH eher von seiner gefühlsbetonten und balladesken Seite zeigen. Neben den MARILLION-Gassenhauern „Lavender“ und „Kayleigh“ bekommen wir auch das hinreißende Duett mit Sam Brown namens „Just Good Friends“ zu hören, sowie weitere Highlights aus dem Lebenswerk des Briten wie „Caledonia“ oder „Raw Meat“. Der zweite Silberling wurde „Rocketeer“ getauft und ist voll gepackt mit ebenso unabkömmlichen Kompositionen aus der Feder des Herrn Dick, nur sind die Songs um einiges heftiger ausgefallen. Neben weiteren MARILLION-Kompositionen wie „Incommunicado“ gibt es hier eher rockigeres Material zu hören, das jedoch immer perfekt auf die gesangstechnisch über jeden Zweifel erhabenen Fähigkeiten von FISH, dessen Stimme einen dezent melancholischen Unterton innehat, abgestimmt ist. Irgendwie wirkt diese Doppel-CD bei aller vorhandener Klasse aber ein wenig betrüblich, denn es gibt Gerüchte, die besagen, dass uns der Künstler hiermit so etwas wie seinen künstlerischen Schwanengesang offeriert, was in der Tat sehr schade wäre. Aber in dieser Branche soll man ja niemals nie sagen und wer weiß schon, ob uns FISH nicht doch wieder mit neuen Kompositionen beehrt... www.the-company.com
Walter
 
 

SEVERE TORTURE - Fall Of The Despised (Earache / SPV)

Seit 1997 zählen SEVERE TORTURE mit zu den bekanntesten Death Metal-Formationen aus den Niederlanden. Im Stile von Größen wie CANNIBAL CORPSE oder SUFFOCATION, an deren brutales Songwriting man sich beim Hören von „Fall Of The Despised“ am ehesten erinnert fühlt, holzen die fünf Herrschaften durch die insgesamt zehn Songs, dass es eine wahre Freude ist. Blastbeats sind schon im Opener „Endless Strain Of Cadavers“ das Um und Auf der Komposition, daran ändert sich bis hin zu den finale Songs „End Of Christ“ und dem Titelsongsong, der ein Instrumental ist und die Scheibe endgültig abschließt, nichts mehr. Technisch ist vor allem das Gitarrenduo Marvin Vriesde (der hier seinen Einstand bei SEVERE TORTURE gibt und zuletzt als Tourgitarrist von DEW-SCENTED durch die Clubs tingelte) und Thijs Van Laarhoven nicht zu unterschätzen, denn ihre Riffs und Soli können sich in der Tat hören lassen und brauchen sich auch vor Genregrößen keineswegs zu verstecken. Der Up-Tempo-Bereich wird nur eher selten verlassen und wenn, dann nur um amtliche Grooves vom Stapel zu lassen, die von Seth Van Der Loo am Schlagzeug und seinem Kumpanen Patrick Boleij am Bass perfekt intoniert werden. Ich weiß, derlei Klänge sind zwar ebenso wenig neu wie die gutturale Gesangsdarbietung von Dennis Schreurs und auch nicht unbedingt innovativ, aber in Kombination ungemein effektiv! www.severetorture.com
Walter
 
 
OCTOBER FILE – Monuments (Golf / Plastic Head)
Monumentalepen sind die insgesamt sechs Kompositionen des US-amerikanschen Quartetts OCTOBER FILE zwar nicht geworden, kompakt wie ein Monumentalbauwerk kommen diese Songs aber allesamt aus den Boxen. Man scheint sich heftige Sozialkritik als Programm auserkoren zu haben, denn was die lyrische Seite der Band betrifft, werden hier schonungslos die Missstände der Welt aufgezeigt, während musikalisch weit weniger deftig zugelangt wird. Der Opener „One And All“ tendiert in Richtung älterer Dark Wave-Bands, während das folgende „Blood And Sweat“ eher harsch rockend und mit ROLLINS-verdächtigem Sprechgesang aus den Boxen kommt. Der Titelsong verbreitet zwar Endzeitstimmung pur, aber in erster Linie durch seinen fast monotonen, beängstigenden Aufbau und weniger durch Brachialität. Mit „4“ kann ich nicht unbedingt viel anfangen, da diese Nummer recht wirr konzipiert ist und eher einer Klang-Collage ähnelt als einem Song. Auch die folgenden Live-Versionen von „Dead Air“ und „Enemy In A State“ strotzen vor Rohheit, vor allem was den Sound betrifft. Als Kompositionen an sich haben wir es hiermit aber eher mit unspektakulärem Material zu tun.  Melodiefanatiker und Soundfetischisten sind hier ohnehin fehl am Platz. Wer sich ein Album mit Endzeitstimmung gönnen will und musikalische Darbietungen von düsteren Wave-Klängen bis hin zum emotional vorgetragenem Hardcore verkraften kann, sollte sich aber eingehend mit OCTOBER FILE beschäftigen. www.octoberfile.com
Walter
 
 
DEMIRICOUS – One (Metal Blade / NSM)
Was für ein Hammersound! Schon nach den ersten Takten dieses Albums, das von Zeuss in den Planet–Z Studios aufgenommen wurde, weiß man, dass DEMIRICOUS mit jenem Herrn, der auch schon Alben von HATEBREED oder SHADOWS FALL veredelte, der richtige Produzent an den Reglern gesessen hat. DEMIRICOUS stammen aus den Staaten, genauer gesagt aus Indianapolis, und lassen auf ihrem Debut, dem lediglich zwei Demos in den Jahren 2003 und 2004 vorangegangen waren, keinen Zweifel aufkommen, dass sie ihre Lektionen in Sachen Thrash Metal bestens gelernt haben. Die Band nennt ihren Stil zwar „Street Metal“, doch ich glaube damit könnte man interessierte Fans eher abschrecken, da die Bezeichnung nicht recht zur Musik von DEMIRICOUS passt. Es stimmt zwar, dass „One“ kein lupenreines Thrash Metal-Werk geworden ist, denn Einflüsse aus dem Death Metal vorwiegend schwedischer Provenienz sind ebenso reichlich vertreten, wie brachiale Hardcore-Fragmente. Aber vor allem das Gitarrenduo Scott Wilson und Ben Parrish dürfte sich in jüngeren Jahren die Werke von EXODUS oder DARK ANGEL geradezu verinnerlicht haben, jedenfalls sind Einflüsse dieser Bands allgegenwärtig. In Kombination mit dem bereits eingangs erwähnten Sound ergeben die insgesamt zwölf Songs von „One“ ein brachiales Riffgewitter der alten Thrash Metal-Schule mit einem modernen, zeitgemäßen Anstrich, der perfekt zu den Songs passt und das Album für Thrash Metal-Fanatiker empfehlenswert macht. www.demiricous.com
Walter
 
 
3 - Wake Pig (Metal Blade / NSM)
Der nicht gerade alltägliche Bandname sowie der ebenfalls ungewöhnliche Titel „Wake Pig“ lassen bereits ein wenig an unkonventionelle Sounds denken. Mit jener Einschätzung liegt man auch völlig richtig, da es wahrlich schwierig ist die Musik des amerikanischen Quintetts 3 zu beschreiben. In ihrer noch recht kurzen Karriere – 3 wurden Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts in deren Heimatstadt Woodstock gegründet – konnten sich die Jungs aber recht rasch ein eingeschworenes Following erspielen. Da 3 auch nicht unbedingt zu den untätigen Zeitgenossen zählen, verwundert es kaum, dass „Wake Pig“ nach einem Debut namens „Paint By Number“ (2000) und dessen Nachfolger „Summer Camp Nightmare“ (2003) bereits das dritte Album der Band darstellt. Die hier vorliegende Version von Metal Blade ist eigentlich ein Re-Release, da „Wake Pig“ im Original bereits 2004 über ein amerikanisches Kleinlabel namens Planet Noise Records erschienen ist. Die Scheibe wurde jedoch überarbeitet und um zwei weitere Songs aufgefettet, weshalb es auch für Besitzer der Originalversion durchaus Sinn macht hier erneut zuzuschlagen. Zum Freundeskreis von 3 zählen unter anderem auch die momentanen Durchstarter COHEED AND CAMBRIA, die 3 auch die Chance gaben sie auf Tournee zu begleiten. Ähnlich wie diese New Yorker gehen auch 3 zu Werke. Man kann ihre Musik kaum in Worte fassen, da von Metal über Rock und progressiven Klängen bis hin zu eher Pop-Rock verdächtigen Klängen ein sehr mannigfaltiges Spektrum unterschiedlicher Zutaten geboten wird. Den Songs ist aber eine gewisse Eingängigkeit gemeinsam, so dass sowohl die balladesken Songs wie „Dogs Of War“ ebenso Hitqualität haben, wie auch die eher härteren Tracks. Vor allem das nach Doom-Pop (oder wie auch immer man derlei Klänge nennen mag) tönende „Alien Angel“ könnte ich mir gut auf Dauerrotation in einschlägigen Sendern vorstellen, genauso wie das eher elektronisch ausgeführte „Monster“ durchaus in diversen Tanztempeln für Furore sorgen könnte. Um es kurz zu machen: Auf der neuen 3 ist für jeden was dabei (Walter, Du alter Poet... Andi).  http://theband3.com
Walter
 
SACRIFICIUM - Escaping The Stupor (Black Lotus / Soulfood)
Das schwäbische Quintett SACRIFICIUM sollte keineswegs mehr zu den unbekannten Größen der Szene gezählt werden. Schon seit 1993 aktiv, konnte man unter anderem bereits mit dem zweiten, 1998 erschienen, Demotape recht positive  Resonanzen seitens der Presse einheimsen. Ähnlich positiv wurde auch das Debutalbum „Cold Black Piece Of Flesh“ aufgenommen, das 2002 erschienen ist. Im Laufe der Jahre ihrer Existenz konnten SACRIFICIUM auch zahlreiche Gigs absolvieren, wobei sich auch diese Erfahrung offenbar nachhaltig auch auf das Songwriting ausgewirkt hat. Auf „Escaping The Stupor“ zeigt der Fünfer mit Dame an der Gitarre, dass ihr zu Hause zwar der Todesmetall ist, die Band jedoch keineswegs vor genrefremden Einflüssen zurückschreckt. Schon im Opener „Canvas“ wechselt Sänger Claudio Enzler zwischen tiefkehligen und gekeiften Gesangspassagen und behält diese Stilistik auch bis zum Ende bei. Auch die Musik beinhaltet ein reichhaltiges Angebot, von groovigen Momenten bis hin zu technischen Kabinettstückchen an den Instrumenten wird dem Hörer reichlich Abwechslung geboten. „Escaping The Stupor“ stellt eine reife Leistung dar und untermauert die positiven Kritiken, die der Band bisher zu Teil wurden. Es wäre wohl kaum verwunderlich, wenn man von SACRIFICIUM in Zukunft wesentlich mehr vernehmen würde. www.sacrificium.com
Walter
 
 

ZERO CIPHER - Diary Of A Sadist (Anticulture Records)

Heute schon die Familie, den Nachbarn, den Vermieter oder die Arbeitskollegen so richtig genervt? Nein (nein. Dafür der Review-Schreiber den Korrektur-Leser... Andi)? Fehlt etwa der dementsprechende Soundtrack? Dann schnell „Diary Of A Sadist“ organisiert, denn das britische Quartett ZERO CIPHER schafft es bedenkenlos mit seiner obskuren Melange aus eigenwilligen, harten und extremen Metal-Klängen, elektronischen Einsprengsel und Soundtrack-Zutaten euch der genannten Zielsetzung näher zu bringen. Die Scheibe ist dem Titel entsprechend als Tagebuch gegliedert, wobei vor allem „Day 2: Single White Female“ und „Day 9: Death Of A Porn Star“ besonders penetrant aus den Boxen dröhnen und auch den Zuhörer in den Wahnsinn treiben. In „Day 5: My Statement Of Misintent“ ist Yap von ONE MINUTE SILENCE als Gast zu hören, fällt aber eigentlich überhaupt nicht auf, sondern passt sich dem vorgegebenen Sound nahezu perfekt an. „Diary Of A Sadist“ ist und bleibt ein Album, dass wohl nur zu bestimmten Anlässen in den CD-Schacht wandern wird…… www.zerocipher.com
Walter
 
 
CONVERGENCE - Points Of View (Eigenproduktion)
CONVERGENCE starteten eigentlich als astreine Death Metal–Formation und veröffentlichten als solche im Jahre 2001 auch ihr „Colours Behind The Emotion“ genanntes Debüt. Danach war aber schon recht schnell wieder Schicht im Schacht und es sollte einige Monate dauern, bis wieder etwas von der Truppe rund um Giacomo Mambriani, dem Mastermind bei CONVERGENCE, zu hören sein sollte. „Points Of View“ zeigt das italienische Quartett von einer moderneren Seite, denn die zehn Songs beinhalten Metal ebenso wie Rock und elektronische Spielereien. Betont groove-lastig donnern einem die Songs entgegen, werden aber immerzu von unvorhersehbaren Breaks durchzogen und offenbaren nicht zuletzt deshalb immer wieder noch nicht entdeckte Details. Dadurch ergibt sich ein sehr facettenreiches Album, auf dem vor allem Abwechslung groß geschrieben wird und das von Durchlauf zu Durchlauf mit neuen, unerwarteten Momenten überzeugen kann. www.convergence.it
Walter
 
 
MIKSHA - Collect Your Hazardous Waste (Anticulture Records)
Das norwegische Quartett, welches sich den Namen MIKSHA ausgewählt hat, existiert bereits seit einigen Jahren und konnte schon mit seiner selbstbetitelten EP im Jahre 2002 recht gute Kritiken einheimsen. Basierend auf heftigem Metal kredenzen uns die Herrschaften einen bunten Reigen industrialisierter Klänge, die noch dazu durch moderne, elektronische Klänge aufgefettet werden. Diese Mischung kommt extrem druckvoll aus den Boxen, da vor allem die Gitarristen Tor Age Ballo und Mathis S. Mathisen recht stark im Metal verankert zu sein scheinen. In manchen metallischen Passagen erinnern mich MISKHA ein klein wenig an noch stärker elektronisch vorgehende CALLENISH CIRCLE. Zudem scheint aber auch der Metalcore Einzug bei den Norwegern gehalten zu haben, denn gesangstechnisch ist Fritz R. Pettersen, der auch noch den Bass bedient, eher in diesem Sektor anzusiedeln. „Collect Your Hazardous Waste“ ist zwar ein sehr heftiges Album geworden, dem meiner Meinung nach allerdings ein wenig die nötige Intensität für Industrial Metal fehlt. www.miksha.net
Walter
 
 
MOB RULES - Sign Of The Time Live (Steamhammer / SPV)
Wenngleich es der norddeutschen Formation MOB RULES noch nicht gelingen konnte den Durchbruch zu schaffen, so muss den Herrschaften dennoch attestiert werden, dass sie über ein überdurchschnittlich hohes Maß an Ausdauer und Beständigkeit verfügen. Zu Zeiten des Debüts „Savage Land“ noch zu Unrecht als HELLOWEEN-Klon abgestempelt, konnten die Mannen aus Oldenburg und Umgebung im Laufe ihrer Karriere nicht nur eine eigene Nische für ihre Klänge finden, sondern schafften es meiner Meinung nach auch ihren Stil und ihre Musik zu perfektionieren. Da MOB RULES auch auf der Bühne zu überzeugen wissen, kommt mit „Sign Of The Time Live“ ein Livealbum in die Läden, um auch all jenen, denen es bisher noch nicht gelingen konnte, die Band „on Stage“ zu erleben, einen Eindruck davon zu vermitteln. Das Werk kommt als Doppeldecker, bestehend aus CD und DVD, in die Regale und vermittelt demnach nicht nur einen akustischen Eindruck.  Hauptbestandteil der Scheiben ist ein von der Band organisierter Auftritt im Pumpwerk zu Wilhelmshaven, den man mitschneiden ließ. Vor allem Sänger Klaus Dirks scheint perfekt vorbereitet und höchstmotiviert gewesen zu sein, da der Knabe einen brillanten Auftritt hingelegt hat. Aber auch seine Mitstreiter brauchen Vergleiche schon länger nicht mehr zu scheuen, was hier nachhaltig bewiesen wird. Die Musik an sich bleibt wohl Geschmacksache, ich persönlich zähle mich jedenfalls zu den Anhängern des symphonisch angehauchten Melodic Metal der Formation. Zusätzlich zu besagtem Auftritt wurde auch eine, von Gitarrist Matthias Mineur und Sänger Klaus moderierte Bandhistorie auf dieser DVD verewigt, die einen sehr guten Überblick über das bisherige Schaffen der Band vermittelt. Zudem wurde mit Ausschnitten von der Wacken Roadshow 2003 und einem Beitrag vom Wacken Open Air sowie dem Videoclip zu „Black Rain“ weiteres Bonusmaterial für die Nachwelt festgehalten, weshalb dieses Werk für Fans unumgänglich ist und für Neueinsteiger unbedingt empfehlenswert ist, da man sich innerhalb von gut 120 Minuten einen sehr guten Überblick zum Thema MOB RULES verschaffen kann. www.mobrules.de
Walter
 
 
FORCE - Demo 2004 (Eigenproduktion)
Aus der Asche der verblichenen SKULL CRUSHER, die sich mit ihrem groovigen Death Metal zumindest hier bei uns zahlreiche Fans erspielen konnten, entstand vor nunmehr sechs Jahren eine neue Band, die FORCE genannte wurde. In den ersten Jahren der Existenz bestand das Line Up von FORCE noch aus vier ehemaligen Mitgliedern von SKULL CRUSHER und in eben jener Besetzung wurde auch „Changes“, das Debüt der Steirer, im Jahre 2002 eingespielt. Schon damals war von der Death Metal-Vergangenheit der Mitglieder aber nichts mehr zu hören, denn man wollte unter dem Banner FORCE eher dem Melodic Rock frönen, was auch ganz gut gelungen war. Durch den Wechsel am Mikrophon, der 2003 vollzogen wurde, als Jürgen Bele die Band verließ und durch Andreas Krammer ersetzt wurde, konnte man dieses Unterfangen noch weiter vorantreiben, da Andreas ein noch melodiösere Stimme sein eigen nennt, was auf Songs wie „Remember“ oder „When Shadows Die“ nachzuhören ist. Man kann den Kompositionen die Reife der Herrschaften durchaus anhören, denn klischee- und kitschfreier Melodic Rock mit vereinzelten Metal-Einsprengsel ist es, den uns FORCE auch mit diesem Demo abliefern. Die drei Songs gehen allesamt gut ins Ohr und werden wohl erst dann wieder aus den Gehirnwindungen verschwinden, wenn für Nachschub gesorgt wird. Also Herren, ich darf hiermit offiziell um solchen bitten! Für € 3,- (exklusive Porto & Verpackung) wird euch „Demo 2004“ frei Haus geliefert, wer sich auch gleich das Debüt „Changes“ mitbestellt, das für € 7,- angeboten wird, spart Kosten fürs Porto und braucht sich nur einmal über die Post ärgern…..
www.force-online.com
Walter
 
 

APOSTASY – Devilution (Black Mark)

Von Apostasy habe ich noch nie gehört und daher ohne allzugroße Erwartungen das neue Album der Band in den CD-Player eingelegt. Aber: Kaum spielen die das erste Riff, ist man gefangen! Mir blieb nichts anderes über, als die CD bis zum Schluss anzuhören. Wow, was für eine Überraschung! Natürlich: Keine Neuerfindung des Metal; vielmehr eine Mischung aus Dimmu Borgir und Old Man’s Child.  Trotzdem haben Apostasy eine Prise Eigenständigkeit beigemixt, keine Frage. Tolle Scheibe, die ich allen Fans genannter Bands ans Herz legen will. Anspieltipps: „Malignant“, „Sulphur Injection“ und „Salvation Denied“.  www.apostasy.se
Dominik
 
 
 
DEATHBOUND – Doomsday Comfort (Dynamic Arts Records)
Deathbound sind seit ihrem genialen Debüt fest in der Metalszene verankert und nun setzen sie mit dem Nachfolger namens „Doomsday Comfort“ zum Todesstoß in Sachen Death Metal - gemixt mit Grindcore - an. Dreckig, brachial und brutal gehen die Henker abermals ans Werk. Zum Vorgänger sind keine großen Unterschiede zu merken, was hier aber keinen Nachteil darstellt... kompromisslose Arbeit also, vielmehr ist auch nicht mehr zu sagen, das Teil umfasst 13 Songs und keiner davon ist schlecht. Sprich: No fillers, just killers!  www.deathbound.net
Dominik



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