Auf dem Planeten Dub haben Dubblestandart mit mittlerweile zehn Alben bereits einen eigenen Krater hinterlassen. Gegründet Ende der Achtziger unter dem Eindruck von Lee Perrys einzigartigen Black Ark-Produktionen und Adrian Sherwoods radikalen Mixmanövern auf On-U-Sound, hat die bewährte und begehrte Backing Band (Ari Up, Lee “Scratch“ Perry, Dillinger, Lilian Allen, Top Cat), um Paul Zasky den jamaikanischen Produktionstechniken ihr eigenes, europäisches Gesicht gegeben: bassbasiert, New Wave-infomiert, mixtechnisch auf dem neusten Stand und versiert im Seiltanz zwischen digitalem Wumms und analoger Wärme, wortlos vermittelnd zwischen Patois und Schmäh.
LOCAL SUPPPORT(S): TRILLAIN:
Was an den Jungs von Trillain- ja, nicht nur die Wiener Philharmoniker
wissen um den schaedigenden Einfluss von Frauen auf die Integritaet
der Band- sofort als herausragendes Merkmal auffaellt, einige von
ihnen haben sowohl sehr lange, wie andere sehr kurze Haare haben.
Diese unkonventionelle Antikonformitaet verschafft sich auch in ihrer
Musik Ausdruck, die sich bisweilen ein wenig dem Alternative der
fruehen 90er annaehert, dann aber auch gleich wieder nichts damit zu
tun haben will und sich dem Sprechgesang zuwendet. Als Crossover Band
will man dennoch auch nicht gesehen werden- klingt ja auch nicht gut,
wenn man einen Hund als Strassenkreuzer tituliert! Es wuerd ihnen also
wohl nicht schaden, wenn sie sich endlich einmal irgendeinem
spezifischen Genre zuordnen wuerden, um es bis zu ihrer
Buehnenpensionierung nicht mehr zu verlassen, aber dafuer
experimentieren sie einfach zu gern. Zu der klassischen Besetzung mit
Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang, gesellten sich so mit der Zeit
auch noch ein Saxophon, gespielt vom mitunter synthetisierenden
Captain Courageous, sowie ein Didgeridoo, “inkorporiert“ (, denn er
hat es verschluckt) vom andernfalls rappenden MC Tilape. Bei einer
gefuehlten Buehnentemperatur von 88 Grad Kelvin verschmelzen diese
Instrumente sodann immer wieder zu einer kakophonen, eierlegenden
Wollmilchsau und wenn das Publikum nicht aufpasst, wird es dann gleich
mit eingeschmolzen- egal ob maennlich oder weiblich! “Man sollte sich
das nicht entgehen lassen“, sprach der Fuchs und wuenschte dem Hasen,
der als einziger nicht zum Konzert gehen wollte, eine gute Nacht.
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