METALLY INSANE - Rock Until We Fall (Eigenproduktion)
Auch wenn auf vorliegendem Silberling lediglich ein Song verewigt wurde,
sollte das Projekt mit dem Namen METALLY INSANE Erwähnung finden.
Beeindruckend an besagter CD ist nämlich, dass es Initiator und Komponist
Chrisafis Tantanozis, seines Zeichens Drummer und Mastermind der griechischen
Power Metaller von CRYSTAL TEARS, gelungen ist mehr als 25 Musiker aus
seiner Heimat zum Mitmachen zu motivieren. Der melodiöse und hymnische
Song „Rock Until We Fall“ ist als solcher schon als gelungen
zu betrachten, die im Stile großer Kollaborationen wie dem seinerzeit
von Ronnie James DIO ins Leben gerufene HEAR`N `AID-Projekt durchgezogene
Umsetzung, macht die Sache aber noch interessanter. Insgesamt acht Vokalisten
teilen sich die Arbeit am Mikro, während sieben Gitarristen ihre Soli
abliefern durften. In wiefern der Zusammenhalt in der griechischen Szene
generell gegeben ist, vermag ich nicht zu beurteilen, METALLY INSANE könnte
jedenfalls international als Zeichen für eventuelle Aktivitäten
betrachtet werden, um in Zukunft wieder ein wenig „zusammenzurücken“ und
aufkommenden Neid oder Missgunst außen vor zu lassen. Chrisafis ist
im Moment auch dabei CRYSTAL TEARS wieder neues Leben einzuhauchen. Wollen
wir hoffen, dass es ihm gelingen kann motivierte Musiker zu finden, um
auch weiterhin als Teil unserer Szene feine Scheibletten abliefern zu können.
www.crystal-tears.com
Walter
RAZOR WIRE SHRINE - Going Deaf For A Living (PMM)
Nicht unbedingt Metal-kompatibel, aber nicht minder interessant, da musikalisch
auf allerhöchstem Niveau und für Freunde des Instrumentalrocks
ein gefundenes Fressen, ist „Going Deaf For A Living“, das
Debüt eines amerikanischen Trios namens RAZOR WIRE SHINE. Hinter diesem
Namen verbergen sich die Gebrüder Chris (G,B) und Brett (D) Rodler,
die schon durch ihre Veröffentlichungen mit MYTHOLOGIC, LEGER DE MAIN
und GRATTO einigermaßen Aufsehen erregen konnten. Unterstützt
werden sie auf vorliegendem Album von einem weiteren Gitarristen namens
Mike Ohm. Auf „Going Deaf For A Living“ zeigt sich das Trio
sehr frickelfreudig, aber auch mit deutlichem Hang zum Jazz/Fusion-Sound.
Musiker unter den Konsumenten werden wohl in Anbetracht der gebotenen Leistung
das Haupt gen Himmel wenden, um im Abendgebet fortan auch zu erwähnen,
dass es schon nett wäre ähnlich famos musizieren zu können.
Der „Normalverbraucher“ wird wohl am Ehesten mit deutlich nach
RUSH und DREAM THEATER tönenden Prog-Komposititonen „Crackling
Dementia“ oder „Thought Residue“ warm werden. Eine Scheibe
wie diese bedarf natürlich auch der entsprechenden Muse, „Nebenbei“-Musikkonsumenten
können sich RAZOR WIRE SHINE daher getrost ersparen, dem Rest sei
zumindest ein Testdurchlauf empfohlen. www.pmm-music.net
Walter
ANGTORIA - Unofficial Demo 2004 (Eigenproduktion)
Trotz der Tatsache, dass ANGTORIA aus Norwegen stammen, einen Dame am Mikro
haben und grob dem Gothic Metal zuzuordnen sind, darf auch der Skeptiker
getrost weiter lesen. Die Bandgründer Chris und Tommy Rehn haben
es nämlich geschafft, mit den vorliegenden fünf selbst produzierten
Stücken ein eigenständig klingendes Werk abzuliefern, das selten
zuvor im Gothic Metal gehörte Einflüsse innehat. Vor allem Tommy´s
Gitarre sei diesbezüglich erwähnt, der Knabe kann seine RAINBOW-inspirierte
Vergangenheit bei MOAHNI MOAHNA nicht verleugnen und bringt diesen traditionellen
Einfluss auch bei ANGTORIA ein. Dazu gesellt sich die wahrlich schöne
Stimme von Sarah Jezebel Deva (bekannt durch ihre Arbeit bei Bands wie
CRADLE OF FILTH, THERION und MORTIIS), die nicht opernmäßig
klingt, sondern ihre Natürlichkeit trotz eines recht variablen Spektrums
beibehält. Dazu kommt noch eine wahrlich feine Produktion bei der
sämtliche Nuancen perfekt zum Ausdruck kommen. Ich denke, man wird
von ANGTORIA schon sehr bald auch in anderen Medien zu hören bekommen,
denn in Anbetracht der Tatsache, dass es Bands wie WITHIN TEMPTATION sogar
bei uns bis in die Charts geschafft haben, sollte ein Plattendeal für
ANGTORIA wohl nur eine Frage der Zeit sein. www.angtoria.com
Walter
LORDS OF DECADENCE - Cognitive Note of Discord (Scarlet/Point)
Die Bandgründung der in diesen unseren heiligen Hallen längst
nicht mehr unbekannten LORDS OF DECADENCE erfolgte offiziell zwar erst
2000, doch zumindest erste Vorformen sollten bereits Jahre zuvor existiert
haben, lernten sich Norbert Leitner (G,V) und Andreas Tuma (B,V) bereits
im zarten Alter von fünf Jahren kennen. Nachdem in ihrer Heimat Wien
zahlreiche Gigs absolviert werden konnten und man auch erfolgreich bei
diversen Bandwettbewerben am Start war, krallten sich Scarlet Records nun
diese Perle, um fortan die geschäftlichen Belange des Quartetts zu
lenken. Der Hintergedanke des „großen Geschäftes“ ist
dem Label nicht zu verdenken, mit ihrer wohldosierten Melange aus modernen
Sounds in der Schnittmenge von IN FLAMES, CHILDREN OF BOOM oder älteren
SOILWORK könnte es den „LORDS“ auch durchaus gelingen,
international zu reüssieren. Nicht zu verachten sind auch zahlreiche
Einsprengsel aus dem klassischen Thrash Metal, die sich positiv auf den
Sound ausgewirkt haben. Jede Wette, dass in den bandeigenen Plattenregalen
auch FORBIDDEN und TESTAMENT zu finden sind. Dazu kommen auch noch einige
Querverweise in Richtung traditioneller Metal im Stile der „Eisernen
Jungfer“, die immer wieder für Abwechslung sorgen. Der Grundstein
für eine international beachtenswerte Karriere ist gelegt, diesen
gilt es nun auszubauen. Es wäre auch schön langsam an der Zeit,
dass eine einheimische Band international für Furore sorgen könnte.
www.lordsofdecadence.com
Walter
BIOMECHANICAL - The Empires Of the Worlds (Earache/SPV)
Bislang eher nur eingefleischten Underground-Freaks ein Begriff, haben
es die britischen Metaller BIOMECHANICAL geschafft endlich ein Label zu
finden, von dem man annehmen sollte, dass es ausreichend Arbeit in die
Band investiert. Bemerkenswert an „The World Of The Empires“ ist
von Beginn an der Druck, der auf den Zuhörer ausgeübt wird. Die
Gitarrenattacken erinnern an selige „Painkiller“ oder „Cowboys
From Hell“-Zeiten und bilden eine mehr als nur solide Basis. Dazu
gesellt sich eine nicht minder brutale, aber immer ungemein präzise
agierende Rhythmusfraktion, die ebenso ihr Scherflein zum Gelingen des
Albums beträgt. In weiterer Folge kommen noch abgefahrene Keyboardklänge
in bester skandinavischer Machart und einige elektronische Einsprengsel
dazu. Mit John K haben BIOMECHANICAL einen Sänger in ihren Reihen,
der sowohl mit brutalem, thrash-mäßigen Gesang überzeugen
kann, wie auch mit eher gemäßigten Gesängen, die mitunter
gar in Höhen eines Warrel Dane reichen. John K? Ja, genau jener, der
auch bei BALANCE OF POWER das Mikro schwang, allerdings zugunsten von BIOMECHANICAL
diesen Job vor kurzer Zeit sausen hat lassen. An den Kompositionen fällt
neben der bereits erwähnten druckvollen Ausführung auch noch
eine gewisse Affinität zu dezenter Orchestrierung auf, die sich gut
ins Gesamtbild einfügen kann und zu keiner Zeit im Donnersound
unterzugehen droht, ebenso ist die offensichtliche Vorliebe der Engländer
für düstere Soundtracks und fein arrangierte, wahnwitzige Solopassagen über
die gesamte Spielzeit zu erkennen. BIOMECHANICAL haben es verstanden die
erwähnten mannigfaltigen Einflüsse zu einer homogenen Melange
zu verarbeiten, weshalb „The Empires Of The World“ hinkünftig
auch als Referenzwerk des modernen, kraftvollen Metals bezeichnet werden
sollte! www.biomechanical.co.uk
Walter
ALTERED AEON – Dispiritism (Black Lotus/Soulfood)
Schwedische Tage und Nächte scheinen doch um einiges länger zu
dauern als anderswo auf dieser Welt. Eine andere Erklärung habe ich
nicht mehr dafür, wie es Musiker aus jener Region sonst schaffen könnten,
uns nahezu pausenlos neue Projekte zu präsentieren. Die Herren Per
Nilsson (G) und Henrik Ohlsson (D) hatten erst vor kurzer Zeit mit SCAR
SYMMETRY und dem Debüt „Symmetric in Design“ die Ehre
in die Schlagzeilen der Metal-Welt zu geraten. Doch anscheinend ist das
nicht ausreichend, weshalb sie nun unter dem Banner ALTERED AEON zusammen
mit AZOTIC REIGN-Sänger Kjell Andersson, Anders Hedlund (B, zusammen
mit Henrik auch bei THEORY IN PRACTICE aktiv) und Nicklas Rehn (G) ein
Debut namens „Dispiritism“ auf die Welt loslassen. Initiatoren
der Sache waren Henrik und Kjell, die 2001 unter dem Namen THRAWN den Grundstein
für ALTERED AEON und vorliegendes Album legten. ALTERED AEON kredenzen
uns eine anbetungswürdige Mischung aus abgefahrenen, brutalen und
technisch höchst anspruchsvollen Stücken, die aber nie zu sehr
in Frickeleien ausarten. Neben den sehr Thrash Metal-lastigen Riffs dürfen
ab und zu auch Keyboards bestaunt werden, die allerdings deutlich in der
Unterzahl sind und wahrlich nur zur Untermalung dienen. Von den Songaufbauten
her erinnern ALTERED AEON weniger an Bands ihrer Heimat, sondern scheinen
dazu bereit zu sein das Vermächtnis von Chuck Schuldiner anzutreten.
In brutalen Kompositionen wie dem Opener „Dispirited Chambers“ kann
der DEATH-Einfluss nicht verleugnet werden. Allerdings muss bei allem Respekt
vor einer Legende zugegeben werden, dass Kjell über einen wesentlich
kräftigeren, ausdrucksstärkeren Gesang verfügt als er Chuck
jemals eigen war. Bei weniger brachialen Kompositionen, die aber nicht
unwesentlich weniger technischer ausgefallen sind, meint man dagegen US-amerikanische
Techno Thrash–Helden vernehmen zu können, wobei auch hier Kjell´s
Stimme einen angenehmen Kontrapunkt setzen kann. Nicht vergessen, da für
den üppigen Sound der Scheibe verantwortlich und somit zuständig
für die druckvolle Umsetzung der recht filigran wirkenden technischen
Songs, sollte man auch Jonas Kjellgren, der mit seinem Black Lounge Studio
schön langsam aber sicher mit zu den Top-Adressen in Europa zu zählen
ist und der wohl ebenfalls zu jenen Schweden zu zählen ist, die es
schaffen ohne Schlaf auszukommen. Oder funktioniert Zeitrechnung in Skandinavien
tatsächlich anders? www.alteredaeon.cjb.net
Walter
STRIKELIGHT – Same (Eat Metal Records)
Schon das in Nörgler-Kreisen wahrscheinlich eher belächelte Cover
deutet unmissverständlich darauf hin, was den Hörer auf den insgesamt
neun Kompositionen des selbstbetitelten Debüts des griechischen Quintetts
STRIKELIGHT erwartet. Schwer in den 80er Jahren verwurzelt, knallen uns
die Hellenen traditionellen, NWOBHM-getünchten Metal um die Ohren,
dass es eine wahre Wonne ist, den Herrschaften zuzuhören. Vor allem
das schwer MAIDEN-inspiriert wirkende Gitarrenduo Nikos Papakostas
und George Hararis macht klar, woher der Wind weht. Mit einer melodiösen,
von zweistimmigen Gitarrenläufen geprägten Instrumentalnummer
wie „Born By Fire“ ein Album zu eröffnen ist wohl ebenso
gewagt, wie bereits erwähntes Cover. Sänger George Stavropoulos
weiß zudem mit seiner melodiösen Stimme zu gefallen und lässt
STRIKELIGHT sowohl in Up-Tempo-Nummern wie „Fake Beliefs“ ebenso überzeugend
klingen, wie auch in gefühlsbetonten Momenten. Die „Quotenballade“ dieser
Scheibe wurde „Undying Love“ genannt, wobei der Titel durchaus
programmatisch verstanden werden darf. Liebhaber der NWOBHM werden sich
auch in diese Griechen unsterblich verlieben. www.strikelight.net
Walter
THOU ART LORD - Orgia Daemonicum (Black Lotus/Soulfod)
Was vor über zehn Jahren von den Herren Sakis (G,V; ROTTING CHRIST)
und The Magus (B,V; NECROMANTIA) unter dem Namen THOU ART LORD als Nebenprojekt
zur Huldigung alter Helden wie POSSESSED, SLAYER oder VENOM ins Leben gerufen
wurde und nach der Veröffentlichung zweier Singles und ebenso vieler
vollständiger Alben mangels kreativer Freiräume von 1996 bis
2002 auf Eis gelegt wurde, darf 2005 wieder aufs Neue beklatscht werden.
Mit „Orgia Daemonicum“ steht demnächst das neueste Opus
des Duos, das unter tatkräftiger Mithilfe von ROTTING CHRIST-Drummer
Themis entstanden ist, in den Läden. THOU ART LORD scheren sich noch
immer kein bisschen darum, ob und in welcher Form Melodien die Fans erfreuen
könnten. Ungehobelt und teilweise recht primitiv holzen die Herrschaften
durch das Unterholz und klingen dabei genauso derb wie ihre Vorbilder.
Die Mischung aus einfachem Thrash, satanischem Black und rumpelndem Death
Metal der Frühphase jenes Genres verliert auch nach der langen Schaffenspause
nicht seine Wirkung. Zudem wissen die Griechen offenbar wer die wahren
Helden dieser Art von Musik waren. So erhalten die meiner Meinung nach
auf ewige Zeiten unterbewerteten Briten ONSLAUGHT in Form einer gelungenen
Coverversion von „Power From Hell“ zumindest eine kleine Hommage.
Eine solche sollte auch Timo Wuerz zuteil werden, der für das Artwork
verantwortlich war, das geradezu danach verlangt auch in größerem
Format, wie einem Vinyl-Cover, veröffentlicht zu werden. www.thouartlord.tk
Walter
FALCONER - Grime vs. Grandeur (Metal Blade/NSM)
FALCONER scheinen sich schon seit ihrer letzten Veröffentlichung „The
Sceptre Of Deception“ in einer regelrechten „Umbauphase“ zu
befinden. Mit dem mittlerweile nicht mehr ganz so neuen Sänger Kristoffer
Göbel zeigt sich das schwedische Quintett auch auf ihrem neuesten
Werk einen weiteren Schritt davon entfernt, wofür die Band zu Beginn
ihrer Karriere gefeiert wurde. Auf „Grime Vs. Grandeur“ wurde
der Weg vom mittelalterlich inspirierten hin zum eher traditionell ausgerichteten
Heavy Metal konsequent fortgesetzt. Mitunter kommen FALCONER anno 2005
in fast schon HAMMERFALL-kompatiblem Gewand daher, wobei diese Variante
gar nicht schlecht zu FALCONER passt. Vor allem der Gesang scheint für
eher geradliniges Material prädestiniert zu sein, wodurch auch die
stilistische Umorientierung der Formation nachvollziehbar erscheint. Vielleicht
werden eingeschworene Fanatiker der Band damit nur sehr schwer leben können,
aber allzu weit entfernt haben sich die Schweden von ihrem ureigenen Stil
ja ohnehin nicht. Außerdem muss den Schweden attestiert werden im
Laufe der Zeit ein geradezu phänomenales Gespür für Melodien
entwickelt zu haben, was sich in todsicheren „Hits“ wie „Emotional
Skies“, „I Refuse“ oder „Power“ nachvollziehen
lässt. „Grime Vs. Grandeur“ wird wohl, wie bereits
angedeutet, die FALCONER-Fans mit unterschiedlichen Meinungen zurücklassen. Ein
gewisses Maß an künstlerischer Freiheit sollte allerdings jedem
Musiker bedenkenlos gewährt werden, denn von „Stilbruch“ oder
dergleichen kann hier keine Rede sein. www.falconermusic.com
Walter
JACOBS DREAM - Drama Of The Ages (Metal Blade/SPV)
Seit der Veröffentlichung von „Theater Of War“ (2001)
und den daran anschließenden Auftritten ist es eigenartig still geworden
um die Amis von JACOBS DREAM. Erst jetzt ist das quasi runderneuerte, wieder
erstarkte Quintett aus Columbus, Ohio zurück um uns mit ihrem prachtvollen
Power Metal auf ein Neues zu erfreuen. Neben John Berry (G) und James Evans
(B) besteht das Line-Up 2005 aus einem neuen Sänger namens Chaz Bond
sowie Gary Holtzman (D) und Jon Noble (G). Großartige Veränderungen
in der Musik sind an und für sich nicht auszumachen, sehr wohl aber
was den Gesang betrifft. Während David Taylor in der Vergangenheit
mit seiner recht hohen Stimme Akzente zu setzen wusste und diesbezüglich
an charismatische Gesangsakrobaten vom Schlage eines John Arch erinnerte,
klingt Chaz Bond wesentlich vollmundiger, ein wenig rauer und auch tiefer.
Chaz verfügt nicht nur über eine variablere Stimme als sein Vorgänger,
er versteht es zudem auch blendend unterschiedliche Phrasierungen in die
Songs zu integrieren und versprüht manchmal gar die Intensität
eines Eric Clayton. Auch vereinzelt eingestreute Growls fügen sich
passend ins Gesamtbild ein und passen zur jeweiligen Stimmung. Wie schon
erwähnt, bleiben JACOBS DREAM musikalisch aber ihrer ureigenen Stilistik
treu. So gibt es auch auf „Drama Of The Ages“ neben US-Power
Metal –Hymnen wie beispielsweise dem Titelsong, der auch als Opener
fungiert, die obligatorischen MAIDEN-Rhytmusläufe und Gitarrenattacken.
Insgesamt erscheinen JACOBS DREAM aber eine Spur düsterer geworden
zu sein, was mit dem Gesang perfekt harmoniert und dem Album eine dezent
düstere Atmosphäre verleiht. Für Abwechslungsreichtum ist
ebenfalls gesorgt, so zeigen sich die Amis in „Third Way“ von
ihrer heftigsten Seite. Der Song kann fast als Thrash Metal durchgehen,
verfügt aber über einen extrem melodiösen Refrain. Der „offizielle“ Abschluss
in Form der gelungenen Hymne „At The Gates“ sowie ein instrumentaler „Hidden
Track“ runden dieses gelungene Werk ab und lassen die Fans der Band
innigst darauf hoffen, dass dieses Line-Up längerfristig zusammen
sein wird, um nicht wieder einmal eine derart lange Durststrecke ertragen
zu müssen. www.truemetal.org/jacobsdream/
Walter
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